US-Regierung reagiert verhalten auf Truppenabzug
El Sadr will Spanier beim Abzug schützen

Spanien wird seine Truppen aus dem Irak abziehen. Der neue Ministerpräsident Jose Luis Zapatero macht damit ein Wahlversprechen wahr. In Washington reagierte man verhalten auf die Ankündigung. Der radikale Schiiten-Prediger Muktada el Sadr hat seiner Miliz befohlen, alle Angriffe auf die spanischen Truppen im Irak einzustellen.

HB MADRID/WASHINGTON/NADSCHAF. Damit reagierte El Sadr auf die Ankündigung der neuen spanischen Regierung, die Soldaten innerhalb der nächsten Wochen abzuziehen. El Sadrs Sprecher in der Pilgerstadt Nadschaf, Kais el Chasali, sagte am Montag: „Wir haben angeordnet, alle militärischen Operationen gegen sie zu beenden, und wir rufen das tapfere irakische Volk auf, ihre Sicherheit während des Abzugs zu garantieren“.

Weiter erklärte der Sprecher, seine Bewegung fordere alle anderen Nationen, die Truppen im Irak stationiert haben, auf, dem Beispiel Spaniens zu folgen. Spaniens neuer Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero hatte am Sonntag sein Wahlversprechen wahrgemacht und den umgehenden Rückzug der Truppen aus dem Irak angeordnet.

Die Soldaten sollen „sobald wie möglich“ heimkehren, sagte der sozialistische Regierungschef am Sonntag in Madrid. Spanien ist das erste Land, das sich an der US- geführten Mission im Irak beteiligte und zu einem Rückzug entschlossen hat.

Wie der Sprecher des Weißen Hauses, Ken Lisaius, am Sonntagabend (Ortszeit) in Washington sagte, wusste man seit den Wahlen in Spanien, dass es die Absicht des neuen Ministerpräsidenten sei, die Truppen aus dem Irak abzuziehen. Nun hoffe man, dass Spanien „die Entscheidung in koordinierter und geordneter Weise umsetzen wird“, sagte Lisaius.

Den anderen Partnern in der Koalition sei man „dankbar für ihre Solidarität bei der Durchführung der wichtigen Aufgabe im Irak“, sagte Lisaius. „Jedes Land wird seine eigenen Entscheidungen treffen müssen, wie es den Kampf gegen den Terror führen und die Freiheit des irakischen Volkes sichern will.“ Auch mit dem Nato-Verbündeten Spanien werde man die enge Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terror fortsetzen.

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