US-Republikaner

Bobby Jindal will ins Weiße Haus einziehen

Das Feld der Bewerber um das US-Präsidentenamt wird immer größer: Der Gouverneur von Louisiana, Bobby Jindal, springt auf den Zug der Kandidaten auf. Der Politiker ist Nummer 13 im Lager der Republikaner.
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Bobby Jindal, Gouverneur von Louisiana und nun Bewerber um das Amt des US-Präsidenten, hat indische Wurzeln: Er selbst sieht sich als Musterbeispiel gelungener Integration. Quelle: AFP
Bobby Jindal

Bobby Jindal, Gouverneur von Louisiana und nun Bewerber um das Amt des US-Präsidenten, hat indische Wurzeln: Er selbst sieht sich als Musterbeispiel gelungener Integration.

(Foto: AFP)

Baton RougeMit Louisianas Gouverneur Bobby Jindal stieg am Mittwoch der 13. Kandidat offiziell in das Rennen um die Nominierung bei den republikanischen Vorwahlen ein. „Ich bewerbe mich um das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika“, teilte der 44-Jährige auf Twitter mit.

In Umfragen der großen US-Sender und Zeitungen belegt er ausnahmslos den letzten Platz. Jeb Bush, verwandt mit zwei ehemaligen US-Präsidenten, gilt in der Partei als Favorit.

Carly Fiorina steigt ins Präsidentschafts-Rennen ein
Hillary Clinton, Barack Obama
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Hillary Clinton – inzwischen 67 Jahre alt – hat über ihre Pläne seit Monaten geschwiegen, im Stillen aber längst einen beachtlichen Wahlkampfapparat auf die Beine gestellt. 2008 schien das Weiße Haus schon in Reichweite – dann kam ihr der junge und weitgehend unbekannte Barack Obama dazwischen (Foto). Die Demokratin war bereits First Lady, Senatorin und Außenministerin. Sie hat reichlich Erfahrung und schon jetzt ein Heer an Unterstützern. „Sie würde eine ausgezeichnete Präsidentin sein“, sagte auch Obama jetzt.

Carly Fiorina
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Carly Fiorina ist eine der möglichen Gegenspieler von Hillary Clinton. Die ehemalige Hewlett-Packard-Chefin strebt eine Kandidatur um das US-Präsidentenamt an. Allerdings müsste Fiorina sich zunächst gegen ihre Konkurrenten unter den Republikanern durchsetzen, für die sie ins Rennen gehen will.

Ben Carson
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Ebenfalls für die Republikaner will der berühmte frühere Neurochirurg Ben Carson der nächste Präsident der USA werden. Er werde ins Vorwahlrennen der Republikaner einsteigen, kündigte Carson in einem Interview des TV-Senders WKRC an. Der wortgewandte Politneuling ist bislang der einzige afroamerikanische Kandidat bei den Konservativen.

Elizabeth Warren
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Elizabeth Warren (65) könnte für Clinton zur Gefahr aus dem Hinterhalt werden. Vor allem die Linken bei den Demokraten würden 2016 viel lieber die Senatorin aus Massachusetts als Kandidatin sehen. Die ehemalige Harvard-Rechtsprofessorin hat sich als Streiterin für die Mittelschicht einen Namen gemacht und scheut auch nicht die Konfrontation mit Präsident Obama über Wirtschaftspolitik.

Joe Biden
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Joe Biden (72) steht als braver Vizepräsident und Hintermann von Obama eher abgeschlagen im Schatten. Zwar hat er Jahrzehnte Erfahrung als Langzeitsenator. Aber auch eine Schwäche: Ein loses Mundwerk und den Hang zu Gesten, die missverstanden werden können. Er kam etwa der Ehefrau von Verteidigungsminister Ashton Carter bei einem öffentlichen Auftritt allzu nahe - in den USA geht so etwas gar nicht.

Bernie Sanders
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Bernie Sanders (73) hat bereits offen erklärt, den Kampf mit der Maschinerie Clintons aufnehmen zu wollen. Der schroffe, weißhaarige Senator aus Vermont trägt den Titel „Sozialist“ mit Stolz. Ob sein Angriff von links Clinton etwas anhaben kann, ist aber fraglich.

Martin O'Malley
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Martin O'Malley (52) gilt als ausgesprochener Liberaler. Er ist für die Abschaffung der Todesstrafe, die Legalisierung der Homo-Ehe, die Erhöhung des Mindestlohns und strengere Waffengesetze. Sein Drängen ins nationale Rampenlicht sehen viele Demokraten aber kritisch.

Jindal richtet sich an die religiöse Rechte und verkauft sich gern als Musterbeispiel gelungener Integration: Seinen indischen Vornamen Piyush tauschte er gegen „Bobby“, eine Figur der TV-Sitcom „The Brady Bunch“ („Drei Mädchen und drei Jungen“).

Seine Eltern wanderten aus Indien ein. Jindal wuchs als Hindu auf, bekennt sich aber zum Katholizismus - und hat schon mehrfach vor angeblich von Muslimen geschaffenen „No-Go-Areas“ in Europa gewarnt.

  • dpa
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