US-Republikaner
Cain dementiert außereheliche Affäre

Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Cain kommt aus den Negativschlagzeilen nicht heraus: Cain wies Vorwürfe zurück, er habe eine außereheliche Affäre gehabt. Seine angebliche Geliebte bezichtigt ihn der Lüge.
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AtlantaNach Vorwürfen, er habe mehrere Frauen sexuell belästigt, musste der republikanische Präsidentschaftsbewerber Herman Cain nun Anschuldigungen zurückweisen, er habe eine außereheliche Affäre gehabt. „Ich habe nichts falsch gemacht“, sagte er dem Sender CNN noch bevor ein Interview mit seiner angeblichen Geliebten im Fernsehsender Fox fünf Atlanta am Montag ausgestrahlt wurde.

„Wir hatten Spaß“, sagte die 46-Jährige aus Atlanta über die angeblich 13 Jahre andauernde Affäre mit dem verheirateten Cain. Er habe ihr unter anderem ein Flugticket für ein Rendezvous in Palm Springs im US-Staat Kalifornien gezahlt. Zu Ende gegangen sei die Beziehung erst kurz vor der Bekanntgabe seiner Kandidatur.

Das Wahlkampfteam des Präsidentschaftsbewerbers erklärte, dies sei ein neuer Versuch den „Cain train“ mit Anschuldigungen vergangener Ereignisse zum Entgleisen zu bringen, die nie passiert seien. Cain selbst sagte zu den Vorwürfen „Jetzt geht es schon wieder los“. Gleichzeitig versprach er, seine Kampagne weiterzuverfolgen, so lange seine Frau hinter ihm stehe.

Geliebte bezichtigt Cain der Lüge

Die 46-jährige mutmaßliche Geliebte warf Cain vor, gelogen zu haben, als er die Affäre abstritt. „Was ich in dem Interview gesagt habe, war wahr“, sagte sie der Nachrichtenagentur AP. Sie habe sich zu dem Interview entschlossen, nachdem sie gesehen habe, wie Cain die anderen Frauen, die ihn der Belästigung beschuldigt hatten, öffentlich angegriffen habe.

Der Sender Fox 5, in dem das Interview ausgestrahlt worden war, teilte mit, Cain habe eingestanden, die Frau zu kennen, die Anschuldigungen aber auch dem Sender gegenüber zurückgewiesen.

Am Montagabend bei einer Spendenaktion für seine Kampagne mied er Fragen von Journalisten, bei einer für Dienstag geplanten Ansprache vor Studenten in Michigan oder dem Beginn seiner Bustour durch Ohio am Mittwoch dürfte das schwieriger werden.

Vorwürfe sexueller Belästigung

Seine Antwort auf die neueste Krise in seiner Bewerbung um das republikanische Präsidentschaftsticket kam diesmal allerdings schneller und bedachter als bei den vorherigen Anschuldigungen. Dabei hatten drei Frauen ihm vorgeworfen, sich ihnen anzüglich genähert zu haben, als Cain in den 1990ern Vorsitzender des Nationalen Gaststättenverbands war. Zwei Frauen einigten sich mit dem Verband auf einen Vergleich.

Als die Anschuldigungen an die Öffentlichkeit kamen, hatte der bis dahin als aussichtsreicher Herausforderer für den republikanischen Favoriten Mitt Romney gehandelte Cain in außenpolitischen Debatten wenig überzeugt und so den Weg für Newt Gingrich freigemacht, der daraufhin in Umfragen zulegte.

 

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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