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US-Schulden: Gefährliches Spiel mit dem Feuer

Amerikas Staatsschulden belaufen sich offiziell auf 15 Billionen Euro. Doch in Wahrheit sind die Verbindlichkeiten des Staates noch weit höher. So hoch, dass die Volkswirtschaftslehre für ihre Beseitigung nur einen Weg kennt.

US-Präsident Barack Obama. Quelle: dpa
US-Präsident Barack Obama. Quelle: dpa

Anfang November, beim Krisengipfel der wichtigsten 20 Industrieländer der Welt, liefen die Dinge vergleichsweise gut für Barack Obama. Die Euro-Länder bekamen offensichtlich ihre Schuldenkrise nicht in den Griff, also konnte der Mann aus Amerika mit gerunzelter Stirn und erhobenem Zeigefinger den Mahner geben: Europäer, räumt da so schnell wie möglich auf! Eure Krise gefährdet die Welt!

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Doch jetzt läuft es für den amerikanischen Präsidenten nicht mehr so gut. Seit dem Scheitern des "Super-Komitees" zum Defizitabbau dreht sich wieder alles um die Schuldenkrise in der größten Volkswirtschaft der Welt – den USA. Eigentlich sollte das sogenannte Super Committee, das zwei Wochen lang in Geheimsitzungen tagte, Einsparungen in Höhe von mindestens 1,2 Billionen Dollar vorlegen. Doch sie kamen zu keinem Ergebnis, nun soll der amerikanische Haushalt nach der Rasenmähermethode zusammengekürzt werden. Das war die Bedingung der Republikaner bei der letzten Erhöhung des Schuldenlimits, und Präsident Obama musste notgedrungen zustimmen. Die Republikaner drohten damit, ansonsten jede weitere Schuldenaufnahme zu verweigern und das Land in die Zahlungsunfähigkeit zu treiben.

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Nun droht den USA eine Schuldenlawine, die weit größere Verwüstungen anzurichten droht als die gesamte Euro-Krise. Das belegen die Zahlen.

Zwischen den Einnahmen der amerikanischen Bundesregierung und ihren Ausgaben klafft im Augenblick Jahr für Jahr eine Lücke, die so groß ist wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Früher, in den vergangenen Jahrzehnten, entsprachen die Einnahmen der Administration ungefähr 18 Prozent der amerikanischen Wirtschaftsleistung, und die Ausgaben entsprachen etwa 20 Prozent. Man gab also zwei bis drei Prozentpunkte mehr aus, als man einnahm. Die Unterdeckung wurde mit Schulden gedeckt – nicht ideal, aber angesichts der Größe und des Wachstums der US-Wirtschaft auch nicht alarmierend.

  • 22.11.2011, 10:02 UhrPoldi 0824

    Nachtrag um 09:42Uhr:
    Fitch hat die Bewertung der USA von Stabil auf Negativ geändert.
    Da hat man bei Fitch aber sehr lange auf dem Baum geschlafen.

    Schönen Tag noch

  • 22.11.2011, 08:18 UhrPoldi 0824

    Was man diesem interessanten Bericht noch hinzufügen sollte:
    Eine Veränderung der Bewertung der USA durch die Rating Argenturen ist nicht angedacht.

    Schönen Tag noch.

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