US-Schuldenkrise
Japan rüstet sich für den Ausfall

Japan hat ebenso wie China stark in US-Staatsanleihen investiert. Deshalb ist die Angst vor einer Zahlungsunfähigkeit der USA groß. Japan rüstet sich laut gut informierten Kreisen bereits für einen Ausfall.
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TokioJapan sorgt sich offenbar zunehmend vor einer Zahlungsunfähigkeit der USA. Zwar werde immer noch gehofft, dass in Washington eine Einigung in letzter zustande komme, sagte eine mit den internationalen und geldpolitischen Angelegenheiten Japans vertraute Person am Sonntag. Selbst wenn sich keine Lösung ergebe, hoffe Japan, dass die USA Zinszahlungen an das Ausland Vorrang vor anderen Verpflichtungen einräumten. Doch Sorge bereitet dem Land demnach, dass die Krise ohne klare und nachhaltige Lösung andauern wird und so die Finanzmärkte durcheinanderwirbeln könnte - genauso wie nach der Lehman-Pleite vor drei Jahren. „Sollte es zu einem Zahlungsausfall kommen, wären die Auswirkungen für die Märkte weltweit groß“, sagte der Informant.

Japan hat fast so stark wie China in US-Staatsanleihen investiert. Offenbar gibt es konkrete Pläne für den Fall der Fälle. Sollten die Märkte in Turbulenzen geraten, würde Japan als erstes sicherstellen, dass seine Banken ausreichend Dollar zur Verfügung hätten, hieß es. Auch ein Eingriff am Devisenmarkt sei denkbar. China hat sich ebenfalls besorgt geäußert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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