US-Schuldenkrise Washington fürchtet Chaos an den Asienmärkten

Im Poker um die Anhebung der US-Schuldengrenze wird es Ernst. Nach dem Platzen der Gespräche fürchtet die Politik, an den Märkten in Asien könnte am Montag Chaos entstehen.
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Republikaner John Boehner und US-Präsident Barack Obama. Quelle: AFP

Republikaner John Boehner und US-Präsident Barack Obama.

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New YorkAus Angst vor Kapitalmarktturbulenzen drückt die US-Politik an diesem Sonntag nach Wochen erfolgloser Verhandlungen abrupt auf's Tempo. Der Verhandlungsführer der oppositionellen Republikaner, John Boehner, kündigte am Samstagabend (Ortszeit) in einer Telefonkonferenz mit Parteifreunden an, er werde binnen 24 Stunden einen neuen Kompromissvorschlag vorlegen. Er drängte in dem Gespräch zur Eile, wie die "Washington Post" in ihrer Onlineausgabe berichtete, weil er Sorgen habe, es könnte zu Turbulenzen an den asiatischen Märkten kommen, wenn Washington nicht glaubthaft machen könne, dass die USA am 2. August nicht in die Zahlungsunfähigkeit rutschen.

Am 2. August erreichen die USA das gesetzliche Schuldenlimit. Der Regierung drohen dann die Mittel auszugehen, um Anleihen zu tilgen und Transferleistungen auszuzahlen.

Die Situation an diesem Wochenende erinnert an die den Krisenherbst 2008. Damals suchte die Regierung an mehreren Wochenenden immer wieder kurzfristige Lösungen für die Finanzkrise und versuchte jeweils vor Eröffnung der Märkte in Asien am späten Abend (Ostküstenzeit) alles arragngiert zu haben.

US-Präsident Barack Obama hatte am Samstag führende Kongresspolitiker zu einem Krisengipfel einbestellt. Zuvor hatten die Republikaner Verhandlungen mit dem Weißen Haus vor allem wegen Differenzen über Steuererhöhungen platzen lassen - nur gut eine Woche vor einem möglichen Staatsbankrott.

Konkrete Fortschritte gab es bei dem nur einstündigen Treffen anscheinend nicht. Nach einer Mitteilung des Weißen Hauses warnte Obama eindringlich vor den Folgen einer Zahlungsunfähigkeit für die ohnehin stark schwächelnde US-Wirtschaft. Er lehnte erneut eine Kurzzeit-Lösung ab, die ihn zwingen würde, im nächsten Jahr beim Kongress erneut eine Erhöhung des Kreditrahmens zu beantragen. Das könnte zur Herabstufung der US-Bonität führen, sagte Obama. Große Ratingagenturen wie Standard & Poor's haben bereits mit einem solchen Schritt gedroht.

„Der Kongress sollte von fahrlässigen politischen Spielen mit unserer Wirtschaft Abstand nehmen“, erklärte der Präsident dem Weißen Haus zufolge bei dem Treffen wörtlich. Laut US-Fernsehberichten kam ein „Sammelsurium von Ideen“ zur Sprache, ein klares Konzept habe es nicht gegeben. Die demokratischen und republikanischen Spitzen in Senat und Abgeordnetenhaus wollten demnach am Wochenende zunächst mit ihren eigenen Parteikollegen über mögliche Verhandlungsangebote sprechen.

 Die Uhr tickt: Falls es bis zum Stichtag 2. August keine Einigung auf eine Erhöhung der Schuldenobergrenze von 14,3 Billionen Dollar (zehn Billionen Euro) geben sollte, droht der größten Volkswirtschaft der Welt erstmals das Geld auszugehen. Obama hatte in der vergangenen Woche mit dem republikanischen Präsidenten des Abgeordnetenhauses, John Boehner, über ein umfassendes Paket zum Abbau des Schuldenbergs verhandelt, das mit einer Erhöhung des Kreditrahmens einhergehen soll.

Republikaner lassen den Präsidenten stehen
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14 Kommentare zu "US-Schuldenkrise: Washington fürchtet Chaos an den Asienmärkten"

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  • The show must go on und das dummer Publikum klatscht Beifall. Vor diesem Affentheater sind wir im eigenen Land nicht mehr weit entfernt. Nur bei uns jubelt keiner, bei uns fallen sie alle in Resignation. Armer deutscher Michel.

  • Wenn die Märkte in Asien in Aufruhr geraten, dann nur weil die USA das auch will !
    Nichts käme denen mehr gelegen, wenn z.B. in China die Immobilienbubble platzen würde......
    Glaubt diesen Lügnern NICHTS !!!!!!!

  • Eines ist hier wohl klar.
    Bei diesem Spiel gibt es nur Verlierer
    der Waehler mit weniger Geld in der Tasche
    die Republikaner mit schwindendem Ansehen
    die Demokraten die "natuerlich an allem Schuld sind"
    der Praesident der sich nicht durchsetzen kann
    die US Wirtschaft die weiter nach unten geht
    die Arbeitslosen die weiter auf einen Aufschwung warten
    Gewinner sind scheinbar
    sture Ideologen ohne politisches Gespuer
    Spekulanten die aus jeder Bewegung an der Wallstreet Geld machen

    Warten wir es ab.

  • Das ist doch in Europa auch nicht anders. Glaubt jemand noch im Ernst Sarkozy gehts um Europa?

  • Das Ganze dort drüben ist eine Schmierenkomödie aller erster Güte. In dieser Seifenoper alla Hollywood wird vor den Solisten ein Altar aufgebaut, an dem sie sich die Gewinne aus dem Theaterstück abholen können. Es ist alles inszeniert bis kurz vor Ende sie sich alle in den Armen liegen und gefeiert wird. Es war schon immer so und es wird so bleiben, daß diese Opern bei Bedarf aufgeführt werden. Je nachdem, wer gerade einen Bedarf an Dollars hat.

  • Elefanten sterben langsam. Eine Menge Unterholz wird dabei zertrampelt. Und im Dschungel wird es für eine Weile still.

  • So ist es.

  • Das Perfide ist ja: Die Zahlungsfähigkeit der USA ist in jedem Falle - notfalls durch die Notenpresse - gegeben. Es fehlt nur die Freigabe von Geldern ( = Erhöhung der Schuldengrenze) durch den Kongreß als ein rein administrativer Akt. Hier versuchen, wie Sie das ja wohl auch sehen, die Reps gleich das ganze Land für ihre kruden, ideologischen Sperenzchen in Haftung zu nehmen.

    Obama hat sich bisher schon soweit Richtung Boehner, Bachman, Palin und Co. verbogen, daß er mittlerweile Ärger in der eigenen Partei bekommt. Im Interesse des Landes hat er gar keine andere Chance, als bei seiner jetzigen Linie zu bleiben. Akzeptieren die Reps sein Angebot nicht, werden die ein Riesenproblem bekommen, das Scheitern mit all den negativen Folgen für die USA ihren Wähler zu erklären.

    Andererseits: Sollen die Republikaner im nächsten Jahr doch die Wahlen gewinnen! Dann werden sie nämlich selbst gezwungen sein, den von Ihnen angerichteten Mist wegzuräumen. Denn u.A. das hat es zuvor noch nie gegeben: Einen komplett durch Kreditaufnahmen finanzierten Krieg bei gleichzeitig immensen Steuerentlastungen für die Reichsten des Staates.

    Ich glaube, George Dabbelju hat bis heute nicht begriffen, was er damit angerichtet hat. Na ja, die Jugend mit dem vielen "Allohol" haben wohl bleibende Spuren hinterlassen...

    Also, wie von Ihnen angeregt, versenken im Bostener Hafen.

  • Alle Republikaner auf einer Galeere gen Afrika und nach Ankunft Care-Pakete aus China vertelen. Anschließend zurück schwimmen.

  • Mit der Zahlungsunfähigkeit der USA fällt die nationale Sicherheit und würde eine Verhaftungswelle an den Republikanern rechtfertigen, gleichwohl alle Maßnahmen, die zur Stabilisierung von Wirtschaft und Gesellschaft notwendig sind.
    Obama, versenken Sie die Reps im Hafen von Boston.

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