US-Schuldenstreit
„Wir wissen, was auf dem Spiel steht“

Im Schuldenstreit läuft Demokraten und Republikanern die Zeit davon. Eine Einigung ist nicht absehbar. Auf ihrer Asienreise versucht US-Außenministerin Clinton, die Investoren zu besänftigen.
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Hongkong/WashingtonUnter dem Zeitdruck der Schuldenkrise versucht die US-Regierung, asiatische Investoren bei Laune zu halten. Außenministerin Hillary Clinton sagte in Hongkong vor Managern, sie gehe davon aus, dass der Kongress das Richtige tun und rechtzeitig eine Einigung auf eine höhere Schuldenobergrenze erreicht werde. „Ich möchte Ihnen versichern: Wir wissen, was auf dem Spiel steht“, sagte Clinton am Montag.

Sie ist derzeit auf Asien-Besuch. „Wir wissen, wie wichtig dies für uns ist und wie wichtig es für Sie ist“, sagte die US-Außenministerin vor den Managern. Vor allem China sorgt sich über die bislang ungelösten Probleme und hatte jüngst den Schutz seiner Investitionen angemahnt. Denn die Volksrepublik hält US-Staatsanleihen im Wert von mehr als einer Billion Dollar und ist damit der größte Gläubiger der US-Regierung. Zudem beliefen sich die Dollarreserven Chinas im zweiten Quartal auf 3,2 Billionen Dollar. Ein Berater der chinesischen Zentralbank versuchte wie Clinton, die Sorgen über die Krise in den USA zu dämpfen.

Die kurzfristigen Gefahren für die chinesische Wirtschaft seien gering, sagte Xia Bin, Mitglied des geldpolitischen Ausschusses der chinesischen Zentralbank. „Sie werden definitiv eine Einigung erreichen.“

Den Politikern läuft allerdings die Zeit davon. Nach gescheiterten Anläufen auch übers Wochenende wollen Demokraten und Republikaner ihre Verhandlungen am Montag fortsetzen, um eine Zahlungsunfähigkeit der größten Volkswirtschaft zu vermeiden. Dafür muss bis zum Dienstag in einer Woche die gesetzliche Grenze von bislang 14,3 Billionen Dollar angehoben werden.

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