US-Soldaten machen in Tel Afar 78 Gefangene
Syrien gerät wegen Irak-Politik unter Druck

Die Regierung in Damaskus gerät im Streit um die Sicherung der syrisch-irakischen Grenze immer stärker unter Druck. Der stellvertretende US-Außenminister Robert Zoellick hielt Syrien vor, dass es ein Leichtes sei, Terroristen bei ihrer Einreise auf dem Flughafen von damaskus abzufangen.

HB BAGDAD. Zoellick erklärtedas am Dienstag in einem Interview mit dem Nachrichtensender Al-Arabija. Am Vortag hatte der US-Botschafter in Bagdad, Zalmay Khalilzad, in Washington gemahnt, sein Land verliere bald die Geduld mit Syrien, das Extremisten ungehindert über sein Staatsgebiet in den Irak einreisen lasse.

Die syrische Regierungszeitung „Tischrin“ bemühte sich am Dienstag, die Vorwürfe der Amerikaner und der irakischen Regierung zu entkräften. Sie warf ihnen vor, sie machten Syrien zum Sündenbock für ihr Versagen im Kampf gegen die Rebellen.

Die US-Armee berichtete unterdessen, ihre Soldaten hätten am Montag bei der Offensive gegen Aufständische in Tel Afar nahe der syrischen Grenze 78 Verdächtige gefangen genommen. Zuvor sollen bei den Gefechten der amerikanischen und irakischen Truppen und der Aufständischen bereits mehr als 150 Kämpfer getötet worden sein. Militäroperationen wurden am Dienstag auch aus Samarra gemeldet, wo die Armee zuvor eine nächtliche Ausgangssperre verhängt hatte.

Nach US-Militärangaben erschossen amerikanische Soldaten in der 125 Kilometer nördlich von Bagdad gelegenen Stadt zudem zwei Männer, als diese versuchten, einen Sprengsatz anzubringen. Al-Arabija berichtete weiter, am Montagabend seien bei der Explosion einer Autobombe vor einem Restaurant in Bagdad zwei Menschen getötet und sieben weitere verletzt worden.

In Haditha töteten Soldaten nach US-Angaben vier „Terroristen“, während sie einen angeblichen El-Kaida-Terroristen gefangen nahmen. Außerhalb von Falludscha fand die Polizei die mit Schusswunden übersäten Leichen von drei Zivilisten.

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