US-Soldaten
Selbstmordrate steuert auf Rekordhoch

In diesem Jahr hat es im US-Heer schon 140 Selbstmorde gegeben - so viele wie im gesamten Jahr 2008. Damit dürfte 2009 zu einem neuen Suizid-Rekordjahr werden.
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HB WASHINGTON. 2009 dürfte es mehr Suizide im US-Heer geben als je zuvor, obwohl es Fortschritte bei der Bekämpfung des Selbstmord-Problems gegeben habe, sagte Heeres-Vizestabschef Peter Chiarelli am Dienstag. Demnach hat es die höchste monatliche Selbstmordrate im Januar und Februar gegeben, danach lagen die Zahlen niedriger. Das lasse die Vermutung zu, dass Maßnahmen zur Erkennung und Behandlung psychologischer Probleme zu greifen begännen, so der General.

Seit im Zuge der Afghanistan- und Irakkriege immer mehr Fälle von posttraumatischen Stresserscheinungen bekanntgeworden sind, werden US-Soldaten ermutigt, Hilfe zu suchen und ihr Problem nicht unter den Teppich zu kehren. So werden Heimkehrer von Kriegsschauplätzen jetzt gezielt befragt, um etwaige mentale Probleme herauszufinden.

Allerdings sind nach den Worten von Chiarelli die Motive für die Selbstmorde so komplex und vielschichtig, dass es schwer sei, sie einem größeren Trend zuzuordnen. So sei ein Drittel der aktiven Soldaten, die sich bisher in diesem Jahr das Leben genommen hätten, nie in einer Kriegszone eingesetzt gewesen.

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