US-Soldaten übernehmen Positionen der spanischen Truppen
Vermittler: Italienische Geiseln wohl bald frei

Der UN-Gesandte im Irak, Lakhdar Brahimi, rechnet mit einer baldigen Freilassung der drei italienischen Geiseln in dem Golfstaat. Amerikanische Soldaten haben inzwischen damit begonnen, mehrere Positionen der spanischen Truppen außerhalb der irakischen Pilgerstadt Nadschaf zu übernehmen.

HB ROM/NADSCHAF. „Ich denke, es gibt guten Grund, auf eine rasche positive Lösung zu hoffen“, sagte Brahimi am Dienstag nach Gesprächen mit der Spitze des Senats in Rom. Irakische Aufständische haben vier italienische Zivilisten verschleppt und in der vergangenen Woche einen von ihnen getötet. Sie drohten mit der Tötung weiterer Geiseln, sollte Italien seine 2 700 Soldaten nicht aus dem Irak abziehen. Die Regierung in Rom hat diese Forderung aber wiederholt zurückgewiesen. Aufständische haben seit Anfang des Monats rund 40 Ausländer verschleppt, die meisten von ihnen inzwischen aber wieder freigelassen.

Brahimi sagte, die Chancen, in naher Zukunft eine neue UN-Resolution zum Irak zu verabschieden, seien sehr gut. „Ich denke, dass die internationale Gemeinschaft und die Mitglieder des Sicherheitsrates sich sehr bewusst sind, dass es die Notwendigkeit gibt, den Irak zu stabilisieren.“ Italien hat eine baldige neue Resolution der Vereinten Nationen (UN) verlangt, bevor die Macht wie von der US-geführten Zivilverwaltung geplant am 30. Juni an die Iraker übergeben werden soll.

Die neue spanische Regierung hatte eine UN-Resolution zur Bedingung für den Verbleib der spanischen Truppen im Irak gemacht. Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero hat jedoch inzwischen den Abzug der Soldaten angeordnet und dies damit begründet, dass die Verabschiedung einer neuen UN-Resolution unwahrscheinlich sei.

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