US-Spezialeinsatz im Nordirak beendet
Noch immer keine Spur von Saddam

Die US-Streitkräfte im Nordirak haben am Dienstag ihren groß angelegten Einsatz „Ivy Lightning“ (Efeu-Blitz) zur Suche nach Anhängern Saddam Husseins beendet, ohne dabei Spuren des gestürzten irakischen Präsidenten zu finden.

Reuters BAGDAD. Zwei Verdächtige seien festgenommen und zudem Waffenvorräte gefunden worden, teilte die 4. Infanterie-Division mit, die „Apache“-Hubschrauber, „Abrams“-Panzer und Panzergrenadiere eingesetzt hatte. Oberstleutnant William Macdonald hatte den Spezialeinsatz am Vortag mit Informationen der Militäraufklärung begründet, wonach sich in einem abgelegenen Gebiet rund 130 Kilometer nördlich von Bagdad hochrangige Anhänger Saddams versteckt halten sollen. Diese seien wegen der US-Angriffe auf Saddams Heimatstadt Tikrit dorthin geflohen.

Macdonald sprach nach dem Einsatz von Erfolgen bei der Einkreisung von Guerillas und weniger bedeutsamen Saddam-Anhängern. „Wir sind nicht auf eine Person fixiert“, sagte er. Die Aktionen richteten sich mehr auf Angehörige der mittleren Führungsebene und auf das Fußvolk, „denn die sind es, die subversive Aktionen gegen uns organisieren“, sagte der US-Offizier. Seit dem Ende der Hauptkampfhandlungen im Irak am 1. Mai sind dort beinahe täglich US-Soldaten bei Angriffen ums Leben gekommen. Die US-Regierung macht versprengte Saddam-Anhänger dafür verantwortlich.

Im Nordirak haben kurdische Kämpfer nach eigenen Angaben etwa 50 Angehörige der islamischen Gruppe Ansar el Islam gefasst, die aus dem Iran ins Land gekommen sind. Diese Gruppe soll nach US-Angaben Kontakte zur Extremistenorganisation El Kaida haben, die die USA für die Anschläge vom 11. September 2001 verantwortlich machen.

Im Süden Iraks hat der Regierende Rat, die unter US-Ägide arbeitende provisorische Führung des Landes, sechs ausländischen Fluggesellschaften die Landerechte für den Flughafen von Basra erteilt, der zweitgrößten Stadt des Landes. Der Rat erklärte, er habe die Gesellschaften Gulf Air, Royal Jordanian, Emirates, Qatar Airways, SAS und Lot Polish Airlines aufgefordert, bereit zu sein, „Ende des Monats oder kurz danach“ die Flüge nach Basra wieder aufzunehmen. Der Flughafen solle in wenigen Wochen wieder eröffnet werden. Seit dem Golfkrieg von 1991 waren die internationalen Flüge nach Basra ausgesetzt. In der Erklärung des Rates hieß es, die Wiedereröffnung des Flughafens markiere „einen großen Schritt voran zur Normalisierung der Beziehungen zwischen dem Irak und der internationalen Gemeinschaft.

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