US-Streitkräfte Transgender-Rekruten müssen akzeptiert werden

US-Präsident Trump wollte Menschen mit einer Transgender-Persönlichkeit vom Militärdienst ausschließen. Nun ist das Verbot erneut zurückgewiesen worden. Ab Januar sollen auch Transgender bewerben können.
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Einer Studie zufolge dienen in den US-Streitkräften bereits 2500 Transgender, weitere 1500 sind Reservisten - zum großen Ärgernis des US-Präsidenten. Quelle: Reuters
Donald Trump

Einer Studie zufolge dienen in den US-Streitkräften bereits 2500 Transgender, weitere 1500 sind Reservisten - zum großen Ärgernis des US-Präsidenten.

(Foto: Reuters)

New York/WashingtonIm Streit über Transgender-Rekruten in den US-Streitkräften hat Präsident Donald Trump eine Niederlage erlitten. Ein Gericht wies am Montag einen Antrag der Regierung zurück, Trumps Verbot doch noch durchzusetzen. Die Sperre verletze voraussichtlich den in der Verfassung garantierten Gleichheitsgrundsatz und das Rechtsstaatsprinzip, entschied Bezirksrichterin Colleen Kollar-Kotelly in Washington. Damit weigerte sie sich, ihre Anordnung vom 30. Oktober aufzuheben, wonach das Verbot der Regierung bis zu einer endgültigen Entscheidung nicht umgesetzt werden darf. Der Beschluss ebnet Transgender-Rekruten den Weg, in den Streitkräften zu dienen.

Das Verteidigungsministerium teilte mit, den Anweisungen des Gerichts Folge zu leisten und ab Januar auch Bewerbungen von Transgender-Bewerbern zu bearbeiten. Allerdings prüft das Ressort zusammen mit dem Justizministerium die weitere Vorgehensweise. Damit soll eine bis Ende März angesetzte Überprüfung ermöglicht werden. Die US-Regierung hatte argumentiert, die Frist für die Zulassung ab 1. Januar sei aufgrund umfangreicher Vorbereitungen schwierig. Die Richterin wies diese Bedenken zurück und sagte, die Vorbereitungen für die Annahme von Transgender-Bewerbungen hätten schon unter Trumps Vorgänger Barack Obama begonnen.

Nachdem vor Jahren bereits Einschränkungen für Homosexuelle abgeschafft wurden, sollte auch die Möglichkeit geschaffen werden, dass Transgender-Rekruten in den Streitkräften dienen können. Allerdings ordnete Trump im Sommer ein Verbot dafür an.

Bei Transgender-Menschen entspricht die sexuelle Identität nicht den biologischen Geschlechtsmerkmalen, mit denen sie geboren wurden. Einer Studie zufolge dienen in den US-Streitkräften bereits 2500 Transgender, weitere 1500 sind Reservisten.

  • rtr
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