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US-Stützpunkt: USA steuern Raketenschild von Ramstein aus

Der Raketenschild der Nato wird vom US-Stützpunkt in Rheinland-Pfalz aus kommandiert. In Ramstein wird damit der Schutz vor Mittelstreckenraketen gesteuert. Russland zeigt sich irritiert.

Eingangsschild der US-Airbase in Ramstein, Rheinland-Pfalz. Quelle: dapd
Eingangsschild der US-Airbase in Ramstein, Rheinland-Pfalz. Quelle: dapd

BrüsselDas Kommando für den geplanten Nato-Raketenabwehrschild wird nach Diplomaten-Angaben auf dem Nato-Stützpunkt im rheinland-pfälzischen Ramstein eingerichtet. Das sagte ein Nato-Diplomat am Donnerstag in Brüssel und ein Sprecher des Hauptquartiers der Alliierten Luftstreitkräfte in Ramstein.

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Im Zuge der Neuordnung der Nato-Kommandostruktur werde das bislang auf die zwei Standorte Ramstein (Nord) und Izmir (Süd) aufgeteilte Hauptquartier der Nato-Luftstreitkräfte komplett in Deutschland konzentriert, sagte der Oberstleutnant. Dazu gehöre auch die derzeit im Aufbau befindliche Fähigkeit zur Raketenabwehr. Das Hauptquartier in Ramstein wird im Zuge dieser Neuordnung in den nächsten zwei Jahren von bislang 400 auf dann 500 Dienstposten erweitert, fügte der Sprecher hinzu.

Unklar ist noch, was mit den ersten technischen Einrichtungen für den Raketenschild geschieht, die vor einem Jahr im nordrhein-westfälischen Uedem eingerichtet worden waren. Ob diese ebenfalls nach Ramstein verlagert werden, sei noch nicht entschieden, sagte der Oberstleutnant.

Bei dem Raketenschild geht es nicht um den Aufbau komplett neuer Strukturen, sondern primär um die Zusammenlegung bisheriger Abwehrfähigkeiten der einzelnen NATO-Mitgliedsstaaten. Vorgesehen ist ein neues Führungs- und Informationssystem, das ein Nato-einheitliches Lagebild erstellt und im Bedrohungsfall auf die Fähigkeiten der einzelnen Ländern zugreifen kann.

Der Raketenschild soll Europa Schutz bieten vor einer möglichen Bedrohung durch Mittelstreckenraketen. Mehrere Staaten hatten bereits ihre Beteiligung an dem Schild zugesagt, unter ihnen Polen, Spanien, Rumänien und die Türkei. So sollen in Spanien bis zum Jahr 2013 mit einem Raketenabfangsystem ausgestattete US-Militärschiffe auf einer US-Marinebasis im südlichen Rota stationiert werden.

Bei dem Raketenschild gehe es „um eine in Europa stationierte Raketenabwehr gegen Bedrohungen aus dem Nahen Osten, insbesondere aus dem Iran“, sagte Thomas de Maizière (CDU). „Deutschland kann sich vorstellen, die Patriot-Raketen, die in Deutschland sind, auch als Teil dieses Systems zur Verfügung zu stellen.“

Der Raketenschild stößt in Russland auf massive Vorbehalte. Die ursprünglichen Pläne der US-Regierung unter dem damaligen Präsidenten George W. Bush wurden zwar aufgegeben, doch dringt Washington innerhalb der Nato weiter auf die Realisierung des Raketenschildes.

US-Außenministerin Hillary Clinton hatte erklärt, der Schild richte sich nicht gegen Russland, sondern vor allem gegen den Iran und andere Akteure, die bedrohliche Raketentechnik entwickelten. Mehrere Staaten haben bereits ihre Beteiligung an dem Schild zugesagt, unter ihnen Polen, Spanien, Rumänien und die Türkei. So sollen in Spanien bis zum Jahr 2013 mit einem Raketenabfangsystem ausgestattete US-Militärschiffe auf einer US-Marinebasis im südlichen Rota stationiert werden.

  • 02.02.2012, 23:39 UhrAnonymer Benutzer: Spass-BRD

    Herrlich:
    der Raketenschirm der nach einem Erstschlag der USA auf Rußland, die dann eventuell die noch von Rußland starten könnenden russischen Raketen abfangen soll, wird nun vollends von Ramstein aus gesteuert.
    Die Türkei ist nun wohl als unsicher eingestuft worden oder wollten sie es sich nicht komplett mit Rußland verderben auch in Hinsicht auf den kommenden Irankrieg?
    Das deutsche Interessen in Deutschland nicht zählen wissen nun mittlerweile alle;
    genauso wie alle wissen, das Nato und US-Amerikaner sich weigern, schriftlich rechtsverbindlich niederzulegen, das der Raketenschild nicht gegen Rußland gerichtet ist.
    Das diese Weigerung in Rußland dazu geführt hat, die Abwehrsysteme zu aktivieren und sich auf Krieg mit der Nato/US vorzubereiten dürfte eigentlich auch niemanden wundern. Es zählen Verträge und nicht teuherzige Versicherungen und schon gar nicht von einer Wallstreet-Frau namens: Hillary Clinton.
    Das Ramstein eines der nächtsliegenden Angriffsziele für die Russen ist scheint hier im sich auflösenden und sich abschaffenden Deutschland ohne Betracht.
    Genießen wir einfach unsere letzten ruhigen Tage.

  • 02.02.2012, 22:12 UhrAnonymer Benutzer: dragao

    Erstaunlich, wie wild westliche Europäer darauf sind, erneut für die Amis ihre Köpfe für östliche Erstschläge herzuhalten.

  • 02.02.2012, 17:50 UhrAnonymer Benutzer: gehtdichnixan

    So ist es eben im besetzten Deutschland, da hat halt die USA das sagen. Unsere Politiker dürfen nur abnicken. Armes Deutschland

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