US-Terrorliste
USA sehen Iran an Spitze der Terror-Staaten

Die US-Regierung wirft dem Iran vor, weltweit zum größten staatlichen Unterstützer von Terrorismus zu gehören. Der Iran sei im vergangenen Jahr „der aktivste Staat geblieben, der Terrorismus unterstützt“ heißt es in dem am Mittwoch vorgestellten Länderbericht Terrorismus 2007 des US-Außenministeriums.

HB WASHINGTON. Die USA haben dem Iran vorgeworfen, weltweit nach wie vor größter Unterstützer des Terrorismus zu sein. Der Iran sei im vergangenen Jahr „der aktivste Staat geblieben, der Terrorismus unterstützt“, heißt es in dem am Mittwoch in Washington veröffentlichten Länderbericht Terrorismus 2007 des US-Außenministeriums. Die Revolutionären Islamischen Garden des Irans seien an der Planung terroristischer Anschläge beteiligt und unterstützten verschiedene Terrororganisationen in der Region wie etwa Hamas und Hisbollah. Neben dem Iran setzten die USA erneut Syrien, den Sudan, Nordkorea und Kuba auf die Liste der Staaten, die Terrorismus unterstützen.

Die Zahl der weltweiten Terroropfer stieg den Angaben zufolge im vergangenen Jahr um fast 2000 auf über 22 600. Allein im Irak kamen dem Bericht zufolge im vergangenen Jahr rund 13 600 Menschen durch Terroranschläge ums Leben. Das seien rund 60 Prozent der weltweiten Opfer. Die Zahl der Terroranschläge im Irak sei dagegen mit 14 000 so gut wie unverändert geblieben. Dagegen habe sich die Lage in Afghanistan verschärft. Dort seien im vergangenen Jahr rund 1 200 Terroranschläge registriert worden, 16 Prozent mehr als im Vorjahr. Dabei seien rund 4600 Menschen durch Terroristen getötet, verletzt oder entführt worden. Treibende Kraft hinter der Gewalt seien die Taliban.

Die gefährlichste Terrororganisation bleibe El Kaida. „El Kaida und die mit ihr verbundenen Netzwerke stellten 2007 weiterhin die größte Bedrohung für die USA und ihre Partner dar“, heißt es in dem Bericht. Ihr Ziel sei es, in den Besitz von Massenvernichtungswaffen zu gelangen. El Kaida sei es gelungen, getötete oder gefangene Kämpfer auf mittlerer Führungsebene zu ersetzen und die „zentrale Kontrolle“ ihrer Führungselite Osama bin Laden und Eiman al-Sawahiri wiederherzustellen.

Zwar sei es den Terroristen weltweit nicht gelungen, im vergangenen Jahr derart raffinierte und tödliche Anschläge wie am 11. September 2001 auszuführen. Dennoch habe es El Kaida geschafft, seine Strukturen wiederherzustellen, vor allem da die Organisation die Stammesgebiete an der pakistanisch-afghanischen Grenze als Rückzugsraum nutzen konnte. Zur Führungsstruktur von El Kaida heißt es: „Obwohl Bin Laden weiterhin der ideologische Kopf blieb, stieg Al-Sawahiri zum strategischen und operationellen Planer auf.

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