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US-Verteidigungsminister: „Iran könnte in einem Jahr Atombombe herstellen“

Binnen eines Jahres könnte Iran laut dem US-Verteidigungsminister Leon Panetta eine Atombombe herstellen. Doch möglicherweise ist die Entscheidung für den Bau einer Bombe in Teheran noch gar nicht gefallen.

US-Verteidigungsminister Leon Panetta bereitet die Lage im Iran Kopfzerbrechen. Quelle: AFP
US-Verteidigungsminister Leon Panetta bereitet die Lage im Iran Kopfzerbrechen. Quelle: AFP

WashingtonDer Iran könnte nach Einschätzung der US-Regierung binnen zwölf Monaten Atomwaffen entwickeln. „Der Konsens ist, dass wenn sie sich dazu entscheiden, sie wahrscheinlich rund ein Jahr brauchen, um eine Bombe herstellen zu können“, sagte US-Verteidigungsminister Leon Panetta dem Fernsehsender CBS. Anschließend würden sie noch ein oder zwei Jahre brauchen, um sie auf einem Trägersystem wie einer Rakete zu installieren. Weitere ein bis zwei Jahre würde es dauern, ein Trägersystem zu herzustellen, um die Waffe einzusetzen.

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Konflikt mit Iran Das iranische Atomprogramm

  • Konflikt mit Iran: Das iranische Atomprogramm
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  • Konflikt mit Iran: Das iranische Atomprogramm

Die Aussagen von Panetta legen nahe, dass er davon ausgeht, dass der Iran noch keine Entscheidung zum Bau einer Bombe getroffen hat. Anfang 2011 waren die 16 US-Nachrichtendienste zu dem Schluss gekommen, dass die iranische Führung in der Frage der Entwicklung einer Atombombe gespaltener Meinung ist. Auch wenn sie ihr umstrittenes Atomprogramm fortführe, habe sie noch keinen Entschluss für den Bau einer Bombe getroffen, hieß es damals in dem gemeinsamen Bericht der Nachrichtendienste.

Panetta betonte erneut, die USA würden es nicht zulassen, dass die iranische Regierung in den Besitz von Atomwaffen gelange. „Wenn sie fortfahren und wir Informationen erhalten, dass sie mit der Entwicklung einer Kernwaffe fortfahren, werden wir alles tun, was nötig ist, um es zu verhindern“, sagte er.

Für die USA und offensichtlich auch für Israel gebe es hier eine rote Linie. Panetta schloss auch ein militärisches Vorgehen nicht aus. „Es gibt keine Optionen, die nicht auf dem Tisch sind“, sagte er.

Die EU-Sanktionen gegen Iran

  • Verbot der Einfuhr von Mineralöl

    Verbot der Einfuhr von Mineralöl spätestens ab 1. Juli. Lieferungen an Italien bleiben erlaubt, weil es sich um Begleichung iranischer Schulden handelt.

  • Einfrieren aller Konten

    Einfrieren aller Konten der iranischen Zentralbank in Europa. „Legitime Geschäfte“ sollen jedoch in Ausnahmefällen „unter dtrikten Kontrollen“ weiter erlaubt sein.

  • Einreiseverbot

    Einreiseverbot für 116 Personen, die das Atomprogramm fördern. Sofern sie Vermögen in der EU haben, wird dieses eingefroren. Gegen 61 Personen gibt es Einreiseverbote wegen der Unterdrückung der Opposition.

  • Handelsverbot

    Ein Verbot, mit 441 meist iranischen Firmen und Organisationen Geschäfte zu machen. Auch deren Vermögenswerte in der EU sind eingefroren. Betroffen sind die Bereiche Bankwesen, Versicherungen, Nukleartechnik, Luftfahrt, Schifffahrt, Elektronik, Chemie, Öl- und Gasförderung.

  • Exportverbote für Ausrüstung und Technologie

    Exportverbot für Ausrüstung und Technologie für die Öl- und Gasförderung, Verbot von Investitionen oder Krediten für diesen Bereich. Verbot von Krediten für die iranische Regierung oder deren Einrichtungen.

  • Exportverbot für Waffen und Telekommunikationsgeräte

    Exportverbot für Waffen, Technologie oder Güter für nukleare Anlagen, Chemikalien, Elektronik, Navigationsgerät sowie bestimmte Telekommunikationsgeräte.

  • Kontrolle aller Geldtransfer

    Kontrolle aller Geldtransfers aus der EU in den Iran. EU-Banken müssen Überweisungen melden und dürfen keine neuen Filialen im Iran eröffnen. Verbot für iranische Banken, Gemeinschaftsunternehmen in der EU zu vereinbaren. Verbot des Handels mit iranischen Anleihen.

  • Verschärfte Kontrolle von Frachtschiffen

    Verschärfte Kontrollen von Fracht auf Schiffen der iranischen Staatsreederei. Verbot von Frachtflügen aus dem Iran in die EU.

Am Sonntag traf eine ranghohe Delegation der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Teheran ein, um eine Reihe offener Fragen im Zusammenhang mit dem iranischen Atomprogramm zu klären. Zudem soll sie während ihres dreitägigen Besuch versuchen, die Gespräche über das Atomprogramm wieder in Gang zu bringen, die seit mehr als einem Jahr auf Eis liegen. Womöglich können die IAEA-Experten auch die neue unterirdische Urananreicherungsanlage Fordo bei der Stadt Ghom besuchen.

  • 09.02.2012, 16:33 Uhrgeorge.orwell

    Widerwärtige KRIEGSPROPAGANDA UND IMPERIALISMUS

    Zum Vergleich:

    "Als Begründung für den Irakkrieg 2003 nannte die angreifende „Koalition der Willigen” unter der Führung der USA vor allem eine angebliche akute Bedrohung durch Massenvernichtungsmittel seitens des irakischen Diktators Saddam Hussein. Diese und weitere Begründungen waren vor dem Irakkrieg stark umstritten.Diesem verweigerte der UN-Sicherheitsrat die Legitimation durch ein UN-Mandat, so dass er völkerrechtlich als illegaler Angriffskrieg gilt. Die genannten Kriegsgründe sind historisch widerlegt und werden oft als absichtliche Irreführung der Weltöffentlichkeit bewertet, da im Irak weder Massenvernichtungsmittel noch Beweise akuter Angriffsabsichten gefunden wurden."

    "Die Untersuchungskommission zu den Anschlägen des 11. September schrieb in ihrem Zwischenbericht vom Juni 2004, dass es keine „glaubwürdigen Belege” dafür gegeben habe, dass die irakische Regierung unter Saddam Hussein mit dem Terrornetz Al-Qaida zusammengearbeitet habe. Die öffentlich verbreitete Regierungsposition führte aber dazu, dass im März 2004 57 % und im August 2004 50 % der US-Amerikaner glaubten, dass der Irak Al-Qaida wesentlich unterstützt habe. Im März 2004 glaubten 60 % und im August 54 %, der Irak habe Massenvernichtungswaffen oder ein Programm zur Erlangung von Massenvernichtungswaffen betrieben.Berichte über angebliche Treffen zwischen Al-Qaida Mitgliedern und Saddam Hussein widerlegte ein Spezialbericht des US-Verteidigungsministeriums vom April 2007 endgültig."

    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Begr%C3%BCndung_f%C3%BCr_den_Irakkrieg

    Aufwachen!!! Wir machen uns alle mitschuldig am Blutvergießen!

  • 30.01.2012, 11:25 UhrAnonymer Benutzer: Dr.We

    Der Iran braucht die Atombombe um sich gegen den US-Terror zu wehren. Erst wenn im Nahen Osten Waffengleichheit herrscht wird das Israel/Palästinenser Problem eine Chance auf Lösung haben.

  • 30.01.2012, 11:04 UhrAnonymer Benutzer: Veritas

    Ölvorkommen irgendwo tief in der Erde, am besten noch tief bedeckt von dickem Eis wie in Alaska, bedeuten noch lange nicht dass dieses Öl zur Verfügung steht bzw. dass es von der Energiebilanz her Sinn macht dieses zu fördern.
    Als Beispiel Alaska: Die eingesetzte Energie für Erschließung, Förderung, Transport, Verarbeitung...des Öls übersteigen bei weitem die durch das geförderte Öl gewonnene Energie. Das ist einfachste Mathematik.

    Es gibt keine Pipelines durch die das Öl in Alaska transportiert werden kann...Die Vorkommen befinden sich unter einer dicken Eissicht die sich täglich bewegt. Ein am Montag gebohrtes Loch ist am Freitag wahrschleinlich nicht mehr an der selben Stelle...

    Jeder sollte sich mit der Peak Oil Theorie auseinandersetzen, dann wird die Problematik deutlich.

    Die USA haben bei weitem kein Öl für mehrere Jahrzehnte!

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