US-Vorwahlen
Cruz gibt auf - Trump und Sanders siegen in Indiana

Ted Cruz beendet seinen Präsidentschafs-Wahlkampf. Damit ist der Weg für Donald Trump als Kandidat der Republikaner frei - in Indiana holt er einen weiteren Sieg. Bernie Sanders gewinnt knappt vor Hillary Clinton.

IndianapolisNach dem Vorwahlsieg von Donald Trump im US-Staat Indiana zieht sich dessen ärgster Rivale Ted Cruz überraschend aus dem Präsidentschaftsrennen zurück. Die Entscheidung zementiert die günstige Ausgangslage für Trump, der in sieben US-Staaten in Folge triumphierte: Dem umstrittenen Quereinsteiger ist die Nominierung zum offiziellen Kandidaten der Republikaner nun kaum mehr zu nehmen.

Trump werde der „voraussichtliche“ Präsidentschaftskandidat der Partei sein, schrieb der Vorsitzende des Republikanischen Nationalkomitees, Reince Priebus, nach der Indiana-Vorwahl auf Twitter. Die Republikaner müssten nun eine Einheit bilden, die sich darauf fokussiere, die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton zu besiegen. Die frühere US-Außenministerin unterlag in Indiana zwar ihrem Kontrahenten Bernie Sanders, liegt im Kampf um die Nominierung der Demokraten aber weiterhin deutlich in Führung.

In Indiana hatte Cruz einen aggressiven Wahlkampf betrieben. Dabei setzte der erzkonservative Senator von Texas vor allem auf die dort äußerst präsenten evangelikalen Christen. Doch Trump ließ Cruz und den abgeschlagenen John Kasich weit hinter sich. Zwar muss der Spitzenreiter noch rund 200 weitere Delegierte gewinnen, um auf die nötige Mehrheit von 1237 für die Kandidatenkür zu kommen. Doch sein Sieg in Indiana - wo er mindestens 45 der 57 verfügbaren Delegierten einsammelte - macht es für Cruz praktisch unmöglich, ihn zu stoppen.

„Ich habe gesagt, dass ich so lange weitermache, wie es einen realistischen Weg zum Sieg gibt“, sagte Cruz am Dienstabend (Ortszeit) vor sichtlich enttäuschten Anhängern in Indianapolis. „Es tut mir leid, heute Abend sagen zu müssen, dass dieser Pfad verschlossen scheint.“

Noch vor Bekanntgabe der Ergebnisse in Indiana hatte Cruz gelobt, bis zu den letzten Vorwahlen im Juni im Rennen zu bleiben. Bis zuletzt hoffte er auf die Möglichkeit, dass Trump die Delegiertenmehrheit noch verfehlen könnte. In diesem Fall käme es beim Parteitag der Republikaner im Juli zu einer Kampfabstimmung zwischen den Bewerbern.

Seite 1:

Cruz gibt auf - Trump und Sanders siegen in Indiana

Seite 2:

Trump würdigt Cruz und teilt gen Clinton aus

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%