US-Vorwahlen
Gingrich will „die Macht des Geldes brechen“

Bei den US-Vorwahlen stehen Kandidat Gingrich harte Monate bevor: Zum einen geht ihm das Geld aus, zum anderen ist ist Rivale Romney bei den nächsten Wahlen klarer Favorit. Doch Gingrich baut auf die „Macht des Volkes“.
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WashingtonNach der krachenden Vorwahlniederlage im bevölkerungsreichen Florida steht Newt Gingrich auf dem Weg zur angestrebten Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner eine lange Durststrecke bevor: Der Februar könnte für den früheren Präsidenten des Repräsentantenhauses der längste Monat des Jahres werden. Dennoch zeigt sich Gingrich entschlossen, den steinreichen Vorwahlgewinner in Florida, Mitt Romney, zu stoppen: „In den nächsten sechs Monaten werden wir mit der Macht des Volkes die Macht des Geldes brechen“, sagte der Erzkonservative mit Blick den alles entscheidenden Nominierungsparteitag im August.

Doch zunächst muss Gingrich die kommenden Wochen überstehen. Zunächst findet die Urwahl in Nevada statt: Hier hat der Mormone Romney gute Chancen, denn viele Wähler sind Glaubensbrüder. Auch bei den anderen Abstimmungen in diesem Monat sieht es nach Meinung vieler Experten nicht gut aus für Gingrich.

Der nächste direkte Schlagabtausch mit Romney vor laufenden Kameras ist erst am 22. Februar geplant. Bis dahin könnte der Spendeneingang für Gingrich versiegen. „Die nächsten drei Wochen droht Gingrichs Wahlkampf das vorzeitige Ende, weil es kaum Gelegenheit zum Geldsammeln gibt und es schwierig wird, Romney zu stoppen“, sagt der republikanische Berater Matt Mackowiak voraus.

Doch Totgesagte leben länger.

Und Gingrich hat sich schon nach zwei heftigen Niederlagen wieder aufgerappelt: So gewann er mit Unterstützung der ultrakonservativen Tea-Party-Bewegung die Vorwahl in South Carolina und war zeitweilig Spitzenreiter im republikanischen Kandidatenquartett. Gingrich könne auch längere schwierige Phasen überstehen, sagt sein früherer Berater Rich Galen.

So gab sich Gingrich nach der verlorenen Wahl in Florida siegesgewiss und setzt vor allem auf die konservativen Südstaaten, die am 6. März entscheiden. Er will am „Super-Dienstag“ vor allem in seinem Heimatstaat Georgia gewinnen, dann Tennessee und Oklahoma holen und schließlich eine Woche später Siege in Alabama sowie Mississippi einfahren.

Um die Nominierung auf dem Parteitag zu erreichen, muss ein Kandidat mindestens 1144 Delegiertenstimmen auf sich vereinigen. Seit Florida ist Romney mit bislang 71 Stimmen Spitzenreiter vor Gingrich, der sich auf 23 Delegierte stützen kann.

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