
New YorkDie Frage der jungen Frau mit dem spanischen Akzent ist einfach und präzise: „Was wollen Sie mit jenen Einwanderern machen, die keine Greencard haben, aber als produktive Mitglieder der Gesellschaft hier leben?“ Die Antworten, die US-Präsident Barack Obama und sein republikanischer Herausforderer Mitt Romney für die noch unentschlossene Wählerin parat hatten, sind das nicht.
Zum ersten Mal müssen Romney und Obama im direkten Vergleich für ihre Einwanderungspolitik werben. Doch die hitzigen Aussagen der Spitzenpolitiker während des Fernsehduells in der vergangenen Woche zeigen: Beide Parteien müssen nacharbeiten.
„Romney sagte in den Vorwahlen, er wolle Selbstdeportationen fördern - also das Leben hier so schwierig machen, dass Leute gehen“, wettert Obama und kritisiert den Widerstand von Romneys Partei gegen einen Gesetzentwurf, der es jungen illegalen Einwanderern ermöglicht hätte, im Land zu bleiben.
Romney dagegen wirft dem demokratischen Präsidenten vor, er habe den Millionen von illegalen Einwanderern bei seinem Amtsantritt vor vier Jahren zu viel versprochen. Die von Obama angekündigte umfassende Reform der Einwanderungsgesetze ist ausgeblieben. „Aber ich werde das schaffen“, versichert Romney vor 65 Millionen Fernsehzuschauern. „Gleich im ersten Jahr.“
Schon seit mehr als zehn Jahren stockt die Einwanderungsreform in Washington. Und immer hakt es an einer zentralen Frage: Was macht das Land mit den rund zwölf Millionen Menschen - überwiegend Latinos -, die illegal ins Land gekommen sind?
Obamas Demokraten neigen zu einer liberaleren Politik, die den Einwanderern Wege zu einer amerikanischen Staatsbürgerschaft eröffnet. Republikaner sind für einen radikaleren Umgang mit Illegalen bekannt. Doch lange können sich die Parteien nicht mehr um eine Reform drücken. Das wissen auch Obama und Romney.

die Wahlzettel, sind hier in Kalifornien, in Spanisch geschrieben. Auf der anderen Seite in Englisch. Das sagt wohl Alles?!.
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