Expertenrat: Gut zuhören, Mr. President!

Expertenrat
Gut zuhören, Mr. President!

Ökonomen und Außenpolitiker haben für Handelsblatt Online ihre Erwartungen an Barack Obama formuliert. Der alte und neue Präsident soll nicht nur den Budgetstreit schlichten, sondern sich auch mehr um Israel kümmern.
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DüsseldorfWenn sich Barack Obama am Tag seiner Wiederwahl über eines nicht beschweren darf, dann über einen Mangel an guten oder zumindest gut gemeinten Ratschlägen. Typischerweise wurden diese an nette Glückwunschsalven angehängt. So lautete der Textbausatz für Staatsoberhäupter aus aller Welt: „Lieber Barack, wir gratulieren herzlich, freuen uns riesig – und erwarten von Dir nun folgendes...“

Diese Fürsorge der Politiker kommt nicht von ungefähr. Schließlich muss Obama nach wochenlangem Wahlkampfgezerre schleunigst wieder das politische Handeln in den Mittelpunkt rücken. Herausforderungen auf der To-do-Liste des US-Präsident gibt es genügend: Innenpolitisch drohen automatische Steuererhöhungen und drastische Ausgabenkürzungen. Er muss Amerika hinter sich versammeln, damit der Staat nicht ungebremst über diese Fiskalklippe stürzt und sich schon bald in einer neuen Rezession wiederfindet. Außenpolitisch gibt es reichlich Brandherde auf allen Kontinenten.

Was sie vom neuen und alten Präsidenten der Vereinigten Staaten erwarten, haben zwei Ökonomen und zwei Außenpolitiker in Gastbeiträgen für Handelsblatt-Online aufgeschrieben: Klaus F. Zimmermann, Direktor des Bonner Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA), Michael Hüther, Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln (IW), Philipp Mißfelder, außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sowie Omid Nouripour, außenpolitischer Sprecher der Grünen.

Kommentare zu " Expertenrat: Gut zuhören, Mr. President!"

Alle Kommentare
  • INHALTLICHE ZENSUR MIT EINEM VERWEIS AUF SACHLICHKEIT PASST SO GUT IN UNSERE MEDIENLANDSCHAFT HEUTE! BESONDERS WENN ES DARUM GEHT, DEN VERBRECHERSTAAT ISRAEL ZU VERTEIDIGEN!

  • "Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. "
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    Es scheint so, daß JEDE kritische Auseinandersetzung mit Israel per definitionem unsachlich ist, weil politisch inkorrekt. Schließlich ist die Unantastbarkeit Israels ja deutsche Staatsraison.
    Das Ausmaß der Zensur hier nimmt allmählich sehr bedenkliche Ausmaße an. NICHTS von dem, was ich schrieb, war unsachlich und alles beruht auf harten Fakten, die tagtäglich nachlesbar sind, wenn man mal statt der deutschen, politisch korrekten Quellen, objektive, internationale Quellen zurate zieht.

    Ich bin echt verärgert und erwarte, daß Sie mein im GG verankerten Recht auf freie Meinungsäußerung (vor allen Dingen, wennTatsachen dahinterstecken) respektieren und den Beitrag wiederherstellen!

  • Ja, ja, was er alles können,tun und wem er zuhören soll.
    Schade, dass die Rige der alten weißen Männer nicht in der Lage dazu ist, dem Volk zuzuhören und es zu respektieren. Sich eine Niederlage einzugestehen kann ein Beweis wahrer Größe sein. Wahlergebnisse zurück zu halten und sie zu manipulieren ist vielleicht nicht ganz so edel, aber man muss nicht hinnehmen, dass die eigenen politischen Ziele, auch wenn diese nicht dem Willen der Wähler entsprechen, nicht mehr durchgesetzt werden. Und das kennt man doch von den reichen, weißen, alten Kapitalisten.
    Nach den Gesetzen, denen unsere Welt unterworfen ist, und damit meine ich nicht diese, die diese Herren zu ihrem Vorteil durchboxen, werde sie jedoch ihren Preis dafür zu zahlen haben. Oder ihre Kinder.
    Nicht nur Amerika, die ganze Welt braucht eine ehrliche, intelligente Regierung, die endlich mal unabhängig werden muss von reichen alten weißen Männern mit gestörter Sexualität und einer Affinität zur Lüge um sich Vorteile zu erschleichen.

  • Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Mehr um Israel kümmern?
    Wieviel denn noch? Andere haben in dieser Region auch Rechte.
    Religionsfreiheit und Achtung vor allen Religionen, Verachtung von Fanatikern und radikalen Bauernfängern ist notwendig, und keine Kriegstreiberei aus einem Geschichtsanspruch heraus.
    Es beten Juden, Christen und Muslime den gleichen Gott an, also sollte es doch wohl zu vermitteln sein, das mit Waffengewalt kein Staat zu machen ist.

  • Mißfelder:"„Für viele Menschen in Israel hat sich Obama in den vergangenen vier Jahren nicht deutlich genug hinter das Land gestellt. Dabei haben die USA genauso wie Deutschland ein fundamentales Interesse am Wohlergehen Israels, der modernsten Demokratie im Nahen Osten."

    Obama steht deutlich genug hinter Israel, aber was kann er darüberhinaus tun ?
    Fakt ist : Das Palästinaproblem wäre eventuell lösbar, wenn den Palästinensern die israelische Staatsbürgerschaft verliehen und die Palästinensergebiete (Gaza, Westjordanland) dem israelischen Staatsgebiet angegliedert würden. In diesem (dann islamischen) Staat würden die Juden aber eine Minderheit sein. Die orthodoxen Juden hätten, da sie auf den messianischen Staat Israel warten, mit dieser Lösung kein Problem ------ aber !!
    Israel und der gesamte Nahe Osten werden den "Westen" in den nächsten Jahren absehbar noch sehr intensiv beschäftigen und zu einem lavieren zwischen den Interessen Israels und den islamischen Staaten zwingen.
    Eine klare Parteinahme des Westens zugunsten Israels ist nur in einem Fall denkbar : Der offenen bewaffneten Agression gegen den Staat Israel !!

  • Herr Missfelder ist doch nur das Sprachrohr der Kanzlerin.
    Um Israel kümmern ? Warum nicht auch um die Palästinenser ?
    Und was ist mit den mehr als 2000 Wohnungen, die in Ostjerusalem gebaut werden sollen ?

  • Herr Mißfelder muss mal wieder wafeln. :-) Vielleicht sollte er es einmal mit ehrlicher Arbeit versuchen, in der Politik ist er so überflüssig wie ein Kropf. Das gerade er meint Obama Ratschläge erteilen zu müssen ist einfach nur lächerlich.

    In Punkto Außenpolitik sollte er vlt. auch einmal nachsitzen. Die derzeitige isr. Regierung ist eine der gr. Kriegstreiber im Nahen Osten. Obama handelt hier völlig richtig. Nicht das Schwert bringt den Sieg sondern die Feder.

    Vlt. zeigt die dt. Regierung einmal die gleichen Reaktionen wie die USA derzeit was den "Beistand" von Kriegstreibern betrifft. Wir sind Israel gar nichts mehr schuldig und schon gar keinen immerwährenden Beistand wenn diese Regierung dort den Nahen Osten mit Waffen bedroht.

    Das Problem Iran muss gelöst werden (ohne Krieg), ohne Frage nur Obama hat in seinem eigenen Land derzeit genug zu tun. Das Land ist zerrissen und liegt wirtschaftlich am Boden. Hier gilt es derzeit erst einmal dem eigenen Land zu helfen. Man kann ihm nur alles Gute wünschen.

  • Obama muss sich unbedingt mehr um Israel kümmern, seit dem Nationalisten Netanjahu hat sich Israel zu einem Kriegstreiber und Kriegsverbrecherstaat entwickelt. Die Palästinenser werden ausgelöscht und wir schweigen.
    Gerade Deutschland ist Verpflichtet auf jedes Kriegs- und Menschenrechtsverbrechen hinzuweisen, denn unsere Geschichte hat gezeigt wozu stillschweigen führt.

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