Geithner-Nachfolger
Obama sucht den Super-Finanzminister

US-Präsident Barack Obama steht vor gewaltigen Aufgaben. Dafür braucht er gutes Personal – und auf einigen Schlüsselpositionen stehen bald Wechsel an. Allen voran im Finanzministerium.
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New YorkDie Siegesfeier noch in den Knochen, kehrte Barack Obama am Mittwochnachmittag ins Weiße Haus zurück. „Wir haben noch mehr Arbeit vor uns“, hatte der frisch wiedergewählte US-Präsident am Abend seiner Rede angekündigt. Er sei nun „entschlossener und inspirierter als je zuvor“, die Aufgaben anzupacken, versprach Obama.

Davon gibt es eine ganze Menge. Eines der drängendsten Probleme liegt auf dem Gebiet der Wirtschaft: Die Staatschulden sind mit inzwischen mehr als 16 Billionen Dollar ausgeufert, und zum Jahreswechsel drohen automatisch auslaufende Steuervergünstigungen und gleichzeit empfindliche Kürzungen im Haushalt. Wenn sich der Demokrat Obama und die mächtigen Republikaner im Kongress nicht rechtzeitig einigen, werden die USA über diese so genannte „Fiskalklippe“ („discal cliff“) stürzen – mir schweren Folgen für den noch zarten Aufschwung.

Für Mammutaufgaben wie diese braucht Obama gutes Personal – und in der zweiten Amtszeit des Präsidenten stehen auf Schlüsselpositionen Veränderungen an. Eine der wichtigsten Positionen wird gleich neben dem Weißen Haus in der Pennsylvania Avenue in Washington frei: die Leitung des Finanzministeriums. Timothy Geithner hat angekündigt, für eine zweite Amtszeit nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Ausgerechnet inmitten des Streits um den Haushalt muss Obama auf eine wichtige Stütze verzichten, weshalb sich Obama nicht viel Zeit lassen wird. „Das erste ist das Finanzministerium“, sagte Ex-Stabschef Bill Daley. „Das muss vor allem anderen geklärt werden“.

Als Kandidat für die Nachfolge Geithners gilt Obamas aktueller Stabschef Jack Lew. Er kennt sich aus mit der Materie, war er doch bereits unter Bill Clinton als Direktor für die Aufstellung des Haushaltes verantwortlich. Doch als einer der engsten Mitarbeiter Obamas kann Lew nur schwer gleichzeitig für Überparteilichkeit stehen – eine Eigenschaft, die angesichts der Mehrheitsverhältnisse wichtig ist.

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  • Der wiedergewählte Obama, der angeblich so viel tun hat, ist schon wieder auf völlig unwichtigen Reisen.

    Zuhause friert dem Komsumenten des amerikanischen Traums der Allerwerteste ab und der Commander reist schon wieder in warme Gebiete, wo es im Gegensatz zu Gods own Country überall Strom gibt.

    Sein Finanzminister Geithner und andere haben die Schnauze voll und hauen in den Sack.

    Geithner wird wieder da hingehen, wo er herkommt, zu den Finanz-Capones, um wieder, nach eigenen Worten, gut Geld zu verdienen.

    In diesem Land, wo es nur noch den "1%" gut geht, sind also weitere 4 Jahre Obama-Stagnation zu erwarten.

  • Es wird wohl ein mosaisch Auserwählter - Bei den horrenden Kosten gerade dieser Wahl, schuldet man dieses Opfer sowohl den Demokraten als auch den Republikaner - Wenn man sich denn der Wähler-Lobby beider Seiten bewusst ist!

  • Wie wär es, wenn er Madoff begnadigen und dann berufen würde.

    Der beherrscht das PONZI-System perfekt

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