Nach der US-Wahl
Obama reicht den Republikanern die Hand

Ende eines harten Wahlkampfes: Barack Obama triumphiert und bekommt eine zweite Amtszeit als US-Präsident. Er will mit seinen Gegnern zusammenzuarbeiten und verspricht: „Die besten Zeiten liegen noch vor uns.“
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WashingtonEs war das erste Zeichen vom alten und neuen Präsidenten in der Wahlnacht. Die großen Fernsehsender NBC und Fox hatten ihm grade die entscheidenden Staaten zugeschlagen. Da meldet sich Obama über den Kurznachrichtendienst Twitter. „Vier weitere Jahre“, schreibt er und fügt ein Foto hinzu, das ihn selbst in einer innigen Umarmung mit seiner Frau Michelle zeigt.

Innerhalb weniger Stunden wurde das Bild Hunderttausende Male geteilt - ein Rekord. Erst knapp drei Stunden später, zeigt sich Obama gegen halb 2 Uhr morgens vor den feiernden Anhängern in seinem Hauptquartier in Chicago. „Wir haben hart gekämpft“, ruft der neue alte US-Präsident unter Jubel, „aber nur, weil uns dieses Land so wichtig ist“.

Am Ende eines spannenden Wahlabends steht nun ein Ergebnis, das so klar ist, wie es wohl die wenigsten erwartet hätten. Zwar wurde in der Nacht noch immer gezählt, aber man kann bereits festhalten: Mindestens 303 Wahlmänner-Stimmen, deutlich mehr als die 270 benötigten, konnte Obama einsammeln. Sein Konkurrent Mitt Romney kam nur auf 206 Stimmen. Das kann er nicht mehr aufholen.

Dabei war das Rennen bis zuletzt denkbar knapp. Ein Sieg Romneys wäre ebenso möglich gewesen wie ein Patt und wochenlanges Nachzählen. Doch der Demokrat Obama gewann überraschend in fast allen umkämpften „Swing States“, bei denen nicht vorher klar gewesen war, für wen sich die Bürger dort entscheiden würden.

Nur im Bundesstaat Florida ist die Auszahlung der Wählerstimmen zu einer Hängepartie geworden. Noch immer steht nicht abschließend fest, ob die 29 Wahlmännerstimmen an Barack Obama oder Wahlverlierer Mitt Romney gehen. Laut Berichten von US-Fernsehsendern lag der Demokrat Obama in Florida mit äußerst knappem Vorsprung vor dem Republikaner Romney. Doch für den Ausgang der Wahl war das Kopf-an-Kopf-Rennen in dem umkämpften „Battleground-State“ nicht mehr entscheidend.

„Ich habe für das Amt kandidiert, weil ich besorgt um Amerika bin“, sagte Romney schließlich am Abend in seinem Hauptquartier in Boston vor Obamas Auftritt und räumte seine Niederlage ein. Er zeigte sich als fairer Verlierer: „Ich bete für den Erfolg des Präsidenten bei der Führung unserer Nation“, sagte der Republikaner.

Mit Dienstagabend endet nun auch ein quälend langer, zum Ende hin zunehmend schmutziger gewordener Wahlkampf. Mehr als drei Milliarden Dollar – so viel wie nie zuvor – hatten die Kandidaten und ihre Unterstützer ausgegeben, um ihre Botschaft zu verkaufen und die jeweils andere Seite schlecht aussehen zu lassen.

Kommentare zu " Nach der US-Wahl: Obama reicht den Republikanern die Hand"

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  • Das Wahlergebnis ist ein offener Schlag ins Gesicht der korrupten Bankindustrie, den Romneys Hauptgeldgebern wie JP Morgans und Credit Suisse. Ausserdem wurde der Einfluss der christlichen Extremisten auf die politische Entwicklung verhindert. Es reicht, dass die beiden Gruppen im Repräsitanten Haus noch soviel Einfluss haben.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Zu tun obigen Kommentar kann ich leider nur sagen Vergess es.
    Es sind immer die selben ,die Ihre "Meinung" zum Besten geben.
    Etwas Positives habe ich nicht gehoert.
    Aber die deutschen "Oberlehrer" wissen ja alles viel besser und werden die Welt noch retten.

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