US-Wahl 2012

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Swingstate Colorado: Der Kampf um Denvers Frauen

Denvers Wirtschaft brummt. Die Stadt lockt IT-Firmen und damit junge Leute an, von denen viele Demokraten sind. Das ist im Wahlkampf ein Vorteil für Obama. Doch auch Romney hat Chancen - wenn er die Frauen überzeugt.

Obama auf Stimmenfang: Der US-Präsident kann positive Nachrichten gebrauchen. Quelle: Reuters
Obama auf Stimmenfang: Der US-Präsident kann positive Nachrichten gebrauchen. Quelle: Reuters

DenverBrady Becker und Martin May sitzen auf der großen Ledercouch in ihrem Büro und besprechen die nächsten Schritte. Es geht um „Forkly“, ihre App, und um Wege, damit Geld zu verdienen. „In einem Jahr“, sagt May, „könnten wir profitabel sein.“
May trägt Jeans und Turnschuhe, sein Partner ein rot-kariertes Flanellhemd. Sie sehen aus wie die typischen Start-up-Unternehmer aus dem Silicon Valley. Doch sie sitzen nicht in Amerikas IT-Metropole an der Westküste, sondern im mittleren Westen, im bergigen Denver. „Wir haben uns bewusst gegen das Silicon Valley entschieden. Hier ist die Lebensqualität so viel höher, und wir können uns hier besser auf unsere Projekte konzentrieren“, sagt Becker und streift mit seinem Blick einmal durch das lichtdurchflutete Büro mit den freigelegten Ziegelsteinwänden und den vielen Apple-Rechnern.

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Infografik Zehn Schritte zum US-Präsidenten

Am 27. August küren die Republikaner ihren Herausforderer für US-Präsident Obama. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg für die Kandidaten. Klicken Sie auf die Fußstapfen, um sich die Schritte anzusehen.

Infografik: Zehn Schritte zum US-Präsidenten

Die Gründer des interaktiven Restaurantführers sind nicht allein. Die Hauptstadt des Bundesstaats Colorado zieht derzeit so viele App-Entwickler an wie keine zweite in den USA. Wegen ihrer Lage in den Rocky Mountains hat Denver den Spitznamen „Silicon Mountain“ bekommen. Der Silikonberg ist Teil eines kleinen Wirtschaftswunders, das kurz vor dem ersten Fernsehduell zwischen US-Präsident Barack Obama und seinem Herausforderer Mitt Romney ungewöhnlich viel Aufmerksamkeit bekommt.

Tom Clark hat alle Statistiken parat. „Seit 2010 haben 26 Unternehmen ihre Firmenzentralen in die Region um Denver verlagert. Und 120 Unternehmen haben Vergrößerungen angekündigt“, sagt der Chef der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Metro Denver. Die Stadt gehört zu den drei Metropolregionen, die im vergangenen Jahr die meisten Arbeitsplätze geschaffen haben. Vor allem für junge Leute ist Denver ein Magnet. „In der Rezession sind die meisten 25- bis 34-Jährigen aus dem ganzen Land nach Denver gezogen“, sagt Clark. Die einst etwas verschlafene Metropole hat das deutlich belebt.

Etappen im Duell Obama/Romney

Das gute wirtschaftliche Klima der Stadt könnte vor allem US-Präsident Obama helfen. Denver wird von einem Bürgermeister regiert, der wie Obama zur Demokratischen Partei gehört. Auch der Gouverneur von Colorado ist ein Demokrat - ein wichtiges Signal an Republikaner, die den Präsidenten immer wieder für die schwache wirtschaftliche Erholung und die hohe Arbeitslosigkeit im Land verantwortlich machen.

„Wir haben das hier mit dem gleichen Prinzip geschafft, das auch Obama immer wieder durchsetzen wollte“, sagt Bürgermeister Michael Hancock. „In der Rezession sind wir in große Projekte investiert. So haben wir es geschafft, Arbeitsplätze zu erhalten und den Bausektor zu stimulieren.“

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