TV-Debatte der Vize-Kandidaten
Warten auf das große Comeback

Hat tatsächlich ein einziges TV-Duell den US-Wahlkampf gedreht? Noch liegt Obama vorn, doch Romney holt durch sein neues Image als Gewinner mächtig auf. Nun liegt es an Vizepräsident Biden: Er muss Romneys Lauf stoppen.
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New YorkGing es um die Bedeutung von TV-Debatten im Kampf ums Weiße Haus, galten lange vor allem zwei Weisheiten. Erstens, die Duelle zwischen den Präsidentschaftskandidaten können ein Rennen nur selten drehen. Und zweitens, erst recht keine Rolle spielt der Schlagabtausch zwischen den Bewerbern um das Amt des Vizepräsidenten.

Der Wahlkampf 2012 allerdings will sich an diese Gesetze nicht so recht halten. Beim Duell der Spitzenkandidaten am Mittwoch vergangener Woche war es Herausforderer Mitt Romney gelungen, innerhalb von nur 90 Minuten das gesamte Rennen auf den Kopf zu stellen. Plötzlich sieht der Kandidat, der die Wochen davor eher durch den Wahlkampf gestolpert war und fast schon Mitleid erregte, wie ein Gewinner aus.

Heute Abend nun treffen sich Vizepräsident Joe Biden und Paul Ryan, sein Herausforderer für das Amt, zum Schlagabtausch vor einem Millionenpublikum. Und selten war eine solche Veranstaltung so potenziell bedeutsam. In diesem knappen Rennen können vermeintlich nebensächliche Dinge wie ein Auftritt im Fernsehen oder unbedachte Äußerungen schnell große Wirkung entfalten.

Das zeigt die vergangene Woche. Nach der erfolgreichen Debatte holte Romney in den Umfragen derart schnell auf, dass Präsident Barack Obama nun um seinen fast schon sicher geglaubten Sieg zittern muss. Zwar führt Obama in den meisten Befragungen noch immer hauchdünn oder es gibt einen Patt. Doch Romney hat das, was die Amerikaner „Momentum“ nennen: neuen Schwung. Ein Schwung, der ihn am Ende bis ins Weiße Haus tragen könnte.

Bei den Wählern in den unentschlossenen Swing States, bei der entscheidenden Zielgruppe Frauen, selbst beim Faktor Sympathie – fast überall hat Romney in den vergangenen Tagen zugelegt. Der Schwung gibt ihm Selbstvertrauen und lässt Spender, die Republikanische Partei und vor allem die Wahlhelfer-Truppen wieder hoffen, dass sich ihr Einsatz am Ende auszahlt. Dagegen umgibt Obama dieser Tage eine Aura des Verlierers, sehr zum Frust seiner Anhänger und Helfer. Das kann entscheidend sein bei den unabhängigen, moderaten Wählern, die am Ende den Ausschlag geben.

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Romneys neues Gewinner-Image

Kommentare zu " TV-Debatte der Vize-Kandidaten: Warten auf das große Comeback "

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  • Sie sind wahrscheinlich auch ein Anhänger der "Yes we can" Clan, (eine Sekte, die 100% Schwarze haben muß, aber auch eine Sekte, die min. 25% der weißen Menschen der USA ebenfalls beeinflussen muß..

  • Mein lieber Nils ,so ganz schnell holt der Mitt doch nicht auf.
    Vieleicht steckt hinter Ihrem Artikel ein Wunschgedanke.
    Sie muessten eigentlicg wissen,dass in den USofA immer gehypt wird,koste es was es wolle.
    Ihr Artikel suggeriert,dass Obama auf der Verliererstrasse ist.
    Das sagen die Jungs von Fox News und andere Dreckspatzen.
    Bitte auch mal Dan Balz in der Post und nicht nur Charles Krauthammer lesen.
    Aber die Post und die Times sind ja alles linke Kampfpresse , NPR oder Channel13 gar nicht zu nennen.
    Die Presse moechte das Rennen natuerlich spannend halten ,also wird Stellumg bezogen.
    Am Electionday Nov 06 werden wir weiter sehen.
    Wir bleiben auf alle Faelle auf und hoeren was der Waehler ,sowie Bob Schiefer ,David Brooks und Scott zu berichten haben.


  • +++ Beitrag von der Redaktion editiert +++

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