US-Wahl 2012

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TV-Debatte: Mitt Romneys (letzte) große Chance

TV-Debatten haben zwar selten ein Präsidentschafts-Rennen entschieden. Das Duell gegen Obama könnte für den abgeschlagenen Herausforderer Romney dennoch der Beginn eines Comebacks werden. Warum Romney im Vorteil ist.

Mitt Romney, der Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner. Quelle: dapd
Mitt Romney, der Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner. Quelle: dapd

New YorkFür Mitt Romney lief der Wahlkampf in den vergangenen Wochen schlecht bis katastrophal. Nach vielen Pannen und schwachen Auftritten liegt der republikanische Präsidentschaftskandidat in den meisten Umfragen hinter US-Präsident Barack Obama – in den wichtigen Battleground States, bei Sympathiewerten, inzwischen sogar bei der Wirtschaftskompetenz. Kein Wunder, dass die große Mehrheit der Amerikaner erwartet, den hölzernen Romney beim morgigen TV-Duell in Denver gegen den rethorisch geschickten Obama untergehen zu sehen.

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So könnte die Geschichte laufen. Die tragische Geschichte eines schwachen Kandidaten, der sich selbst ein Bein stellte und am Ende einen sicher geglaubten Wahlsieg vermasselte.

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Sie könnte aber auch ganz anders gehen: Der Mittwochabend, wenn die beiden Konkurrenten erstmals öffentlich aufeinander treffen, könnte der Beginn einer spannenden Comeback-Geschichte werden. Die Voraussetzungen für Romney sind günstig: Wenn die meisten ohnehin erwarten, er werde im Duell untergehen, reicht schon eine mäßige Leistung, um als Sieger dazustehen.

Entsprechend versuchte Romney, die Erwartungen an den Auftritt herunterzuspielen. „Es geht nicht so sehr ums Gewinnen oder Verlieren oder gar um die Personen“, sagte der Republikaner am Montagabend bei einem Wahlkampfauftritt in Denver. „Es geht um etwas Größeres“. Er freue sich, so Romney in bester Wahlkampf-Rhetorik, die Amerikaner direkt ansprechen zu können. Auch Obama, der um den strategischen Nachteil der Favoritenrolle natürlich weiß, dämpfte die Hoffnungen seiner Anhänger: Seine Fähigkeiten zu debattieren seien allenfalls „okay“, sagte der Präsident.

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Der Countdown zur Präsidentschaftswahl am 6. November in den USA läuft. Das Handelsblatt Online Special bietet aktuelle Analysen, Reportagen, Blogs, Twitter-Nachrichten und Infografiken zum Rennen um das Weiße Haus.

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Auch wenn eine TV-Debatte selten Präsidentschaftswahlkämpfe entschieden hat, so ist das erste von drei Duellen am Mittwoch Romneys große Chance, das Ruder noch herumzureißen und den Medien den Anfang einer Comeback-Story zu liefern. Dabei kommt es sicher auf die Inhalte an, bei einem Medienpektakel mit 4000 Journalisten und erwarteten 60 Millionen Fernsehzuschauern aber mindestens genauso auf die Performance.

  • 03.10.2012, 11:03 UhrSayTheTruth

    Ja, Obama hofft auf viele Stimmen der "Illegalen" und der Süd-Amerikaner. Den Ausweis vorzeigen ist ja Schikane, klar doch. Mitt Romney for President. "Obama-health-care" zu Lasten der tax-payer und auf "Pump" sind gekaufte Wähler-Stimmen. Teure Wahlversprechen sollten verboten werden.

  • 03.10.2012, 10:23 Uhrami

    wenn alle Stricke reißen, zeiht Obama den Superjoker und läßt die militärischen Muskeln spielen. Ob Mali, Libyen, Syrien oder Iran: Ziele gibt es genug, die Vorbereitungen sind getroffen, er muß nur auf den Knopf drücken. Dazu live Bilder auf CNN und eine große Rede an die Nation, die auf allen networks übertragen wird. Sogar Fox würde euphorisch berichten. Obama wäre nicht der erste Präsident, der seine Wiederwahl durch außenpolitischen Radau absichert.

  • 03.10.2012, 07:21 Uhrldv

    Unsinn.

    Das die finanziellen Mittel fliessen ist nicht erstaunlich da viele Amerikaner von Obama's sozio-oekonomischer Umverteilung und anderem sozialistischen Handeln die Nase voll haben. Romney's finanzielle Unterstuetzung hat also mehr mit Obama als Romney zu tun.

    Abgeschlagen ist Romney ebenfalls nicht. Die meisten "Polls" sind 47/47 oder 47/48. Bedenkt man das in letzter Zeit alle Umfragen vor Wahlen sich nachtraeglich als voellig falsch herausgestellt haben kann bestenfalls nur von einem knappen Wahlausgang geredet werden.

    "Donald Reagan"...? Ronald Reagan! Aber Donald Duck und Roland McDonald. Ja ja, ist schon schwer die alle auseinender zuhalten. Nur weil alle aus Amerika kommen muessen die aber dann doch nicht verwechselt werden.

    Lehrer und Schiefer waren politisch noch nie neutral. Und ihre Arbeitgeber ebenfalls nicht. Warum sollten sie das jetzt ploetzlich sein? Da muss Romney aber durch. Die meiste (nicht alle) Presse in den USA ist eben nunmal sehr links lehnend. Das kann fuer Romney nichts Neues sein. Darauf muss er sich nun mal von vorher einstellen.

    Die Nachrichtensender am Donnerstag werden genau so unausgegoren berichten wie bisher auch. Nicht wahr liebes Handelsblatt? ;)

    "....,der Wahlkampf geht aber weiter". Na ja, wenigstens haben Sie damit Recht.

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