US-Wahl 2012

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TV-Duell: Mitt Romney redet Barack Obama an die Wand

Nettigkeiten gab es nur am Rande: Rauflustig nahm Mitt Romney Barack Obamas Bilanz beim TV-Duell auseinander, während der Präsident nicht viel zu entgegnen hatte. Der Abend könnte für Romney das Comeback einläuten.

New YorkDie Debatte lief ungefähr 20 Minuten, als sich in Mitt Romneys Gesicht etwas veränderte. Das Verkrampfte vom Anfang, das Nussknackerhafte, das aufgesetzte Lächeln, es war auf einmal verschwunden. Stattdessen nickte der Kandidat stumm und grinste wissend, wenn Barack Obama das Wort hatte. Ein Grinsen, das ausstrahlte: Ich bin besser. Ich werde das heute Abend hier gewinnen.

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Auch Obamas Gestus veränderte sich. Jovial und selbstbewusst war der Präsident in die Debatte gestartet, doch nach und nach verdüsterte sich sein Gesicht. Er blickte oft auf sein Pult, wenn Romney sprach, gab hin und wieder unwirsche Antworten und vergaß beinahe für den Rest der Zeit zu lächeln. Er wirkte, als hätte er überhaupt keine Lust auf diese Debatte.

TV-Duelle So haben sich die US-Kandidaten geschlagen

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Wer gedacht hatte, der Charismatiker Obama würde den hölzernen Romney an diesem Abend an die Wand reden, wurde eines besseren belehrt. Die erste TV-Debatte zwischen dem Präsidenten und seinem republikanischen Herausforderer hatte einen klaren Sieger und der heißt Romney.

Hart gingen sich die Kontrahenten in einer Aula der Universität von Denver an. Sie stritten detailreich über die Jobkrise, das hohe Staatsdefizit, die Gesundheitsreform oder die Rolle des Staates. Und je länger die Debatte dauerte, desto auffälliger wurde die Rollenverteilung: Auf der linken Seite ein angriffslustiger Romney, bewaffnet mit allen nötigen Zahlen und Statistiken und einer wachsenden Rauflust. Rechts daneben ein oft müde wirkender Obama in der Defensive, der seine Bilanz verteidigen musste.

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"Die Spritpreise haben sich unter dem Präsidenten verdoppelt. Strompreise sind rauf. Lebensmittelpreise sind rauf“, war eine der vielen Salven, die Romney abfeuerte. „Wir haben 23 Millionen Menschen, die keinen Job haben oder aufgegeben haben, einen zu suchen“, lautete eine weitere. „Mit dem Status Quo weiter zu machen wird den Leuten, die heute zu kämpfen haben, nicht helfen“.

Angesichts der vielen Attacken war Obama meist gezwungen, die kostbare Redezeit darauf zu verwenden, die Vorwürfe geradezurücken. Seine Kritik an Romney, etwa dass er die Steuern für Reiche senken wolle auf Kosten der Mittelschicht und dadurch obendrein noch das Defizit aufblähe, parierte der Gegner gekonnt. Romney behauptete einfach, Obama sage die Unwahrheit. Der Präsident hatte dem dann nichts mehr entgegenzusetzen.

  • 04.10.2012, 17:04 Uhrhagadi

    Da kann Romney so viel und so gut quatschen wie er will.
    Von seiner einmal bekannt gewordenen negativen Gesinnung gegenüber dem weniger betuchten amerikanischen Volk kann er sich niemals mehr reinwaschen. Das gesprochene Wort kann man nicht zurückholen. Da es weniger Millionäre als einfache Normalverdiener in den USA gibt, sollte der Wahlausgang eigentlich klar sein. Was bedeutet es schon, wenn er Obamas Bilanz auseinandernimmt. Gar nichts, denn er selber kann überhaupt keine Bilanz vorweisen. Und vor einer Wahl kann jeder reden wie ein Weltmeister, was er alles besser machen will aber noch lange nicht kann. Aber mit der Gesinnung die Mick Romney an den Tag legt sollte man eigentlich nichts Positives für Amerika erwarten. Laßt ihn einfach weiter reden bis zum Wahltag und ignoriert ihn dann.

  • 04.10.2012, 15:17 UhrCasmaron

    Ganz einfach, der Hass auf Israel und die USA. Die Menschen in diesen Regionen sind arm und ohne Perspektive, wenn ein dummer Film ausreicht um soviel Hass zu entfesseln, was löst dann ein solcher Angriff aus?

  • 04.10.2012, 14:41 UhrBrasil

    Wie kann man den Plan der finanzoligarchen ignorieren? Obama hat es versucht, ihnen zu gefallen, doch die Bevoelkerung ist nicht zu retten, von Keinem!
    Da muss dann schon ein neuer Mann her, um genau diese Tatsache noch ein paar Monate zu vertuschen und den alternativlosen Crash noch etwas hinauszuzoegern! Schliesslich sind die realen Assets noch nicht gegen die bunten Dollarzettel, die immer mehr werden, bei Weitem noch nicht eingesammelt. das braucht noch Zeit und diese Zeit verschafft ein neuer Mann!

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