US-Wahl

Investoren hoffen auf ein Ende der Blockade

Steigende Kurse gleich gute Stimmung gleich Wiederwahl: Glaubt man Statistikern, wird Präsident Obama die Wahl gewinnen. Doch letztlich ist den Märkten das egal – Hauptsache, das größte Problem wird endlich angepackt.
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Anhänger von US-Präsident Barack Obama. Quelle: AFP

Anhänger von US-Präsident Barack Obama.

(Foto: AFP)

New YorkOhio, Wisconsin, Colorado – in einer letzten Kraftanstrengung durchkreuzen Präsident Barack Obama und Herausforderer Mitt Romney die umkämpften unentschlossenen „Swing States“. Aus Florida berichten entnervte Wähler, sie hätten alle halbe Stunde mindestens einmal Kontakt mit den Kampagnen – per E-Mail, als Anruf oder per Werbespot.

Jeder Wähler zählt, die Wahl ist so knapp wie selten. Unmöglich, aus den Umfragen herauszulesen, wer am Dienstag wahrscheinlich gewinnen wird. Wer es doch wissen will, konsultiert am besten eine Glaskugel. Oder die Börsen.

Denn hier gibt es gute Nachrichten für Obama, glaubt man einer Studie des Think Tanks Socionomic Institute und der Unis Emory und Cambridge. Demnach wurden in der Vergangenheit meist jene Präsidenten wiedergewählt, in deren Amtszeit die Aktienmärkte zugelegt hatten. Umgekehrt hatten jene Kandidaten schlechte Karten, in deren letzten drei Jahren im Weißen Haus die Kurse gefallen waren. Somit müsste Obama gewinnen: Zwischen Oktober 2009 und Oktober 2012 ist der Dow Jones um 34,8 Prozent gestiegen.

„Der beste Indikator für die Wiederwahlchancen, den wir finden konnten, ist der prozentuale Anstieg der Aktienmärkte“, sagte Deepak Goel vom Socionomic Institute und einer der Autoren der Studie, dem TV-Sender NBC. So sei etwa der Demokrat Bill Clinton 1996 mit deutlicher Mehrheit wiedergewählt worden – der Dow legte in Clintons Amtszeit um knapp 63,8 Prozent zu.

Umgekehrt wurde Herbert Hoover von der Republikanischen Partei im Jahr 1932 förmlich aus dem Amt gejagt. Bilanz des wichtigsten Aktienindex: minus 77,3 Prozent. Es gehe darum, „wie sich die Leute fühlen“, so Co-Autor Robert Prechter, und die Aktienmärkte gäben die Stimmung im Land wieder.

Angst vor der „Fiskalklippe“
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8 Kommentare zu "US-Wahl: Investoren hoffen auf ein Ende der Blockade"

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  • "Steigende Kurse gleich gute Stimmung gleich Wiederwahl"

    Für welche Wähler sollen steigende Börsenkurse denn eine wahlentscheidende Rolle spielen? Vor dem Schreiben bitte mal nachdenken.

  • Amerika kommt schneller aus der Krise als Europa/Deutschland!

    ...egal wer Präsident wird

    Wetten?

    Warum?

    Es liegt an der Mentalität.

    Während sich die Amis grundsätzlich lösungsorientiert und POSITIV nach Vorne orientieren, "gries grämt" der Deutsche mit dem NEGATIVEN!

  • So ist es wohl.

    Kranke Geldvermehrung löst für die Gier-Gestörten scheinbar alle Probleme.

    Man bekommt gar das Gefühl, dass sie selbst bei einem weltweitem atomaren Vernichtungskrieg glauben, diesen mit ihrer Gelddruckerei bekämpfen zu können.

    Alles wird mit nur diesem Argument schön geredet.
    Blinde Gier hoch 9!!!

  • Im Gegensatz zum US-$ haben wir mit dem € keine Weltleitwährung.

    Deswegen können die Amis zurzeit noch soviel Geld drucken, wie sie wollen.

    Keiner weiß ja auch genau, wieviel Quadrillionen Dollars im Umlauf sind.

    Wenn die Dollar-Vermögensbesitzer das wüßten, würden sie genau das tun, was die schlauen Chinesen zur Zeit machen:

    Sie investieren weltweit in Marktführer-Unternehmen, kaufen Produktionsstätten von seltenen Erden und anderen teuren Rohstoffen etc. und bezahlen alles mit ihren viel zu hohen Dollar-Reserven.

    Der dumme Ami dagegen führt teure, verlustreiche und erfolglose Kriege. Deswegen hat er ja so hohe Schulden und muß ständig neues Geld drucken.

    Die dummen Deutschen dagegen haften mit 27% an den 10 Billionen Euroschulden.

    Fragt sich jetzt, wer die größeren Idioten sind.

  • Alle hoffen auf die Beendigung der Blockade.
    Was meinen denn "alle"?
    Sollen zu den schon vorhandenen 16 Billionen $ Schulden endlich wieder neue dazukommen?
    Ist es das, was die "Märkte" erwarten?
    QE 3-10?
    Mein Gott, was für ein krankes System!
    Genauso wie im EURO-Land.

  • Das alles ist doch an Scheinheiligkeit und Dummheit nicht mehr zu übertreffen. Die USA sind längst komplett Pleite und haben teilweise Zustände wie sie nicht mal in Griechenland herrschen. Mit einem kleinen Unterschied zu Griechenland, verarschen die USa den kompletten Erdball noch mit der Streuuung Ihrer wertlosen Dollars.

    Ich empfehle jedem mal zu googln und die US Geldmengenvermehrung anzuschauen seit 2007. Wer diese Statistik erst mal gesehen hat, der wird nicht nur staunen sondern sich fragen wie das möglich ist und einen Shock bekommen.

    In Kombination mit den Aktienmärkten und diesem idiotischen Präsidentengetue der ohnehin nichts beeinflusst und es völlig egal ist wer dort gewinnt, setzt das allem noch die Krone auf. Das ist als würden sich die Griechen jetzt Gedanken darüber machen ob es nicht besser wäre Alice im Wunderland um Rettung ihres Landes anzubeten.

    Aber was sage ich da...in Deutschland glaubt man unter der Parteiendiktatur CDUSPDGRRÜNEFDP schliesslich auch, man würde wählen gehen.

  • Eklatante Begriffsverwirrung!

    Der "Investor" investiert selbst; der "Investor" wartet nicht darauf, dass andere investieren.
    Es ist der "Anleger", der darauf wartet, dass andere investieren und riskieren, damit er davon profitieren kann.

  • Die Börse ist eine Sache. Die Zahl der Arbeitslosen eine andere. Da hat bisher jeder Präsident verloren, der die Zahlen vorwies, die Obama hat. Alles also offen

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