Buchmacher
Wetten auf Hillary, Donald oder doch Hediddodinthe

Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, den USA, ist das Wetten auf Wahlen verboten. Das Geschäft damit wird auf der britischen Insel gemacht. Die Buchmacher erwarten einen Clinton–Sieg – die Wetter interessiert Trump.

LondonPferderennen und Fußball, das erste Wort des königlichen Nachwuchses und das Wetter an Weihnachten – auf der Insel wird auf alles Geld gesetzt. Derzeit sind Wetten auf den nächsten US-Präsident besonders populär.

Ja, vor ein paar Tagen habe er kurz überlegt, ob er ein paar Pfund auf Donald Trump setzen und hoffen soll, dass er der nächste US-Präsident werde. „Ich hab es mir aber wieder anders überlegt“, sagt Jon, ein Londoner Hotelmitarbeiter, Mitte 50, der vor seinem Dienstantritt an diesem grauen Freitag kurz in ein Wettbüro reinspringt. „Am Ende hätte die Welt mit ihm als Präsident mehr zu verlieren als zu gewinnen.“ Diese Aussicht habe ihn abgehalten. „Ich setz‘ mein Geld derzeit lieber auf Hediddodinthe.“ Oder auf „Warren My Boy“. „Beide Pferde sind noch nicht so richtig erfolgreich“, räumt Jon ein, „aber das wird schon.“

Jon schwimmt damit gegen den Strom – nicht nur bei der Wahl seiner Pferde, sondern auch mit der Entscheidung, auf keinen der US-Präsidentschaftskandidaten Geld zu setzen. Denn dies gehört laut dem Wettportal Oddschecker.com in diesen Tagen zu den beliebten Wetten auf der Insel. Der mögliche Gewinn ist derzeit höher, wenn man sich für Trump entscheidet. Die Quote lautet 3/1. Wer ein Pfund auf ihn setzt, kann drei Pfund Reingewinn einstreichen. Das geht aus einer Auswertung verschiedener Wettseiten hervor, die Oddschecker.com vorgenommen hat.

Bei Clinton lautet die Quote dagegen 7/19. Wer also auf die demokratische Kandidatin 19 Pfund wettet, kommt mit einem Reingewinn von sieben Pfund raus.

Das Glückspiel gehört zu Großbritannien dazu wie die Queen, Big Ben und der Afternoon Tea. Es gibt auf der Insel kaum etwas, auf das man nicht eine Wette abschließen könnte – etwa das erste Wort, das der königliche Nachwuchs von sich geben wird, ob es am ersten Weihnachtstag schneien oder die nächste Oskar-Gewinnerin bei der Preisverleihung weinen wird. Die US-Präsidentschaftswahlen dürfen da nicht fehlen.

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Die Chancen beim Pferderennen „sind viel besser“

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