China reagiert verärgert
„Wir müssen Druck auf Trump ausüben“

Der designierte US-Präsident kritisiert in einem Interview die „Ein-China-Politik“, in Peking kommt das schlecht an. Ein außenpolitischer Experte bezeichnet Trump als diplomatisch „unreif“. China zeigt sich besorgt.
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New York / WashingtonChina hat den gewählten US-Präsidenten Donald Trump vor einer Verschlechterung der Beziehungen beider Länder gewarnt. Trumps Aussagen vom Wochenende zur Außenpolitik gegenüber der Volksrepublik und Taiwan seien Anlass zu „ernster Sorge“ und könnten die Beziehungen zwischen den USA und China negativ beeinflussen, sagte der Sprecher des Pekinger Außenministeriums, Geng Shuang, am Montag. Die sogenannte Ein-China-Politik sei die politische Grundlage des Verhältnisses zwischen Peking und Washington.

Ein außenpolitischer Experte aus China beschrieb den neu gewählten US-Präsidenten als diplomatisch „unreif“: „Deswegen müssen wir ihm klar machen, wie ernst das Problem ist und Druck auf ihn ausüben“, sagte Li Haidong, Professor an der Universität für auswärtige Angelegenheiten in Peking der staatlichen Zeitung „Global Times“ vom Montag. Die Taiwanfrage sei nicht verhandelbar.

In einem Interview mit „Fox News“ hatte Trump am Vortag gesagt, er verstehe die langjährige US-Position - wonach Peking als alleinige Regierung eines Chinas anerkannt wird - voll und ganz. „Aber ich verstehe nicht, warum wir an eine „Ein-China-Politik“ gebunden sein müssen, solange wir nicht einen Deal mit China über andere Dinge haben, darunter den Handel.“ Zuvor hatte bereits sein Telefonat mit Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen für Wirbel gesorgt. Es war das erste eines neu gewählten US-Präsidenten seit 1979.

Der CDU-Politiker Norbert Röttgen hat die künftige US-Regierung vor einer Belastung der Beziehungen zu China gewarnt. „Wer öffentlich Forderungen an China stellt und damit Gesichtsverlust von China verlangt, wird nicht nur nichts, sondern das Gegenteil, nämlich eine Verhärtung der chinesischen Position erreichen“, sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses der Nachrichtenagentur Reuters am Montag. „Weil die USA und China umfassend aufeinander angewiesen sind, wäre das von Nachteil für beide Seiten, und auch Europa könnte sich den negativen Rückwirkungen nicht entziehen“, warnte der CDU-Außenpolitiker.

Die kommunistische Führung betrachtet Taiwan seit 1949 nur als abtrünnige Provinz und droht mit einer gewaltsamen Rückeroberung. Nach ihrer Ein-China-Politik gehört Taiwan als untrennbarer Teil zu China. Als Folge fordert Peking, dass kein Land diplomatische und andere offizielle Beziehungen zu der heute demokratischen Inselrepublik unterhalten darf, wenn es ein normales Verhältnis mit der kommunistischen Volksrepublik pflegen will.

„Als Unternehmer denkt er, es sei ganz normal, Geschäfte zu machen, aber er begreift nicht, dass die Taiwanfrage kein Geschäft für China ist“, sagte Professor Li Haidong über Trump. „Die Taiwanfrage ist nicht verhandelbar.“ Er beschrieb den künftigen US-Präsidenten als „Neuling im Umgang mit Fragen der diplomatischen und internationalen Beziehungen“. Seine Kenntnis davon sei nur „sehr oberflächlich“. „Deswegen hat er die Nerven, zu sagen, was immer er will.“

Wie Druck ausgeübt werden soll, sagte der Professor nicht, hob aber hervor: „Wir sollten dafür sorgen, dass er die Bedeutung und Komplexität der chinesisch-amerikanischen Beziehungen versteht und verhindern, dass er von einigen konservativen Kräften manipuliert wird.“ Er hielt es aber auch für verfrüht, zu dem Schluss zu kommen, dass Trump wirklich einen Plan hat, die Ein-China-Politik in Frage zu stellen, in dem er solche Äußerungen macht.

Der künftige US-Präsident hatte in dem Interview auch seine Kritik an Peking bekräftigt. Er warf China unter anderem vor, eine „Festung“ auf umstrittenen Inseln im Südchinesischen Meer zu bauen und nicht dabei zu helfen, Nordkoreas nukleare Ambitionen zu stoppen. Erneut kritisierte er auch Pekings Währungspolitik und betonte, er lasse sich von Peking nicht vorschreiben, mit wem er telefonieren dürfe.

China hatte sich nach seinem Telefonat mit Taiwans Präsidentin beschwert. „Ich will nicht, dass China mir etwas vorschreibt“, sagte Trump. Im Übrigen sei er angerufen worden, nicht umgekehrt. Es sei „ein sehr netter Anruf“ gewesen. Bereits zuvor hatte das Trump-Team mitgeteilt, dass sich Tsai Ing-wen gemeldet habe, um ihm zur Wahl zu gratulieren. „Ich denke, es wäre nicht sehr respektvoll gewesen, den Anruf nicht entgegenzunehmen“, sagte Trump.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Trump ist für uns Investoren , das bedeutet Arbeit, Wohlstand für die Mittelschicht in den USA. Gas, Kohle, Öl und die Produktion von Strom, Koks und Stahl als Grundlage für die Industie und Bauwirtschaft. Anders als das arme Europa mit seinen EU-Räten, die den Leuten jede Chance auf ein gutes Leben nehmen.
    Her mit den amerikanischen Aktien und Dividenden, weg mit den EU-Räten

  • Trump ist ein starker Präsident für das US Volk. Trump treibt die Pflöcke rein, an denen sich die USA wieder aufrichten kann.
    Er will die Macht wieder in die USA zurückholen. Und dazu MUSS er China die Grenzen aufzeigen und einen anderen Kurs einschlagen.
    Trump macht das, was er machen muss. Damit die USA wieder "Great again" sagen kann.
    Bravo...weiter so!

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. http://www.handelsblatt.com/netiquette 

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