Clinton-Rede zur Nominierung
Hillarys historischer Tag – mit halbgarer Rede

Monoton, zu wenig emotional, langweilig: Hillary Clintons Rede auf dem Parteitag dem Nominierungsparteitag wird wohl nicht in die Geschichte eingehen. Trotz ausgelassener Partystimmung verstummen die Kritiker nicht.
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PhiladelphiaKaum, dass der Goldregen verglüht ist und die Luftballons zu Boden gerauscht sind, melden sich im Fernsehen die ersten Nörgler zur Wort. Naja, bemerken sie, ein Meisterwerk sei die Rede nicht gewesen. Die Darbietung etwas monoton, zu wenig emotional. Hillary Clinton sei eben kein Obama.

Die Demokraten feiern trotzdem. Ausgelassen, erleichtert, hoffnungsfroh. Sie haben Geschichte geschrieben. Nachdem sie 2008 mit Barack Obama den ersten Afroamerikaner ins Weiße Haus schickten, wollen sie nun die erste Frau zur Präsidentin machen. Um 22:45 Uhr sagt Clinton in der Wells Fargo Arena von Philadelphia den Satz: „Mit Demut und grenzenloser Zuversicht nehme ich eure Nominierung an.“

Ja, die Clintons Parteitagsrede hinterlässt keine Fragmente für die Ewigkeit, aber sie erfüllt ihren Zweck. Die Demokraten präsentiert sie als die Partei der Patrioten, der Toleranz und des Optimismus, während ihr Rivale Donald Trump die Republikaner in eine Partei der Angst und der Agitation verwandelt hat.

Clinton zitiert Franklin Roosevelt: „Das einzige, was wir fürchten müssen, ist die Furcht selbst.“ Sie beruft sich auf Jackie Kennedy, als sie sagt, dass „in Krisenzeiten ein Krieg nicht von großen Männern mit Selbstkontrolle und Beherrschung, sondern von kleinen Männern ausgelöst werden könnte, von jenen, die erfüllt sind von Angst und Stolz“. Und dann greift sie Trump mit ihren eigenen Worten an: „Einen Mann, den man mit einem Tweet provozieren kann, darf man keine Nuklearwaffen anvertrauen.“ Das ist der Satz, der von allen, die sie an diesem Abend sagt, wohl am längsten nachklingen wird.

Aber nicht nur mit ihrem Gegner setzt sich Clinton auseinander, auch mit den Spannungen in ihrer eigenen Partei. Trotz bestem Bemühen der Parteitagsregie, trotz tausender Amerika-Fähnchen und Hillary-Schilder, traten in Philadelphia die offenen Wunden des Vorwahlkampfs zu Tage. Viele Anhänger des sozialistischen Senators Bernie Sanders können sich mit ihrer Spitzenkandidatin nicht anfreunden. Ihnen versichert Clinton: „Euer Kampf ist unser Kampf.“ Sie verspricht, sich für die gleichen Ziele einzusetzen: Ein schuldenfreies Collegestudium will sie einführen und den Einfluss von Großspendern auf die Politik beschneiden.

Auf einmal ist die eigentlich gemäßigte Clinton vom linksprogressiven Bernie Sanders kaum noch zu unterscheiden. Sie sagt: „Die Mittelschicht ist nicht gewachsen, wie sie sollte, weil unsere Demokratie nicht so funktioniert, wie sie sollte.“ Sie mahnt: „Zu viele Träume sterben auf dem Parkplatz von Banken.“ Und sie kündigt an: „Wall Street, Konzerne und die Superreichen werden ihren angemessene Steueranteil zahlen.“

Doch die Sanders-Fans bleiben misstrauisch, einige halten gelbe Schilder hoch. „Walk the walk“, steht darauf. „Wir werden dich an deinen Taten messen.“ Damit deuten sie auf Clintons größte Schwäche hin. Clinton gilt als Vertreterin des Status quo, als Kandidatin des Establishments. Doch sie muss sich in einem Wahljahr behaupten, in dem den Wähler die Lust nach Rebellion steht.

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Clinton sieht ihr Land am Scheideweg,

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  • Vorsicht, deutsche Autobauer stellen auch in USA her. Die Verbindung GM/Opel funktioniert auch nicht so schlecht... und da war noch Ford. Die Autoindustrie ist da ein schlechtes Beispiel, aber insgesamt haben die USA ihre ganzen produzierenden Arbeitsplätze nach China exportiert. War die Idee derselben Jung, die auch ihr eigenes Bankensystem in den Graben gefahren haben...

  • Frau Hillary will dass Herr Trump in Amerika seine Ware herstellen lässt ?

    WARUM KAUFT DIE USA SO VIELE AUTOS IN GERMANY und nicht in dem USA die Amerikanische Marken Herr OBAMA ???



  • Genau, auch darauf kommt es im Zweifelsfalle auch an! Ein gewisses Charisma ist für einen Regierungschef auch wichtig, besonders dann wenn er der (eigenen) Bevölkerung Lasten aufbürdet und will das die mitzieht! Darauf kommt es also an!

    Und wieso lesen Sie denn nicht über zwei Absätze? Ist das so schwierig? Bitten Sie doch das Handelsblatt Ihre eigenen Kommentare zu löschen. Auch das wäre ein Schritt nach vorne.


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