Clintons E-Mail-Affäre
Trump holt in Umfragen leicht auf

Die Aufregung im politischen Amerika ist wegen des Aufflammens der E-Mail-Affäre von Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton groß. Die Umfragewerte zeigen, dass ihr Rivale davon aber nur etwas zu profitieren scheint.

WashingtonEine Woche vor der Präsidentschaftswahl in den USA ist das Rennen um das Weiße Haus nicht wirklich entschieden – der Umfragevorsprung der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton schmilzt leicht. Grund: Die politischen Nachrichten in den USA kennen im Wahlkampf fast kein anderes Thema mehr als die E-Mail-Affäre Clintons. Die Demokratin verliert wegen der Schlagzeilen zumindest in einigen Umfragen etwas an Boden auf den republikanischen Herausforderer Donald Trump.

Neueste Meinungsumfragen vom Montag sehen Hillary Clinton nun nur noch mit ein bis zwei Prozentpunkten vorne. Trump konnte auch in einigen wichtigen Bundesstaaten wie Florida aufholen, beziehungsweise seine Führung ausbauen, wie etwa in Ohio. Clinton führt jedoch noch immer deutlich, wenn es um die Zählung der Wahlmänner geht. Um dies zu verändern, müsste Trump einen weiteren wichtigen Swing State drehen, etwa Pennsylvania oder North Carolina.

Statistiken zu frühen Wahlabstimmungen in North Carolina, Nevada und Florida zeigen aber, dass sich wohl keine demokratischen Unterstützer wegen der E-Mail-Berichte davon abbringen ließen, bereits ihre Stimme abzugeben, so Michael McDonald von der University of Florida. „Ich sehe keinen negativen Effekt“, so McDonald.

Bereits am Samstag hatten mehr als 90 Prozent der wahrscheinlich zur Wahl gehenden Amerikaner davon gehört, dass FBI-Direktor James Comey Ende vergangener Woche in einem Brief an Mitglieder des US-Kongresses berichtet, dass in einem Ermittlungsverfahren gegen den ehemaligen Kongressabgeordneten Anthony Wiener neue E-Mails mit „sachdienlichen“ Informationen zu Hillary Clinton aufgetaucht zu seien. Die Bundespolizei FBI hatte im Juli eigentlich ein Verfahren gegen Clinton für beendet erklärt, wonach es kein strafbares Vergehen der Ex-Außenministerin beim Umgang mit dienstlichen E-Mails gegeben habe.

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Trump muss vor allen Dingen in 13 heftig zwischen Demokraten und Republikanern umkämpften Staaten punkten, um als Sieger aus der Wahl hervorgehen zu können. Eine am Montag veröffentlichte Umfrage des Senders CBS zeigt jedoch, dass nur wenige der bislang auf Clinton festgelegten Wähler in diesen Staaten wegen der neuen, alten Affäre eventuell nicht für sie stimmen könnten. Unter den Unterstützern der Demokraten sagten fünf Prozent, dass die Wahrscheinlichkeit abgenommen habe, für Clinton zu stimmen. Doch 13 Prozent sagten sogar, jetzt noch entschlossener darin zu sein, für Clinton zu stimmen.

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