Clintons Vize
Kaine flirtet mit den Republikanern

Der demokratische US-Vizepräsidentschaftskandidat Tim Kaine macht den Republikanern Hoffnung, dass auch sie von einem Wahlsieg Hillary Clintons profitieren könnten – und winkt mit möglichen Posten.

BostonDer demokratische US-Vizepräsidentschaftskandidat Tim Kaine hat im Falle eines Wahlsiegs im November eine Zusammenarbeit mit Republikanern in Aussicht gestellt. Er und Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hätten bereits darüber gesprochen, wie die Nation geheilt werden solle, sollten beide gewinnen, erklärte Kaine am Samstag in einem Interview der Nachrichtenagentur AP. Er verwies auf die Möglichkeit, Republikaner in die Regierung zu holen.

„Wir haben diese Kampagne nicht als Kampagne gegen die Republikanische Partei (...) betrieben“, sagte Kaine. „Wir haben sie gegen Donald Trump betrieben.“ Er prognostizierte, dass er und Clinton „viele republikanische Stimmen“ auf sich vereinen würden.

Als Vizepräsident würde er gerne eine zentrale Rolle dabei spielen, Beziehungen zwischen der US-Regierung und Bürgermeistern und Gouverneuren aufzubauen, erklärte Kaine. Der Politiker war Bürgermeister von Richmond und Gouverneur des US-Staats Virginia, ehe er 2012 einen Sitz im Senat gewann. Er wolle auch dabei helfen, die US-Politik in Latein- und Südamerika zu formen.

Kaine sagte, er mache sich keine Sorgen, dass er in einer Clinton-Regierung keine Stimme haben könnte. Er rechne damit, ein wichtiger Berater bei den schwierigsten Themen zu sein, sollte Clinton die Wahl gewinnen. Er glaube, dass die Demokratin ihn als Vizepräsidentschaftskandidat langjährigen Vertrauten vorgezogen habe, weil er kein Mitglied des inneren Zirkels von früher sei, sagte Kaine.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur
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