Cruz schlägt Trump
Ted wer?

Er nennt Notenbanker „Philosophenkönige“, fordert den Goldstandard zurück und hat das Kräftemessen der Republikaner in Iowa für sich entschieden: Senator Ted Cruz feilt am Image des radikalen Unruhestifters. Ein Porträt.
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Des Moines, WashingtonDer texanische Senator Ted Cruz gilt bei Parteikollegen als „wacko bird“ , als „durchgeknallter Vogel“. In normalen Zeiten hätte der erzkonservative Präsidentschaftskandidat der Republikaner keine Aussicht, Abstimmungen zu gewinnen. Doch dieser US-Präsidentschaftskampf ist nicht normal, er ist so populistisch wie nie zuvor.

So spricht sich der 45-jährige Star des rechten Tea-Party-Flügels für eine Rückkehr zum Goldstandard aus, also die Bindung der Währung an die vorhandenen Goldreserven. Notenbanker bezeichnet der Jurist als „Philosophenkönige“, die „versuchen zu erraten, was mit unserer Wirtschaft geschieht“, dabei „ständig falsch“ lägen und Spekulationsblasen aufpumpten.

Cruz entschied am Montagabend überraschend die erste Vorwahl der Republikaner in Iowa für sich. Der Senator aus Texas holte nach Auszählung fast aller Stimmbezirke in dem ländlichen Bundesstaat im Mittleren Westen knapp 28 Prozent. Donald Trump, den letzte Umfragen vorne gesehen hatten, kam demnach auf gut 24 Prozent.

„Lass mich euch sagen: Ich kann es nicht erwarten, auf einer Bühne mit Hillary Clinton zu stehen und zu debattieren“, twitterte der 45-Jährige nach seinem Sieg. „Wir werden gewinnen, indem wir die Wahrheit aussprechen“, fügte Cruz hinzu, der sich selbst als „Freiheitskämpfer“ bezeichnet. Seine Kampagne sei von Anfang eine Bewegung für Amerikaner gewesen, „die sich gegen das Desaster des Washingtoner Kartells“ stelle.

Zum Sieg in Iowa trugen den Senator von Texas die große Unterstützung evangelikaler und konservativer Wähler. Bei einer Wahlkampfparty in Des Moines brachen seine Anhänger nach Bekanntgabe der Ergebnisse in Jubel aus. „Wir wollen Ted“, skandierte die Menge.

Kommentare zu " Cruz schlägt Trump: Ted wer?"

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  • tu unfeliix america......wird bald endgültig zum schurkenstaat ,wo das böse wohnt?

  • @ Herr Dieter Kühne
    >> wer bitte hat irgendeinem Flüchtling das versprochen was Sie hier schreiben >>

    Das hat man den Flüchtlingen nicht versprochen, das hat man zu ihren Gunsten sogar praktiziert !

    Bis Ende 2014 hat Deutschland 110. 000 Syrer aus den Lagern in der Türkei, Libanon und Jordanien nach Deutschland geholt und einquartiert :

    - mit Haus ( bzw. Wohnung ), Harz4, Begrüßungsgeld, Rundumversorgung.

    Diese Flüchtlinge haben auch schnell ihre Lage ( Paradies auf Erden ) in die Zeltlager der Länder weitergegen. Dazu hatten sie die neuesten Smartphones, Tablets, Notebooks mit kostenlosen WiFi-Anschlüssen.

    Im Juli 2015 hatte Merkel eine Werbe-tour auf dem Balkan und hat um Fachkräfte geworben. Natürlich mit Bitte um Umsiedlung nach Deutschland, bei bester Rundumversorgung.

    Es ist alles richtig, was H. Hofmann zur Situation geschildert hat.

    Leider Gottes gibt es immer wieder solche propagandistischen Fälscher, die versuchen die Realität ideologisch zu unterwandern.

    Dazu zählt auch ihr Beitrag, der argumentsarm um die Ecke daher kommt.

    Billige Polemik.

  • H.Hofman, wer bitte hat irgendeinem Flüchtling das versprochen was Sie hier schreiben ?
    Wann endlich begreifen die Menschen, das nicht alles was im Netz zu lesen ist, auch wirklich den Tatsachen entspricht.
    Wahrheit ist immer nur das, was ich selber gern glauben möchte und in meine Weltanschauung passt.
    Es ist in den letzten Monaten schon so viel Schwachsinn im Netz zu lesen gewesen gewesen, das einem die Haare zu berge stehen.
    Noch nie war es so leicht nicht selbständig denkende Menschen zu manipulieren wie heute.

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