Deutschland blickt auf die USA
Rechenspiele bei Donuts und Popcorn

Die US-Präsidentschaftswahl fasziniert nicht nur die US-Amerikaner - auch viele Deutsche wollen wissen, ob Hillary Clinton oder Donald Trump das Rennen macht. Ein Blick auf die nächtlichen Wahlpartys in der Republik.

Berlin / StuttgartAm Eingang grüßen Hillary Clinton und Donald Trump als Pappfiguren, alles ist in Rot-Blau-Weiß getaucht und für Hungrige stehen Hamburger, Donuts und Popcorn bereit. So oder ähnlich fieberten Tausende auf Wahlpartys in Deutschland dem Ausgang der US-Präsidentschaftswahl entgegen.

In Berlin waren die Sympathien klar verteilt: Auf der Party der Bertelsmann-Repräsentanz waren Anstecker mit den Gesichtern der Demokratin Clinton und ihres Vize-Kandidaten Tim Kaine deutlich häufiger zu sehen als jene des republikanischen Kontrahenten Donald Trump.

Mehr als 700 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft waren der Einladung der Nachrichtensender CNN und n-tv sowie des Magazins „Stern“ gefolgt, um das Finale der US-Wahlen live mitzuerleben. Zu den geladenen Gästen gehörten unter anderem Grünen-Chef Cem Özdemir, die Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt sowie US-Botschafter John B. Emerson. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil redete mit Blick auf Trump Klartext: „Es ist ein verheerendes Zeichen, wenn jemand mit einer solchen Strategie der Spaltung, Polarisierung und der Demütigung ganzer Wählerschichten Erfolg hat.“

Wenige Stunden vor den ersten Hochrechnungen in der Nacht zu Mittwoch hatten sich auch im Südwesten der Republik Hunderte Menschen versammelt, um den Ausgang der US-Präsidentschaftswahl zu verfolgen. In Stuttgart kamen rund 400 Gäste schon früh am Abend zusammen, um mit Podiumsdiskussionen und amerikanischem Essen die Wahlnacht einzuläuten.

Auch zu Wahlpartys in Tübingen, Freiburg und Heidelberg hatten sich jeweils mehrere hundert Interessierte angemeldet. Laut Statistik leben in Baden-Württemberg 16.600 US-Amerikaner und zusätzlich – nach Schätzungen der Landeszentrale für politische Bildung – rund 20 000 Menschen, die zu den US-Streitkräften und deren Familien gehören.

Bei der Wahlparty des amerikanischen Konsulats, des Amerikazentrums und der Bucerius Law School in Hamburg herrschte großer Andrang. Generalkonsul Richard T. Yoneoka eröffnete die Feier im Auditorium der Universität. Zu einer Einschätzung des Wahlergebnisses wollte er sich dabei nicht hinreißen lassen: „Es ist für mich gegen das US-Gesetz einen Kandidaten zu bevorzugen. Und ich werde heute Abend nicht das Gesetz brechen.“

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Rechenspiele bei Donuts und Popcorn

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Hillary Clinton bekommt den meisten Zuspruch

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