Donald Trump Der Patriot und seine Wahlkampfmützen

„Make America Great Again“, heißt es auf den Kappen der Anhänger von Donald Trump. Das steht auch für die Forderung, von US-Herstellern zu kaufen. Ob die Mützen wirklich „Made in America“ sind, ist jedoch zweifelhaft.
Sind Donalds Trumps Wahlkampfmützen tatsächlich „Made in America“? Imitate aus China sind bei seinen Fans so oder so beliebter. Quelle: AP
„Make America Great Again“

Sind Donalds Trumps Wahlkampfmützen tatsächlich „Made in America“? Imitate aus China sind bei seinen Fans so oder so beliebter.

(Foto: AP)

WashingtonDas Motto seines Wahlkampfs hat Donald Trump auf tausende Baseball-Caps sticken lassen: „Make America Great Again“ – mit ihm als Präsidenten sollen die USA zu alter Größe zurückfinden. Um dies zu erreichen, will er die Unternehmen des Landes dazu bringen, auf heimische Produktion statt auf billige Importe zu setzen.

Natürlich hat der republikanische Präsidentschaftskandidat stolz versichert, seine Wahlkampf-Caps seien „Made in America“. Eine Stichprobe der Nachrichtenagentur AP lässt daran jedoch zweifeln. Die besagten Mützen werden zwar in einer Fabrik in der Nähe von Los Angeles zusammengenäht. Aber in mindestens einem von fünf Fällen entsprach der Stoff nicht von der vom Hersteller angegebenen, US-typischen Art. Das ergab eine Mikroskop-Analyse unter Einbindung eines externen Experten.

Zwei Mitarbeiter des Herstellers Cali-Fame bestätigten zudem, dass nicht nur Stoffe, sondern auch Schirme und Versteifungsstreben aus dem Ausland eingeführt worden seien. Der Fabrik-Leiter Brian Kennedy dementierte diese Aussagen zwar, verweigerte jedoch eine Erklärung zu den offensichtlichen Widersprüchen. „Ich verwende keine importierten Materialien“, sagte Kennedy der AP. „Wir spielen nach den Regeln.“

Diese Regeln sind streng: Mit dem Label „Made in America“ darf nur dann geworben werden, wenn alle wesentlichen Bestandteile eines Produktes aus den USA stammen und auch alle vorgelagerten Herstellungsprozesse auf amerikanischem Boden stattfinden. So schreibt es die Federal Trade Commission vor, die in den USA für den Wettbewerbs- und Verbraucherschutz zuständig ist.

Wie die Präsidentschafts-Bewerber protzen und pöbeln
Der republikanische Bewerber Donald Trump
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„Ich brauche kein Geld von irgendeinem. Ich brauche die Lobbyisten nicht, Ich brauche die Spender nicht. Das ist mir egal. Ich bin wirklich reich.“

(der Multimilliardär zu seinen Wahlkampfausgaben)

Der republikanische Bewerber John Kasich
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„Es ist Zeit, dass wir den Russen eins auf die Nase hauen.“

Der republikanische Bewerber Donald Trump
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„Wenn Mexiko seine Leute schickt, schicken sie nicht ihre besten... Sie schicken Leute, die eine Menge Probleme haben, und sie bringen die Probleme zu uns. Sie bringen Drogen. Sie bringen Verbrechen. Sie sind Vergewaltiger. Und manche, nehme ich an, sind gute Leute.“

(über die mexikanischen Immigranten)

Der republikanische Bewerber Donald Trump
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„Wir müssen mit dem Bau einer Mauer anfangen. Einer großen, schönen, mächtigen Mauer... Keiner baut Mauern besser als ich, glaubt mir... Sie kann ein Tor haben, sie kann eine Tür haben. Wir lassen Leute legal hinein. Mexiko muss für die Mauer bezahlen.“

(Trump-Äußerungen zu seinem Plan, eine Mauer an der Grenze zu Mexiko zu bauen)

Die demokratische Bewerberin Hillary Clinton
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„Ihr habt vielleicht gesehen, dass ich kürzlich ein Snapchat-Konto eröffnet habe... Ich liebe es. Ich liebe es... Diese Nachrichten verschwinden alle von selbst.“

(zur Affäre um die Nutzung ihres privaten E-Mail-Servers für dienstliche Kommunikationen in ihrer Zeit als Außenministerin)

... noch ein Spruch von Clinton
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„Nun, zusätzlich zur NRA, den Krankenversicherungsgesellschaften, den Arzneimittelfirmen, den Iranern – wahrscheinlich die Republikaner.“

(auf die Frage, wen sie zu ihren Feinden zählt)

Der republikanische Bewerber Donald Trump
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„Sie fängt an, mir alle möglichen absurden Fragen zu stellen. Man konnte sehen, dass Blut aus ihren Augen kam, Blut aus ihr woher auch immer.“

(nach der ersten TV-Debatte über die Fox-News-Moderatorin Megyn Kelly)

Die genaue Herkunft des in den Trump-Kappen entdeckten Materials lässt sich nicht mit Sicherheit feststellen. Angesichts der international vernetzten Märkte ist dies an sich nichts Ungewöhnliches. Im Kontext der Wahlkampfparolen wirft der Fall aber Fragen auf, zeigt er doch, dass patriotische Parolen in einer globalisierten Welt oft wenig taugen.

Die Stärkung der amerikanischen Wirtschaft durch eine Rückbesinnung auf die heimische Produktion zählt zu den zentralen Themen Trumps. Dem Automobilkonzern Ford, der ein neues Werk im benachbarten Mexiko plant, hat der Republikaner mit einer zusätzlichen Steuer von 35 Prozent auf jedes von dort in die USA gelieferte Fahrzeug gedroht. Auch werde er „Apple dazu bringen, seine verdammten Computer und Sachen in diesem Land herzustellen“.

Die seit vielen Jahren anhaltende Auslagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland ist für die USA tatsächlich ein Problem. Gerade in Asien sind die Lohnkosten meist so niedrig, dass etwa dort hergestellte Kleidung am Ende nicht einmal halb so viel kostet wie entsprechende Produkte aus US-Fertigung. Auch die Preise für Rohstoffe sind anderswo oft deutlich günstiger.

„Vielleicht werden wir am Ende einige Unternehmen verklagen“
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