Donald Trump
Hochstapler oder genialer Unternehmer?

Der Milliardär Donald Trump prahlt im Wahlkampf gern mit seinen Geschäftserfolgen. Dabei sind Zweifel an vielen Behauptungen angebracht. Dennoch hat Trump die Unterstützung vieler Wähler. Auch am zweiten Super Tuesday?

New York„Donald Trump ist ein Aufschneider, ein Betrüger“, polterte Mitt Romney. Mit ungewohnt scharfen Worten warnte der Ex-Präsidentschaftskandidat der Republikaner jüngst seine Parteimitglieder und Landsleute. Trumps Erfolge als Geschäftsmann - die dieser im Vorwahlkampf so gerne betont - seien ein Bluff: „Er ist kein genialer Unternehmer.“ Trump sei in Wahrheit ein Hochstapler, der die Leute für dumm verkaufe.

Der New Yorker Immobilien-Spekulant und derzeit aussichtsreichste Bewerbers der Republikaner für die Präsidentschaftskandidatur stellt gern seine Unternehmer-Qualitäten hervor. „Ich will Präsident in einem Land werden, das Bankrott ist und deshalb einen erfolgreichen Geschäftsmann braucht“, sagte Trump in einem Interview.

Dass er keine Erfahrungen als Politiker vorweisen kann, sei kein Nachteil. Im Gegenteil: Um Amerikas korrumpierten Machtapparat auszumisten und umzukrempeln, brauche es einen Außenseiter. Doch ob Trump als Unternehmer so erfolgreich war und ist, wie er gern behauptet, ist höchst umstritten.

Wie gut Trumps Chancen sind, US-Präsident zu werden, dürfte am Dienstag klarer werden: Dann finden entscheidende Vorwahlen in Florida, Ohio, Missouri, Illinois, North Carolina und dem US-Außengebiet Nördliche Marianen statt.

Eine besondere Bedeutung kommt dabei Florida zu: Im Südstaat sind allein 99 Delegierte zu holen, die obendrein nach dem Prinzip „Winner takes it all“ gänzlich dem Sieger zufallen. Im Wahlkampf hatte Trump stets seine vermeintlichen unternehmerischen Qualitäten hervorgestellt.

Doch die sind nach Ansicht politischer Gegner und Wirtschaftsmedien nicht so gut, wie Trump behauptet. So scheiterte Trump etwa mit Firmen wie „Trump“-Airlines, „Trump“-Wodka „Trump“-Steaks oder „Trump“-Hypotheken. Die „Trump University“ musste zudem ihren Namen ändern, weil sie keine echte Universität ist.

New Yorks Generalbundesanwalt Eric Schneiderman verklagte Trump wegen „Betrugs von Tausenden Studenten“. Marco Rubio, Rivale im republikanischen Vorwahlkampf nutzte das, um gegen Trump auszuteilen: Er sei ein Angeber, der ohne den Nachlass seines reichen Vaters „Uhren in Manhattan verkaufen“ würde.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%