Donald Trump nach Protesten „Wir werden alle zusammenkommen und stolz sein“

Viele US-Bürger lehnen den neu gewählten US-Präsidenten Donald Trump ab und gehen auf die Straße. In der Nacht sprach der Republikaner noch von „professionellen Demonstranten“, am Tag danach gibt er sich versöhnlich.
Update: 11.11.2016 - 17:34 Uhr 1 Kommentar
Bei Demonstrationen gegen den künftigen US-Präsidenten hat es mehrere Festnahmen gegeben. Quelle: Reuters
Anti-Trump Proteste

Bei Demonstrationen gegen den künftigen US-Präsidenten hat es mehrere Festnahmen gegeben.

(Foto: Reuters)

Portland/Washington/New YorkNach anfänglichen Vorwürfen macht der neu gewählte US-Präsident Donald Trump einen Schritt auf die Demonstranten zu, die seit seiner Wahl landesweit gegen ihn protestieren. „Ich liebe die Tatsache, dass die kleinen Demonstranten-Gruppen letzte Nacht Leidenschaft für unser großartiges Land gezeigt haben“, twitterte das künftige Staatsoberhaupt am Freitag. „Wir werden alle zusammenkommen und stolz sein.“ In der Nacht hatte er seinen Gegnern noch vorgeworfen, „professionelle Demonstranten zu sein, die von den Medien aufgestachelt worden seien. „Sehr unfair!“

Nach Ausschreitungen bei einem Protest gegen den künftigen US-Präsidenten Donald Trump im US-Bundesstaat Oregon hatte die Polizei mehrere Menschen festgenommen. Zuvor hatten die Demonstranten Fenster von Geschäften eingeschlagen und ein Feuer in einem Müllcontainer entfacht, teilte die Polizei in Portland mit. Rund 4000 Menschen demonstrierten, sie riefen unter anderem „Wir lehnen den designierten Präsidenten ab“. Auch in anderen Städten gingen die Proteste weiter. Trump reagierte auf Twitter.

Von New York über Chicago bis nach Kalifornien protestierten Trump-Gegner in der zweiten Nacht infolge auf den Straßen. In Portland versuchte die Polizei, die Menge auseinanderzutreiben. Gegen Mitternacht warfen Demonstranten mit Gegenständen. In den folgenden Stunden fiel die Zahl der Protestteilnehmer auf unter 1500.

In Denver im US-Bundesstaat Colorado legten Trump-Gegner die Autobahn 25 nahe der Innenstadt lahm. Der Verkehr in Richtung Süden und Norden musste für eine halbe Stunde aussetzen. Demonstranten in Minneapolis und Los Angeles gelang es ebenfalls, Schnellstraßen kurzzeitig dicht zu machen.

Trumps Tour durch Washington
Historischer Handschlag
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Der künftige Präsident Donald Trump (l.) mit Amtsinhaber Barack Obama im Oval Office, dem Büro des Regierungschefs im Weißen Haus.

Melania trifft Michelle
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First Lady Michelle Obama gab ihrer Nachfolgerin Melania Trump beim Treffen im Weißen Haus Ratschläge.

(Foto: Official White House Photo by Chuck Kennedy)

Besuch im Weißen Haus
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Obama hatte seinen Amtsnachfolger zum Gespräch ins Weiße Haus geladen. Thema: die reibungslose Übertragung der Amtsgeschäfte.

Pressestatement nach anderthalb-stündigem Treffen
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Laut Donald Trump hatten sich beide zuvor noch nicht persönlich getroffen.

Sightseeing in Washington
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„President Elect“ Donald Trump (2. von rechts) mit seiner Frau Melania Trump bei einem Besuch Washingtons am Donnerstag. Auch Trumps künftiger Vizepräsident Mike Pence (r.) reiste zwei Tage nach dem Wahltriumph in die Hauptstadt. Hier zeigt der Sprecher des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, den Ausblick vom Kapitol über die Stadt.

71 Tage bis zur Amtseinführung
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Am 20. Januar wird Trump auf einer Tribüne vor dem Kapitol seine Rede zur Amtseinführung halten.

Im Kapitol
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Ryan, der derzeit noch mächtigste Republikaner, hatte Trump lange Zeit sehr skeptisch beäugt – ihn dann aber doch gewählt.

In San Francisco marschierten High-School-Schüler durch die Innenstadt und skandierten „Nicht mein Präsident“. Viele hielten Schilder, auf denen sie zu einer Ausweisung Trumps aufriefen. Sie schwenkten Regenbogenfahnen und mexikanische Flaggen. In New York versammelte sich erneut eine große Gruppe Demonstranten vor dem Trump Tower an der Fifth Avenue. Sie hatten Banner mit Anti-Trump-Botschaften in den Händen.

Rund 500 Personen nahmen an einem Protest in Louisville in Kentucky teil. Und in Baltimore marschierten Hunderte Menschen zum Stadion, in dem die American-Football-Mannschaft Ravens ein Spiel absolvierte.

Trump hatte im Wahlkampf vielfach für Empörung gesorgt – unter anderem mit sexistischen Äußerungen sowie der Ankündigung, an der Grenze zu Mexiko eine Mauer zu bauen, um die illegale Einwanderung einzudämmen.

Er hatte zudem verlangt, Muslimen aus Sicherheitsgründen die Einreise in die USA zu verweigern. Sein Versprechen, Amerika wieder zu alter Stärke zu verhelfen, brachte ihm aber viele Stimmen ein. Nach seinem Wahlsieg betonte Trump versöhnlich, er wolle Präsident aller US-Amerikaner sein.

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1 Kommentar zu "Donald Trump nach Protesten: „Wir werden alle zusammenkommen und stolz sein“"

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  • Leute, das war die beste Woche seit dem BREXIT-Votum!

    Das Volk schlägt zurück, die Eliten werden zur Hölle geschickt!

    Und die Mainstream-Medien laufen Amok.

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