Donald Trump
Der Showman ist zurück

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Superreiche bestimmen die Wirtschaftspolitik

So wird Trumps Wirtschaftspolitik künftig von superreichen Hedgefonds-Managern bestimmt. Steve Mnuchin soll die Finanzen regeln, Wilbur Ross, eine milliardenschwerer Investor, wird sich um den Handel kümmern. Die grobe Linie gab Trump in Cincinnati erneut vor: Deregulierung über alles, niedrige Steuern, freie Fahrt für freie Unternehmen. Niemand soll mehr dafür bestraft werden, wenn er seine Geschäfte in Amerika macht.

Kritiker sehen das anders: Der Welt steht ein neues Banken-Bonanza bevor, ausgehend von der Wall Street, möglicherweise im Einklang mit der durch den Brexit von EU-Zügeln befreiten Londoner City. Klimaschützer schlagen Alarm: 2000 Forscher richteten gerade einen offenen Brief an Trump und forderten ihn auf, die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung anzuerkennen. Seine energiepolitischen Ankündigungen sind wie Alarmglocken für Umweltschützer.

Trumps Worte klingen vor dem Hintergrund fast wie Ironie: „Das ist der Moment, das ist die Stunde. Dies ist das Zeitfenster zum Handeln“, sagt Trump und ruft ins Rund von Cincinnati: „Wer jetzt seine Erwartungen zurückschraubt ist ein Idiot“. Kurz zuvor war er Indiana, wo ihm ein PR-Coup geglückt war. Trump, der selbst ernannte „Deal-Maker“, hat einen Klimaanlagen-Hersteller überzeugt, mehrere Hundert Arbeitsplätze nicht nach Mexiko zu verlegen. Der Steuerzahler muss das mit sieben Millionen Dollar bezahlen.

Strukturpolitisch ist die Aktion bedeutungslos, PR-technisch ein großer Sieg für den neuen Präsidenten. Er kann sich als Macher produzieren, als jemand, der Dinge erledigt bekommt, der Versprechen an die kleinen Leute wahr macht. Es ist nicht die Zeit der Warner. Bernie Sanders, in den Vorwahlen gescheiterter Bewerber der Demokraten warf die Frage auf, ob jetzt jedes Unternehmen nur noch mit dem Verlagern von Arbeitsplätzen drohen muss, wenn es Steuererleichterungen haben will. Sie ging beinahe unter im Jubelgetöse des Trump-Landes.

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Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Würde die deutsche Medienlandschaft auch so abfällig über eine Clinton-elect schreiben?
    Das Wort "Lügenpresse" hat unsere Medien auch auf die falsche Bahn gelenkt. Es wird ja nicht wirklich "gelogen", es wird manipuliert. Bald nun mit jedem Artikel. Egal ob HB, SZ, FAZ.
    Das Wort "Suggestivpresse" oder "Meinungspresse" wäre treffender.
    Bekommt man eigentlich noch irgendwo neutrale Informationen?

  • Trump wird genau das durchziehen, wofür er gekauft äh gewählt wurde, nämlich als Konkursveerwalter eines sterbenden Imperiums.

  • Schwächen?!
    Trump hat gerade die US-und Deutschen Medien zerlegt und die Demokraten besiegt und sich gegen die eigene Partei durchgesetzt.
    Und kommt einer von den Medienschreiber daher und meint allen ernstes über Trump noch ein Urteil abzulierfen.
    Trump läuft jetzt erst so richtig zur Hochform auf. In einen Jahr werden die US Bürger wie eine Festung hinter Trump stehen.

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