Der US-Präsident wird täglich vom Geheimdienst gebrieft – seit Jahrzehnten ein Informationsritual im Weißen Haus. Donald Trump findet das übertrieben. Und auch sonst ist er gerade nicht gut auf die CIA zu sprechen.

Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Welche Probleme meinen sie eigentlich Herr Ramseyer? Verglichen mit den wirtschaftlichen Problemen in Russland, von wo tausende Wirtschaftsflüchtlinge jedes Jahr nach Deutschland kommen, sieht es in Deutschland ziemlich gut aus. Zählt man die Wählerstimmen von CDU, SPD, Grünen und Linken zusammen - alles Parteien, die sie vermutlich ablehen, kommt man den Worten unserer Nationalhymne recht nahe: EINIGKEIT und Recht und Freiheit. Überprüfen sie diese Worte einmal an einem anderen Land ihrer Wahl. ich verspreche ihnen: Ohnen einen sehr großen Schluck aus der Wodka Pulle werden sie sich da kaum ein Land schönreden können.

  • Liebert Herr Hawel,
    Deutschland wird durch unfähige Menschen, die leider in die Politik gegangen sind, dort auch noch hohe Positionen besetzt haben, destabilisiert.

    Jetzt werden die Probleme sichtbar, man braucht dafür keine russischen Online-Medien oder Putin. Wenn die Regierungsparteien weitermachen wie bisher, schaffen die das alleine.
    Merkel sagte ja "Wir schaffen das".

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. http://www.handelsblatt.com/netiquette 

  • „Oh nein, werte Arjuna, das genaue Gegenteil ist richtig. Jetzt erst erkennen wir unseren eigentlichen Feind - Putins Russland - wieder!“

    Wer ist denn wir? Wenn Sie zu Täuschungen neigen, sollten sie schauen, dass sie nicht gerade wieder einer aufsitzen. Für mich ist Putins Politik hochrational und in jeder Situation eine angemessene spiegelbildliche Aktion des Westens, der agierte, während Putin reagierte.

    Der Grundkonflikt, der sich in Putin manifestiert ist der zwischen einer multipolaren Welt (Charles des Gaule würde es eine „Welt der Vaterländer“) nennen und einer unipolaren in der alle das US-System auf allen wesentlichen Gebieten übernehmen. Deutschland hat sich für letzteres, Putin nach den katastrophalen Erfahrungen mit Jelzin (der auch für letzteres stand) für ersteres entschieden. Für beides gibt es Pros und Kons. Putin aber allein für das Übel der Welt verantwortlich zu machen, ist intellektuell veredelter Populismus und eine Form von Egozentrik, die klassischem Nationalismus in nichts nach steht und zu den selben Ergebnissen führen wird: Krieg.

  • Ich sehe gerade, dass eine ganze Reihe von substanzlosen Kommentaren gelöscht worden sind. Einen Dank an die Redaktion! Das hat nichts mit Zensur zu tun, sondern mit dem eigenen Selbstverständnis. Möglichkeiten sich ungestraft und ohne jegliches Anstandsgefühl "auszukotzen" gibt es wahrlich genug.

    Die Frage die sich stellt: Wie hebt man das Niveau der Berichterstattung, wenn die Leute nicht bereit sind dafür zu bezahlen? Vielleicht sollte man weniger berichten, aber dann stärker in die Tiefe gehen. Ganz kommt man an der Berichterstattung vom Hundert+Xten ergebnislosen Gipfeltreffen nicht vorbei aber ein bisschen mehr Florett und weniger die Holzkeule - das wäre nicht schlecht - und dann steigen auch Leute in die Diskussion ein, die etwas interessantes mitzuteilen haben und da ist hochkarätige Vielfalt Trumpf. Beispielsweise trennen mich politisch Welten von Jan Fleischhauer - aber auf seine Kolumne montags auf Spiegel online freue ich mich immer sehr.

    In diesem Sinne: Frohes Schaffen und Kommentieren.



  • @ Arjuna Shiva
    "Wow, da haben jetzt wohl einige Angst, dass sie unter Trump ihren russischen Liebelingsfeind verlieren".

    Oh nein, werte Arjuna, das genaue Gegenteil ist richtig. Jetzt erst erkennen wir unseren eigentlichen Feind - Putins Russland - wieder! Lange Zeit hatten wir in Deutschland geglaubt, dass die friedliche Entwicklung nach 1990 sich auf alle unsere Nachbarn ausweiten wird. Viel zu spät merkt jetzt erst (durch die Wahl Trumps) die deutsche Öffentlichkeit, dass Geheimdienstmann Putin seit langem uns bereits den Krieg erklärt hat - und ihn im Bereich der Desinformation auch führt. Wir sind lange Zeit ein pazifistisches Land gewesen, aber jetzt erkennen wir das Ausmaß der feindlichen Aktivitäten, die Putin betreibt. Wir werden darüber sprechen - und dann Konsequenzen ziehen.

  • Man kann viel gegen Trump vorbringen, insbesondere die Verquickung von Politik und Geschäft. Zwar gab es das früher auch. Dave Packard, der Gründer von Hewlett Packard, war von 1968 - 1971 Vize-Verteidigungsminister der USA - und seine Firma war sehr stark von den Rüstungsausgaben der USA abhängig. Packard beschreibt in seiner Autobiografie welche Vorkehrungen getroffen wurden, damit er in seinem öffentlichen Amt HP keine unzulässigen Vorteile verschaffen konnte. Packard wollte seinem Land dienen. Er hat dies zwar in einer Art und Weise getan, die ich völlig ablehne - er hatte sein Amt auf dem Höhepunkt des Vietnam-Krieges inne - aber korrupt war er nicht. Trump hingegen scheint überhaupt nicht in der Lage zu sein, Interessenkonflikte zu erkennen, so dass Amerika tatsächlich zu einer Art Bananenrepublik verkommen könnte.

    Wenn Trump hingegen sagt: „Man muss mir nicht jeden Tag dieselbe Sache in denselben Worten die nächsten acht Jahre vortragen.“ dann hat er damit absolut recht. Als Geschäftsmann hat er keine Lust, Zeit zu verlieren und vielleicht nimmt ja unter seiner Ägide auch die Zahl der sinnlosen Gipfelkonferenzen ab. Wer ständig gegen Trump polemisiert, disqualifiziert sich damit auch bei Kritikpunkten an Trump, die völlig berechtigt sind.

    Trump hat die Stimmen der kleinen Leute gebraucht, um Präsident zu werden, hat ihnen das gesagt, was sie hören wollten und nun dreht er ihnen den Strick. Denn Trump ist unehrlich, permanent bricht er das 8. Gebot ("Du sollst nicht falsch Zeugnis reden"), was schon Mose als Grundlage für ein menschliches Miteinander formuliert hat.

    Ich habe vorhin geschrieben, dass die Kommentare das Image der Zeitung beinflussen. Leider wird auch das Niveau der Berichterstattung überall polemisch und wenig substantiell .Ich verabschiede mich deshalb als Leser - aber nicht ohne vorher die Missstände benannt zu haben. Auch wenn man weiß, das man zu 99.9% nichts ändern wird, sollte man sich die Zeit nehmen, den Mund aufzumachen.

  • Wow, da haben jetzt wohl einige Angst, dass sie unter Trump ihren russischen Liebelingsfeind verlieren, der letztlich in vielem nur Spiegel ihrer eigenen expansiven Aggressivität und Herschsucht ist.

    Damit, die Geheimdienstpropaganda als das zu benennen, was sie auch bei den irakischen Massenvernichtunswaffen war, macht man sich keine Freunde in gewissen Kreisen. Mal sehen ob Trump wirklich Präsi wird oder vorher politisch oder auch "physisch" abgesägt wird.

  • Die Geheimdienste müssen viel effizienter arbeiten, wenn nicht täglich Situationen in der Welt beschrieben werden "...in progress"... ,sondern wenn eine gezielte Frage des Präsidenten kommt, die sie wissen müssten aber vielleicht nicht wissen. Dann kann ich mir schon vorstellen, dass Trump aufräumt.

    Ausserdem kann er die gewonnene Zeit für wichtigere Dinge nutzen.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette 

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%