Facebook
Wie Zuckerberg gegen Falschmeldungen vorgehen will

Kritiker werfen Facebook vor, zu wenig gegen die Verbreitung von Falschmeldungen zu unternehmen. Nun hat sich Mark Zuckerberg erneut zu Wort gemeldet. Der hat seine Haltung offenbar innerhalb weniger Tage geändert.
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Dass Facebook ein Problem mit Falschmeldungen hat, ist nichts Neues. Nach dem Wahlsieg von Donald Trump in den USA tobt allerdings eine heftige Debatte um die Frage, wie viel Verantwortung das soziale Netzwerk in diesem Zusammenhang trägt. Facebook-Chef Mark Zuckerberg hatte zunächst alle Vorwürfe zurückgewiesen: „Ich persönlich halte es für eine ziemlich verrückte Idee, dass falsche News auf Facebook, die nur einen sehr geringen Anteil der Inhalte ausmachen, die die Wahl auf irgendeine Weise beeinflusst haben könnten.“

Offenbar hat Zuckerberg seine Haltung aber innerhalb weniger Tage geändert. Am Samstag äußerte er sich erneut zu dem Problem und teilte in einem Beitrag auf seinem persönlichen Profil mit, dass Facebook das Problem sehr ernst nehme.

Das Problem sei „technisch und philosophisch komplex“ und Facebook wolle nicht „Richter der Wahrheit“ spielen. Jedoch arbeite man aktiv an mehreren Projekten mit, die Propaganda auf Facebook minimieren sollen.

Konkret will Facebook intensiver mit Organisationen und Journalisten zusammenarbeiten, die sich mit der Überprüfung von Fakten spezialisiert haben. Aber auch die Community soll ihren Beitrag leisten. So will das Unternehmen dafür sorgen, dass potentielle Falschmeldungen einfacher von anderen Nutzern gemeldet werden können.

Die wohl wirksamste Änderung wird aber wohl den Werbemarkt betreffen: Wie bereits angekündigt sollen Betreiber von Fake-News-Webseiten nicht mehr mit Einnahmen durch Facebook-Werbung profitieren können. Man möchte nicht, dass mit gezielter Desinformation ein Geschäftsmodell aufgebaut werde.

Michael Verfürden
Michael Verfürden
Handelsblatt / Freier Mitarbeiter

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