Gesundheitsgutachten
Ärztin befindet Clinton für fit – Trump äußert Zweifel

Abgesehen von einer Lungenentzündung ist Hillary Clinton nach Angaben ihrer Ärztin gesund – körperlich wie geistig. Auch Donald Trump hat ein Attest vorgelegt – natürlich nicht ohne sein eigenes Stehvermögen zu preisen.

White Plains/WashingtonDie an einer Lungenentzündung erkrankte US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton ist nach Auskunft ihrer Ärztin ansonsten gesund. Clinton sei in der Lage, das Präsidentenamt auszuüben, heißt es in einem am Mittwoch von ihrem Wahlkampfteam veröffentlichten Schreiben ihrer Ärztin Lisa Bardack.

Laut Bardack leidet Clinton an einer leichten, nicht ansteckenden Lungenentzündung, die von Bakterien hervorgerufen wird. Ursache sei eine Allergie, die sich zu Husten und einer Infektion ausgewachsen habe. Clinton sei deswegen vor knapp zwei Wochen zu Bardack gekommen. Damals habe sie leichtes Fieber, Blutandrang und Ermüdungserscheinungen gehabt. Sie nehme jetzt zehn Tage lang ein Antibiotikum. Sie befinde sich in ihrem Haus, ihre Genesung schreite voran.

„Ihr Gesundheitscheck ergab im Übrigen normale Ergebnisse, und sie ist in einer exzellenten geistigen Verfassung“, heißt es in dem Schreiben. Clinton will früheren Angaben zufolge am Donnerstag wieder in den Wahlkampf einsteigen.

Sie hatte die am Freitag diagnostizierte Lungenentzündung nicht unmittelbar bekanntgemacht, was ihr den Vorwurf der Heimlichtuerei eintrug. Clinton hatte im Juli 2015 ein detailliertes Gesundheitsgutachten veröffentlicht. Sie stand zuletzt aber unter Druck, mehr Transparenz zu ihrer Gesundheit zu schaffen.

Auch Trump will ärztliches Gutachten vorlegen

Ihr Rivale Trump sieht sich ähnlichen Forderungen ausgesetzt und will in einer Fernsehsendung am Donnerstag ein neues Gutachten seines Arztes vorlegen. In der „Dr. Oz Show“, die am Mittwoch aufgezeichnet wurde, legt Trump dem Fernseharzt Mehmet Oz ein Attest aus der vergangenen Woche vor. Nach Angaben von Zuschauern geht daraus unter anderem hervor, dass Trump 121 Kilo wiegt. Bei einem späteren Wahlkampfaufritt machte er erneut Clintons Ausdauer zum Thema. „Glaubt ihr, dass Clinton in der Lage ist, hier eine Stunde zu stehen?“, fragte er vor etwa 5000 Zuhörern. „Ich glaube nicht.“

Von der Zwangspause seiner Rivalin Hillary Clinton hat Trump unterdessen nicht so klar profitiert wie erhofft: Während sich Clinton von ihrer Lungenentzündung erholte, stand der Immobilienmilliardär am Mittwoch zwar allein im Rampenlicht - allerdings vor allem mit Negativschlagzeilen. Während der New Yorker Generalstaatsanwalt Ermittlungen gegen Trumps Stiftung einleitete, nannte der frühere Außenminister Colin Powell den Präsidentschaftskandidaten - in von Hackern gestohlenen E-Mails - eine „nationale Schande“.

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Trump macht Negativschlagzeilen

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