In mehreren US-Städten
Tausende protestieren gegen Donald Trump

Während Donald Trump, Hillary Clinton und Barack Obama nach dem harten Wahlkampf von Versöhnung reden, sind tausende Menschen in mehreren Städten der USA auf die Straße gegangen. Motto der Proteste: „Not my President.“
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New York/San FranciscoNach dem überraschenden Sieg des Republikaners Donald Trump bei der US-Präsidentenwahl ist es zu Protestversammlungen in zahlreichen US-Städten gekommen. Tausende gingen auf die Straße, um vor allem gegen Trumps Äußerungen gegen Einwanderer und Muslime im Wahlkampf Front zu machen. Sie skandierten häufig „Not my President“ („Nicht mein Präsident“).

Mit selbstgemachten Schilden zogen Tausende jungen Menschen in der Nacht auf Donnerstag etwa vor den Trump Tower in Manhattan. Auch sie stimmten Sprechchöre an. „So sieht Demokratie aus“, skandierte die Gruppe. Fast alle Teilnehmer in New York waren jünger als dreißig Jahre alt. So wie Nicole Roach, die zum ersten Mal auf einer Demonstration ist. „Bislang habe ich immer meinen Mund gehalten“, sagt die 29-Jährige. Aber Donald Trump als Präsident, da will sie nicht weiter „höflich“ bleiben. Tagsüber arbeitet sie als Floristin. In einem Blumenladen, der auch ein Gebäude von Donald Trump beliefert. Angst hat sie, ihren Job wegen der Demo zu verlieren. „Aber die Welt muss wissen, das wir nicht alle rassistisch oder fremdenfeindlich sind“, sagt Roach.

Demonstrationen gab es auch in Chicago und Austin. In Berkeley, Seattle, Phoenix, Los Angeles, Richmond, El Cerrito und Oakland kamen vor allem Hunderte von Schülern und Studenten zusammen. Sie hielten Schilder hoch mit Aufschriften wie „Keine Unterstützung für Rassismus“ oder „Einwanderer machen Amerika stark“. Schulvertretern zufolge haben manche der Studenten Eltern, die illegal in die USA eingewandert sind. Sie fürchten daher nun eine Ausweisung unter dem designierten Präsidenten Trump. Weitere Protestaktionen waren in Boston, Detroit und Philadelphia geplant.

In Seattle fielen am frühen Mittwochabend (Ortszeit) Schüsse und fünf seien Menschen verletzt worden, davon zwei lebensgefährlich, bestätigte die Feuerwehr vor Ort. Die Polizei bemühte sich rasch, eine Eskalation der Anti-Trump-Proteste in der Innenstadt zu vermeiden. Wer die Opfer sind und ob die Tat in direktem Zusammenhang mit den Demonstrationen steht, ist noch unklar.

In Manhattan stehen zwei Lkw als Sperre vor dem Trump Tower, davor Polizisten und Sperrgitter. Die Menge wird wilder, viele strecken den Mittelfinger zum Hochhaus. Als ein Mann sich hoch oben hinter einem Fenster zeigt, geht ein Urschrei durch die Menge: wilde Flüche, Kraftausdrücke. Trump ist es aber nicht, nur einer der vielen Mieter.

Ein paar Blocks weiter schüttelt ein Bauarbeiter den Kopf. Er habe nicht Trump gewählt, mag ihn nicht. Aber die Demonstranten seien für ihn „schlechte Verlierer“. „Sie werfen ein mieses Licht auf Hillary Clinton“, sagt Greg Enclose, der die Baustelle auf der 54. Straße leitet. Dazu sei Trump vielleicht nicht so schlimm wie viele meinen. „Trump verdient eine Chance“, sagt Enclose.

„Ich bin kein schlechter Verlierer“, sagt Patrick Mckelvy, der wenige Meter vom Trump Tower steht. Für ihn sei der Wahltag der „traurigste Tag des Lebens“ gewesen. „Wir ändern mit dem Protest vielleicht nichts“, sagt der 27-Jährige. „Aber meine Generation verrät sich selbst, wenn sie sich nicht wehrt.“

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Tausende protestieren gegen Donald Trump

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Spannung in der Luft

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  • @Herr Alex Lehmann, 10.11.2016, 13:47 Uhr:

    "Er ist so political uncorrect, er ist ja so gemein, also wie der redet. Inhaltlich rein gar nichts."

    Da brauche ich auch keine Inhalte mehr. Von jemandem, der Frauen als "P....." definiert, erwarte ich rein gar nichts. Jedenfalls bestimmt nichts Gutes.

  • Ist ja rührend. Deutsche Medien berichten begeistert von Anti-Trump-Demos. Schönes Beispiel der ideologisch unvoreingenommen Berichterstattung in deutschen Medien: Die Börse im ZDF ... die gewohnt betroffen, leise vor sich hinweinende, weibliche Nachrichtenversprecherin interviewt den Börsen-Experten: "Die Börse ist um 2% wegen Trump gefallen!" (Sprecherin) ... "Naja, nach der Wahl von Obama war sie um 6% gefallen." (Börsenexperte) ... "Vielen Dank für die schlechten Nachrichten von der Börse." (Sprecherin) ... Dass die Börse zum Handelsende sogar gestiegen war, hat die gute Frau überhaupt nicht mitbekommen oder wollte es vielleicht auch nicht. Wer weiß das heutzutage bei der neutralen Berichterstattung in unseren Medien schon.

  • Also als absoluter Hillary-Gegner habe ich mich nun mit mehreren Menschen unterhalten, die alle für Hillary waren. Aber alle hatten keine Argumente gegen Trump bzw. für Hillary! Das einzige was ich immer hör von den Schafen ist das, was in der Presse stand. Er ist so political uncorrect, er ist ja so gemein, also wie der redet. Inhaltlich rein gar nichts. Ich kann wenigstens sagen, ich bin gegen überflüssige Macht der Wall-Street, bin kein Globalist, der die ganze Welt gleichschalten will, will keinen Weltpolizisten der sich überall einmischt, will keine Konfrontation mit anderen Großmächten etcetcetc. Vor 20 Jahren habe ich lächelnd auf die VS-Bürger gekuckt und etwas abwertend gesagt, die Interessieren sich nur für Hollywood, Wrestling und Show. Politisch bei vielen nicht viel Hintergrundwissen! In Deutschland ist es heutzutage wesentlich schlimmer und das nicht weil die VS-Bürger schlauer wurden, sondern weil das politische Hintergrundwissen in Deutschland so dermaßen abgesunken ist! Innerhalb von 25 Jahren so eine Volksverdummung zu haben ist eine Jahrtausend-Katastrophe!

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