IT-Größen bei Trump
Der Gang nach Canossa

Das Silicon Valley war der Dreh- und Angelpunkt des unternehmerischen Widerstands gegen Donald Trump. Am Mittwoch gab es leise klein bei. Konfrontationen gehen Bezos und Co. neuerdings aus dem Weg.
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San FranciscoEs war der Aufmarsch der Gescheiterten. Abgesehen von Hillary Clintons Wahlkampfteam hatte niemand Donald Trump so offen die Stirn geboten wie das Silicon Valley. Und am Mittwoch war Zahltag. Gehüllt in dicke Mäntel waren die mächtigsten Figuren der Digitalwirtschaft aus dem warmen Kalifornien ins bitterkalte New York gekommen, um dem neuen US-Präsidenten ihre Ehrerbietung zu erweisen.

Da war Jeff Bezos von Amazon, der Trump während des Wahlkampfs einen kostenlosen Platz beim ersten Flug zum Mars angeboten hatte. Der Besitzer der „Washington Post“ und einer der reichsten Männer der Welt saß am Mittwochnachmittag still neben einem früh ergrauten Larry Page, Mitgründer von Google. Der hatte zu seiner Linken Sheryl Sandberg, COO von Facebook. Dessen Mitgründer und Chef Mark Zuckerberg fehlte.

Noch Mitte des Jahres hatte Zuckerberg vor tausenden Zuhörern offen Stellung bezogen gegen „Leute, die Mauern bauen wollen“. Zum Schluss war er immer stärker unter Beschuss geraten, weil Facebook angeblich erst konservative Webseiten benachteiligt und dann zu wenig gegen „Fake News“ unternommen habe, von denen Trump massiv profitiert haben soll.

Sheryl Sandberg nahm direkt neben Vize-Präsident Mike Pence Platz. Näher kam keiner an Trump heran, der von Pence auf der einen und Silicon-Valley-Investor Peter Thiel auf der anderen Seite abgeschirmt wurde. Neben Thiel saß ein Mann in dunklem Anzug, mit weißem Hemd und Krawatte: Tim Cook von Apple. Mitgründer Steve Jobs hatte von der Firma einmal gesagt: „Wir sind hier bei Apple. Wir haben nicht mal Anzüge“.

Eingeladen, aber abwesend war Uber-Chef Travis Kalanick. Der Unternehmer, der öffentlich geäußert hat, das einzig teure am Taxifahren seien die Fahrer, ist Teil von Trumps Beraterstab, ebenso wie Tesla-Chef Elon Musk.

Die Stimmung sei entspannt gewesen, sagten Teilnehmer im Anschluss an das Treffen im Trump-Tower. Trump scherzte und erklärte: „Die Leute hier im Raum sind einzigartig. Und was immer wir tun können, werden wir tun.“ Die Angesprochenen revanchierten sich auf ihre Weise: Im weiteren Verlauf habe es keine großen Spannungen gegeben, hieß es von Beobachtern.

Es sei vor allem über Infrastruktur, die Rückführung von Gewinnen im Gegenzug für geringere Unternehmenssteuern, über Jobs und Ausbildung gesprochen worden. Auch Wilbur Ross, Kandidat für das Amt des Handelsministers, saß in der illustren Runde. Nach dem Treffen erklärte er vor Reportern, die Gespräche seien „sehr gut und konstruktiv“ gewesen. Beide Seiten hätten sich „deutlich besser“ kennengelernt.

Kommentare zu " IT-Größen bei Trump: Der Gang nach Canossa"

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  • Für die IT-Größen steht selbstverständlich auch mehr auf dem Spiel als für Frank Walter Steinmeier, der einen sicheren Job hat und sogar das höchste Amt Deutschlands besetzen wird.

    Deshalb gilt auch in Zukunft: Immer aufpassen, wann, wie weit und mit welchem Risiko man seinen Kopf aus dem Fenster streckt und pöbelt.

  • Vielleicht sind die 6 Größen des Silicon Valleys völlig unschuldig, haben sich nur von Frank Walter Steinmeier beeinflussen lassen, dem erfahrenen Chefdiplomaten der Bundesregierung?

  • @Otto Berger
    Falsch Hr. Berger...es müssten schon über 60 Wahlmänner gegen Trump sein und das ist ausgeschlossen.
    Trump wird 45. Präsident der USA. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.
    Trump hat die Gesamte US-Wirtschaft hinter sich versammelt. Er hat die Demokraten weiterhin eine Schockstarre gesetzt und die Medien in den USA erteilt er Lektion für Lektion für gutes Benehmen = neutrale Berichterstattung.
    Trump wird also nicht nur der 45. Präsident der USA sonder ist auch der von NGOs und Lobbybefreitester Präsident seit Jahrzehnten!
    Trump braucht keinen Rechenschaft ablegen und keinen einen Gefallen machen...er hat seinen Wahlkampf alleine mit seinen Team finaziert, organisiert und hat sich gegen ALLE durchgesetzt.
    Mehr Macht (Selbstbestimmung) als Präsident kann Trump bzw. überhaupt ein Präsident nicht haben!
    Er wird genau seinen Plan "Great again" für die USA umsetzen. Jetzt schon und dann in vollen Zügen nach seiner Amtseinführung.
    Seit seiner Wahl hat Trump das Sagen...oder hören sie von Obama oder Clinton noch etwas???!

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