+++Liveblog zur dritten TV-Debatte+++: Die letzte Runde der großen Schlammschlacht

+++Liveblog zur dritten TV-Debatte+++
Die letzte Runde der großen Schlammschlacht

Hillary Clinton und Donald Trump haben sich eine temporeiche dritte TV-Debatte geboten. Die US-Präsidentschaftskandidaten diskutierten erhitzt quer durch alle wichtigen Themenblöcke. Der Liveblog zum Nachlesen.

Düsseldorf/Washington/New York/Las Vegas/San FranciscoDer hässliche und zugleich erbitterte Kampf von Hillary Clinton und Donald Trump um das Weiße Haus nähert sich dem Ende. In der Nacht zum Donnerstag deutscher Zeit (03.00 Uhr) haben die beiden Präsidentschaftskandidaten ein letztes Mal die Bühne für eine TV-Debatte betreten. Für den Republikaner Trump war das Duell vielleicht die letzte Gelegenheit, das Präsidentschaftsrennen zu wenden, in dem seine Chancen auf Erfolg dem Anschein nach schwinden. Doch auch Clinton steht vor Herausforderungen. Die 90-minütige Präsidentschaftsdebatte am Mittwochabend (Ortszeit) in Las Vegas war die letzte von dreien – weniger als drei Wochen vor dem Wahltag. In einigen umkämpften US-Staaten hat die vorzeitige Stimmabgabe bereits begonnen. Unser Liveblog zum Nachlesen.

+++ 04.22 Uhr: Staatsverschuldung letzter Themenblock in TV-Debatte +++
Im letzten Themenblock geht es um Staatsverschuldung. Trump erklärt, mit seinem Programm würden Arbeitsplätze geschaffen und das Wirtschaftswachstum angekurbelt. Clinton sagt, keiner ihrer Vorschläge würde die Staatsschulden erhöhen.

+++ 04.37 Uhr: Kann Trump noch aufholen? +++
Als es in die erste Debatte ging, gab der Politikblog FiveThirtyEight Trump noch eine 45-prozentige Chance für einen Sieg. Jetzt sind es nur noch 13 Prozent. Kann Trump das noch einmal aufholen?

+++ 04.22 Uhr: Clinton will Flugverbotszone über Syrien +++
Clinton spricht sich für eine Flugverbotszone über Syrien aus. Allerdings müssten dem Verhandlungen mit Russland vorausgehen.

+++ 04.11 Uhr: Clinton - Schicke keine US-Soldaten nach Syrien oder Irak +++
Beim Thema internationale Sicherheitspolitik erklärt Clinton, sie würde keine US-Soldaten in den Irak oder nach Syrien schicken.

+++ 04.06 Uhr: Trump legt sich nicht auf Anerkennung von Wahlergebnis fest +++
Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat sich nicht festgelegt, ob er eine Wahlniederlage am 8. November anerkennen würde. „Ich werde mir das dann anschauen. Ich schaue es mir nicht jetzt an“, sagte er beim dritten TV-Duell mit seiner Kontrahentin Hillary Clinton am Mittwochabend (Ortszeit) in Las Vegas.

Der Republikaner behauptet seit Tagen, die Wahl werde manipuliert, damit er nicht gewinne. Er erklärte bei der Debatte, es gebe Millionen registrierte Wähler, die gar nicht wählen dürften. Trump sagte auch, Clinton dürfe es gar nicht erlaubt sein, sich für das Präsidentschaftsamt zu bewerben. In der ersten TV-Debatte hatte Trump noch gesagt, er werde Clinton unterstützen, sollte sie die Wahl gewinnen.

+++ 03.54 Uhr: Trump weist Vorwürfe wegen sexueller Übergriffe zurück +++
Der Moderator spricht die Vorwürfe der sexuellen Übergriffe gegen Trump an. Der Republikaner erklärt, die Darstellungen der Frauen sein als falsch entlarvt worden. Diese Frauen wollten berühmt werden. Clinton wirft Trump vor, er habe die Frauen attackiert, die ihm Übergriffe vorgeworfen haben.

+++ 03.47 Uhr: Trump: Deutschland soll für Schutz durch USA zahlen +++
Donald Trump hat erneut gefordert, Verbündete wie Deutschland sollten für den militärischen Schutz durch die USA bezahlen. Länder wie Deutschland oder Japan müssten ihren Anteil leisten, sagte Trump. „Wir werden von allen auf der Welt abgezockt.“ Eigentlich hatte ihm der Moderator Chris Wallace eine Frage zu seinen Wirtschaftsplänen gestellt. Trump wiederholte auch seine Behauptung, wonach die Nato die Strategie in Bezug auf Terrorismus geändert habe, nachdem er das Bündnis kritisiert hatte. Das entspricht nicht den Tatsachen.

+++ 03.47 Uhr: Clinton wirft Trump gemeinsame Sache mit russischen Spionen vor +++
Die demokratische Kandidatin für das US-Präsidentenamt, Hillary Clinton, hat ihrem republikanischen Gegner Donald Trump vorgeworfen, Spionage gegen das eigene Volk zu unterstützen. Es sei deutlich, dass die jüngsten Hackerangriffe, die zur Veröffentlichung von Datenmaterial auf der Enthüllungsplattform Wikileaks geführt haben, von höchsten russischen Regierungskreisen gesteuert worden seien, sagte Clinton. Trump habe sich wiederholt lobend über Russlands Präsidenten Wladimir Putin geäußert.

„Ich kenne Putin nicht“, sagte Trump. „Er ist nicht mein bester Freund.“ Es sei aber sicher förderlich, wenn die USA gut mit Russland auskämen. Es sei nicht erwiesen, dass die jüngsten Hackerangriffe von Russland aus gesteuert worden seien. Sie könnten auch aus China kommen oder anderswo initiiert worden sein.

+++ 03.36 Uhr: Trump - "Putin zollt Clinton keinen Respekt" +++
Trump wirft Clinton vor, eine schwache Führungspersönlichkeit zu sein. Der russische Präsident Wladimir Putin zolle Clinton keinen Respekt, sagt er. Clinton hat allerdings schnell eine Antwort parat: "Es ist sehr klar, dass Wladimir Putin lieber eine Marionette im Weißen Haus hätte als einen Präsidenten."

+++ 03.30 Uhr: Clinton und Trump streiten über Abtreibung +++
Donald Trump und Hillary Clinton sind bei ihrem TV-Rededuell beim Thema Abtreibung aneinandergeraten. „Frauen sollten die Entscheidung über ihre Gesundheit selbst treffen können“, sagte Clinton. Zu viele US-Bundesstaaten bauten Hürden für Frauen auf. Abtreibungskliniken würden etwa die Zuschüsse gestrichen. Clintons republikanischer Widersacher Donald Trump sprach sich dagegen klar gegen Abtreibung aus. „Man kann ein Baby im neunten Schwangerschaftsmonat aus der Gebärmutter seiner Mutter reißen - das ist für mich nicht in Ordnung“, sagte Trump.

+++ 03.20 Uhr: Trump - "Wir brauchen die Mauer" +++
Trump fordert erneut eine Mauer an der Grenze zu Mexiko, um illegale Einwanderung zu unterbinden und die Drogenkriminalität zu bekämpfen.

+++ 03.20 Uhr: Trump kritisiert Richterin Ginsburg +++
Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat die dritte TV-Debatte mit Kritik an der Supreme-Court-Richterin Ruth Bader Ginsburg begonnen. Ginsburg habe sich unangebrachte Kommentare über ihn geleistet, die so nie hätten fallen dürfen, sagte Trump am Mittwochabend (Ortszeit) in Las Vegas. Später habe sie sich entschuldigt.

Ginsburg hatte in mehreren Interviews im Juli vor einer Präsidentschaft Trumps und vor ihm als Person gewarnt. Sie bezeichnete den Republikaner unter anderem als Blender. Später bereute sie ihre Bemerkungen. Entschuldigt hat sie sich jedoch nicht..

+++ 03.08 Uhr: Supreme Court sollte Homo-Ehe nicht kippen +++
Clinton spricht sich dafür aus, dass der Supreme Court, der Oberste Gerichtshof der USA, die Ehe von Homosexuellen und das Abtreibungsrecht nicht kippt.

+++ 03.00 Uhr: Trump und Clinton beginnen TV-Debatte ohne Handschlag +++
In Las Vegas hat das dritte TV-Duell zwischen Hillary Clinton und Donald Trump begonnen. Die Präsidentschaftskandidaten starten ohne Handschlag. Sie treffen drei Wochen vor der Wahl in den USA zum letzten Mal unmittelbar aufeinander. Moderator Chris Wallace hat sechs Themenblöcke für die Debatte ausgewählt, sie reichen von der Einwanderung bis zur Befähigung für das Amt des Präsidenten. Der dritten Debatte wird zwar keine entscheidende Rolle zugeschrieben. Dennoch gilt sie als eine der letzten Möglichkeiten des Republikaners Trump, das Ruder vor der Wahl am 8. November noch herumzureißen. In Umfragen führt Clinton derzeit deutlich vor Trump.

+++ 02.47 Uhr: Vize-Kandidat Mike Pence: Kein Wahlbetrug in großem Stil +++
Donald Trumps Kandidat für das Amt des US-Vizepräsidenten glaubt nicht an Wahlbetrug in großem Stil. Anders als Trump selbst, der mit dieser These seit Tagen hausieren geht, sagte Mike Pence in der Nacht zum Donnerstag im Sender Fox News, er glaube nicht an Betrug in einem so großem Ausmaß, dass dadurch das Wahlergebnis verändert werde. „Die Glaubwürdigkeit der Abstimmung ist der Fels, auf dem die Wahl steht“, sagte Pence kurz vor Beginn des dritten TV-Duells zwischen Trump und Hillary Clinton. Wenn Trump von Betrug spreche, meine er vor allem die Voreingenommenheit der Medien, sagte Pence.

+++ 00.05 Uhr: Kasich sieht sich als moralischer Sieger der Republikaner +++
John Kasich nimmt jeden in den Arm, der ihm zu nahe kommt - Angewohnheiten eines Wahlkämpfers. Der Gouverneur von Ohio war bei den Vorwahlen der letzte Republikaner, der sich Trump geschlagen gab. Dem Handelsblatt hat er erklärt, warum er sich als moralischer Sieger des Machtkampfs bei den Republikanern fühlt und warum er weder Trump noch Clinton wählen will. In den nächsten Tagen wird das Gespräch erscheinen.

+++ 23.19 Uhr: Wieder einer weg +++
Der frühere Medienmogul Roger Ailes und Donald Trump sprechen nicht mehr miteinander. Ailes war lange ein wichtiger Berater von Trump und soll nach seinem Ausscheiden bei Fox News wegen Vorwürfen der sexuellen Nötigung vor allem geholfen haben, den Kandidaten und langjährigen Freund auf die TV-Debatten mit Hillary Clinton vorzubereiten. Laut Gabriel Shermen vom „New York”-Magazin und Sarah Ellison vom Magazin „Vanity Fair” ist die Zusammenarbeit aber beendet. Beide Männer sprächen kein Wort mehr miteinander. Das Team um Ailes habe festgestellt, dass alle Versuche, Trump zu beraten „Zeitverschwendung” seien, und er sich nicht konzentrieren könne. Das Trump-Team sehe es anders, so Ellison, Ailes sei „immer wieder vom Thema abgekommen und hätte seine alten Kriegsgeschichten erzählt”, während er eigentlich Trump habe vorbereiten sollen, so Ellison am Mittwochmorgen auf dem „Vanity Fair New Establishment Summit“ in San Francisco.

+++ 22.11 Uhr: Vor der TV-Debatte: Proteste am Trump-Hotel in Las Vegas +++
Kurz vor der dritten TV-Debatte im US-amerikanischen Präsidentenwahlkampf ist es in Las Vegas zu Protesten gegen Donald Trump gekommen. Dabei vereinigten sich Trump-Protestler am Mittwoch mit einigen Hundert Gewerkschaftsarbeitern, die vor dem Hotel des Milliardärs mitten in der Stadt die dortigen Arbeitsbedingungen anprangerten.

Die Demonstranten nahmen sowohl die Vorwürfe sexueller Belästigung an Trumps Adresse aufs Korn als auch seine Ausfälle gegen eine frühere Latino-Schönheitskönigin.

Eine Demonstrantin sagte, trotz des Vorsprungs in Umfragen von Clinton könne man sich noch keineswegs sicher über den Ausgang der Wahl am 8. November sein. „Es ist wie beim Football - in den letzten fünf Minuten kann sich alles ändern, vor allem wenn Donald Trumps Gehirnwäsche in Sachen Wahlbetrug bei den Leuten verfängt, deswegen müssen wir hier auf der Straße bleiben“, sagte die Frau.

+++ 21.08 Uhr: Ex-TV-Journalistin wirft Bill Clinton sexuelle Belästigung im Jahr 1980 vor +++
Wenige Stunden vor dem letzten TV-Duell im US-Präsidentschaftswahlkampf hat eine ehemalige Fernsehjournalistin dem früheren US-Präsidenten Bill Clinton wiederholte sexuelle Belästigung vorgeworfen. Die dem republikanischen Kandidaten Donald Trump nahestehende Website „Breitbart.com“ veröffentlichte am Mittwoch ein Video, in dem Leslie Millwee dem Ehemann der demokratischen Kandidatin Hillary Clinton vorwirft, sie dreimal unsittlich berührt zu haben. Die Vorfälle sollen sich demnach im Jahr 1980 im US-Bundesstaat Arkansas ereignet haben, wo Clinton damals Gouverneur war und Millwee ihn insgesamt etwa 20 Mal interviewte.

Beim ersten Mal habe sie im Schnittraum des Fernsehsenders auf einem Stuhl gesessen, als Clinton ihr von hinten die Schultern massiert habe und seine Hände dann zu ihren Brüsten geschoben habe, schildert Millwee, die sich damals Leslie Derrick nannte, den Vorfall. Als sie ihn gebeten habe aufzuhören, habe er gelacht. Beim zweiten und dritten Mal habe er sein Geschlecht an ihr gerieben, obwohl sie ihn aufgefordert habe, aufzuhören. Clinton sei auch zu ihr nach Hause gekommen, um sie zu sehen.

Während des Skandals um die Praktikantin Monica Lewinsky im Jahr 1998 habe sie gezögert, an die Öffentlichkeit zu gehen, weil ihre Kinder damals sehr klein gewesen seien, sagte sie „Breitbart.com“. Der konservativen Website zufolge schilderte die Frau in einem 2011 veröffentlichten Buch eine etwas andere Version. Demnach fasste Clinton sie nur an die Schulter. Der Chef der Website „Breitbart.com“ war im Sommer von Trump zum Leiter seines Wahlkampfteams ernannt worden.

Der Sprecher von Hillary Clinton, Brian Fallon, sagte dem Sender MSNBC, er würde sich nicht wundern, wenn Donald Trump während des TV-Duells in der Nacht zum Donnerstag oder in den nächsten Tagen auf die Vorwürfe der TV-Journalistin Bezug nehme.

Trump war zuletzt durch den Skandal um seine vulgären Äußerungen über Frauen und Anschuldigungen gegen ihn wegen sexueller Übergriffe in der Vergangenheit massiv unter Druck geraten. Um wieder in die Offensive zu gelangen, hatte er sich bei der zweiten Fernsehdebatte von angeblichen Missbrauchsopfern des ehemaligen US-Präsidenten Clinton begleiten lassen.

+++ 20.53 Uhr: Ivanka Trump: Mein Vater wird sich ans Wahlergebnis halten +++
Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump wird sich nach den Worten seiner Tochter Ivanka an das Wahlergebnis am 8. November halten. „Mein Vater wird immer das Richtige tun, so ist er“, sagte Ivanka wenige Stunden vor der dritten und letzten TV-Debatte der Präsidentschaftskandidaten am Mittwochabend (Ortszeit) in Las Vegas. Trump hatte in den vergangenen Tagen das Klima mit dem wiederholten Vorwurf einer „Wahlmanipulation“ angeheizt. Er beschränkte dies nicht nur auf die Medien, die sich zugunsten seiner demokratischen Rivalin Hillary Clinton gegen ihn verschworen hätten. Trump warnte auch vor Betrug direkt an den Wahlurnen, vor allem in verschiedenen Großstädten. Ivanka Trump ging nicht so weit. Die Wahlen seien manipuliert, „was die Medien betrifft“, sagte sie. Diese seien so voreingenommen, dass es das Trump-Lager fast aufgegeben habe, ihre Behauptungen geradezurücken.

+++ 18.27 Uhr: Trump braucht Comeback +++
Donald Trumps Wahlkampfmanagerin Kellyanne Conway hat eingestanden, dass der Präsidentschaftskandidat in den letzten Wochen vor der US-Wahl ein „Comeback“ hinlegen müsse. Ähnliches habe der 70-Jährige in der Vergangenheit schon mehrmals geschafft, sagte Conway am Mittwoch dem Fernsehsender Fox News. Ihre Aussagen kurz vor dem letzten Fernsehduell ihres Chefs gegen seine Rivalin Hillary Clinton sind ein seltenes Eingeständnis des Trump-Teams, dass der Republikaner am Ende das Nachsehen haben könnte. Dennoch versuchte Conway, von den Problemen ihres Lagers mit Kritik an Clinton abzulenken. Sie verstehe nicht, warum es Clinton angesichts ihrer Erfahrung und der „endlosen Menge an Geld“ ihrer Kampagne noch nicht geschafft habe, Trump „aus dem Weg zu räumen“.

+++ 17.19 Uhr: Kein Händedruck von Melania und Bill vor TV-Debatte? +++
Der extrem bittere Wahlkampf zwischen Donald Trump und Hillary Clinton könnte nach Medienberichten zum Bruch mit einem langjährigen Debatten-Ritual führen – dem Händedruck zwischen den Familienmitgliedern der beiden Präsidentschaftskandidaten. Demnach hat das Clinton-Lager darum gebeten, dass die Angehörigen beider Seiten beim TV-Duell am Mittwochabend (Ortszeit) in Las Vegas den Saal näher an ihren Sitzplätzen betreten können.

Das würde verhindern, dass sich ihre Wege kreuzen – was bisher stets zu einem Händedruck zwischen den Familien geführt hatte, so zwischen Bill Clinton und Melania Trump, den Ehepartnern der beiden Kandidaten. Hillary Clinton und Donald Trump selber hatten sich zum Auftakt ihrer zweiten Debatte am Sonntag vor einer Woche nicht die Hand gegeben, lediglich am Ende – und das sichtlich widerwillig.

Zuvor hatte Trump damals einen Überraschungscoup gelandet, indem er drei Frauen zum TV-Duell einlud, die Bill Clinton sexueller Attacken beschuldigt haben. Der Ex-Präsident wäre auf dem Weg zu seinem Sitzplatz gezwungen gewesen, direkt an ihnen vorbeizugehen, hätte die für die Debatten-Organisation zuständige Kommission nicht interveniert, berichtete die „New York Times“. Diesmal habe das Clinton-Lager von vornherein kein Risiko eingehen wollen.

+++ 17.12 Uhr: Mehr als zwei Millionen US-Bürger haben schon gewählt +++
Mindestens 2,1 Millionen Wahlberechtigte haben in den USA bereits vorzeitig ihre Stimme abgegeben. Derzeit ist die Abgabe per Brief oder persönlich schon vor dem Wahltag am 8. November in mehr als 30 Bundesstaaten möglich. Es wird erwartet, dass insgesamt rund 45 Millionen Wähler davon Gebrauch machen werden. Die demokratische US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hat ihre Unterstützer aufgerufen, ihr Kreuz schon vor dem 8. November zu machen. Ihr republikanischer Rivale Donald Trump hingegen setzt auf eine starke Stimmabgabe am Wahltag selbst. Nach Schätzung der vorzeitig abgegebenen Stimmen sieht es in den umkämpften Bundesstaaten North Carolina und Florida vielversprechend für Clinton aus, in Iowa und Ohio kann sich offenbar Trump behaupten.

+++ 15.07 Uhr: Umfragen stärken Clinton +++
Nach den bisher schlechtesten Wochen seines Wahlkampfes ist der US-Republikaner Donald Trump schwer angeschlagen in das dritte und letzte Fernsehduell mit seiner Rivalin Hillary Clinton gegangen. Die Demokratin dagegen kam mit einer ganzen Reihe ermutigender Umfrageergebnisse im Rücken zum Showdown nach Las Vegas. Das erste TV-Duell Ende September hatte Clinton klar gewonnen, beim zweiten am Sonntag vergangener Woche konnte sie sich weniger deutlich von Trump absetzen. Der Multimilliardär steht jedoch weiterhin unter enormem Druck, nachdem gleich mehrere Frauen ihn öffentlich der Belästigung beschuldigt haben. Zuvor hatte ein altes Video, auf dem er sich mit sexuellen Übergriffen gebrüstet hatte, hohe Wellen geschlagen. Seitdem hat Clinton stetig in Umfragen zugelegt. Nach einer neuen SurveyMonkey/„Washington Post“-Erhebung führt sie derzeit in genügend Bundesstaaten, um bequem auf die 270 Wahlmänner-Stimmen zu kommen, die für einen Sieg nötig sind.

+++ 14.17 Uhr: Trump lädt Obamas Halbbruder ein +++
Der US-Republikaner Donald Trump hat bei der dritten und letzten Fernsehdebatte mit seiner Rivalin Hillary Clinton einen Obama in seiner Fankurve - Malik, den Halbbruder von Präsident Barack Obama. Der 58-Jährige wird am Mittwochabend (Ortszeit) in Las Vegas auf Einladung Trumps im Publikum sitzen. Malik Obama, der Wohnsitze in Washington und Kenia und eine doppelte Staatsbürgerschaft hat, ist ein erklärter Unterstützer des republikanischen Präsidentschaftskandidaten. „Ich freue mich sehr, bei der Debatte dabei zu sein“, sagte er der „New York Post“. Trump könne „Amerika wieder groß machen“. Der Multimilliardär seinerseits sagte, er freue sich darauf, mit Malik zusammen zu sein. „Er begreift die Dinge viel besser als sein Bruder.“

+++ 14.13 Uhr: Jeff Jarvis entschuldigt sich für Trump +++
„Als Amerikaner entschuldige ich mich dafür, dass wir Ihnen Donald Trump gebracht haben.“
Der amerikanische Autor Jeff Jarvis („What would Google do?“) am Mittwoch auf der Frankfurter Buchmesse über den republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten.

+++ 13.30 Uhr: Michael Moore wirbt für Clinton +++
Drei Wochen vor der US-Präsidentschaftswahl hat Regisseur Michael Moore seinen neuen Überraschungsfilm über die Kandidaten Donald Trump und Hillary Clinton präsentiert. Bei der Premiere von „Michael Moore in TrumpLand“ am Dienstagabend in New York forderte er das Publikum auf, am 8. November für die demokratische Bewerberin zu stimmen. Moore sagte, er hoffe, dass möglichst schnell viele Kinos den Film ins Programm nähmen.

Die Produktion wird seit Mittwoch zunächst nur in Filmtheatern in Manhattan und Encino, einem Stadtteil von Los Angeles in Kalifornien, gezeigt. In dem Film spricht der liberale Regisseur auf einer Bühne über beide Kandidaten. Die Aufnahmen entstanden Anfang Oktober in der Trump-Hochburg Wilmington im US-Staat Ohio, wie „The Hollywood Reporter“ berichtete.

+++ 13.07 Uhr: Parteimanager raten Trump zu Strategiewechsel +++
Kurz vor der letzten Fernsehdebatte im US-Wahlkampf raten Parteimanager der Republikaner ihrem Kandidaten Donald Trump zu einem Strategiewechsel. Trump dürfe sich nicht zu einer Schlammschlacht hinreißen lassen, sagte Parteistratege Charlie Black. Sein Kollege Scott Reed empfahl Trump, auf persönliche Attacken zu verzichten. In Umfragen liegt Trump deutlich hinter seiner demokratischen Konkurrentin Hillary Clinton. Zuletzt wurde ihm von mehreren Frauen sexuelle Belästigung vorgeworfen, was der Immobilienunternehmer zurückwies. Zudem beklagte er angebliche Wahlfälschungen. Präsident Barack Obama forderte Trump auf, „mit dem Gejammer aufzuhören“.

Die auf eineinhalb Stunden angesetzte Debatte beginnt in der Nacht zu Donnerstag (03.00 Uhr MESZ). „Sie ist wichtig, wenn Trump überhaupt noch eine Chance haben will, ins Rennen zurückzufinden“, sagte Black. Der Republikaner müsse sich inhaltlich zu Themen wie Arbeitsplätzen äußern. Reed sagte, Trump müsse eine Art Schlussplädoyer halten und sich wie ein Oberbefehlshaber präsentieren. Die Strategen der Demokraten halten dies aber für aussichtslos. Ein positiver Auftritt Trumps oder Fehler Clintons könnten den Verlauf des Rennens kaum ändern, sagte Steve Elmendorf.

+++ 12.37 Uhr: Wie wär's mit „Clump“? +++
Vor dem dritten TV-Duell sind noch viele US-Wähler unentschlossen. Passend dazu die Fotomontage, die in den vergangenen Tagen in den sozialen Medien viral gegangen ist: Clinton + Trump = „Clump“.

Anis Micijevic ist freier Journalist und schreibt für Handelsblatt Online. Quelle: Armin Dahl / Handelsblatt Online
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