Obama im Alleingang: US-Präsident verschärft das Waffenrecht

Obama im Alleingang
US-Präsident verschärft das Waffenrecht

Hintergrund-Checks von Käufern, Überprüfung der Verkäufer-Lizenzen und mehr finanzielle Mittel für Behörden: US-Präsident Obama will die „massenhafte Gewalt“ in den USA eindämmen – die Waffenlobby tobt.

WashingtonSchätzungen zufolge befinden sich in den USA mehr als 300 Millionen Schusswaffen in Privathaushalten. In seiner Rede über die Verschärfung des Waffenrechts, die der US-Präsident im Alleingang durchsetzen will, betonte Barack Obama, dass er das in der Verfassung verankerte Recht auf Waffenbesitz nicht grundsätzlich in Frage stelle. Allerdings gehe es darum, vernünftige Lösungen für die Waffengewalt zu finden. Die Waffenlobby dürfe die Vereinigten Staaten „nicht als Geisel nehmen“.

Doch davon wollte diese nichts hören. Die US-Waffenlobby National Rifle Association (NRA) kritisierte Obamas Pläne für ein strengeres Waffenrecht scharf.

"Wir werden nicht zulassen, dass rechtschaffene Waffenbesitzer schikaniert und eingeschüchtert werden, weil sie einer gesetzlichen, von der Verfassung geschützten Aktivität nachgehen", erklärte NRA-Vertreter Chris Cox am Dienstag. Obamas Vorgehen grenze an Machtmissbrauch und solle Waffenbesitzer zu "Sündenböcken" machen.

Zum Auftritt des Präsidenten am Dienstag im Weißen Haus merkte Cox an: "Die amerikanische Bevölkerung braucht nicht noch mehr emotionale, herablassende Belehrungen bar von Fakten." Der Präsident liefere "politische Rhetorik" statt "echter Lösungen für die drängenden Probleme unserer Nation".

Bei einem emotionalen Auftritt hat US-Präsident Barack Obama seine Pläne für ein strengeres Waffenrecht enthüllt. Obama wischte sich am Dienstag Tränen aus den Augen, als er im Weißen Haus über die 20 Grundschulkinder sprach, die im Dezember 2012 beim Amoklauf von Newtown erschossen worden waren. „Jedes Mal, wenn ich an diese Kinder denke, werde ich wütend“, sagte der Präsident, der die Gesetze im Alleingang verschärfen will.

„Jedes Jahr wird das Leben von mehr als 30.000 Amerikanern durch Waffen verkürzt“, sagte Obama vor Angehörigen von Schusswaffenopfern. Im Publikum saß auch die Ex-Abgeordnete Gabrielle Giffords, die Anfang 2011 nur knapp ein Attentat überlebt hatte.

Die Vereinigten Staaten seien das einzige entwickelte Land, das in einer derartigen Häufigkeit mit „dieser Art von massenhaften Gewalt“ konfrontiert sei, fuhr der Präsident fort. Die „ständigen Ausreden für das Nichtstun“ seien nicht mehr hinnehmbar.

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