Trump contra Clinton

Der schmutzigste Wahlkampf

Donald Trump kramt in der Vergangenheit seiner Kontrahentin Hillary Clinton. Dabei schreckt er nicht vor bösartigen Anschuldigungen zurück. Selbstverständlich geht er auf die Seitensprünge ihres Ehemannes ein.
Donald Trump scheint sich für nichts zu schade zu sein. Ungeniert kramt er in der Vergangenheit seiner mutmaßlichen Kontrahentin Hillary Clinton – und zieht von dort Sachen ans Licht, deren Wahrheitsgehalt mehr als zweifelhaft ist. Quelle: AP
Donald Trump

Donald Trump scheint sich für nichts zu schade zu sein. Ungeniert kramt er in der Vergangenheit seiner mutmaßlichen Kontrahentin Hillary Clinton – und zieht von dort Sachen ans Licht, deren Wahrheitsgehalt mehr als zweifelhaft ist.

(Foto: AP)

WashingtonUngefähr zwei Monate dauert es noch, bevor Hillary Clinton und Donald Trump offizielle Kandidaten ihrer Parteien für den US-Präsidentschaftswahlkampf sein können. Doch der Wahlkampf ist schon längst nicht nur in vollem Gang – er hat auch bereits kaum für mögliche gehaltene Tiefen erreicht. Trump, der Populist, kramt in der Vergangenheit der Clintons, natürlich geht es um Sex und Gewalt, er deutet sogar Verbrechen und Verschwörungstheorien an.

Wenn es ernst wird, ist Trumps Taktik die seit Monaten bewährte: Zurückrudern. „Ich bringe das Thema nicht auf, ich sage nur, es gibt Leute, die bringen es auf“, sagt Trump. Er verschweigt, dass diese „Leute„ die Redaktion des Revolverblattes „National Enquirer“ ist, deren Geschichten praktisch nie stimmen. Die Wirkungstreffer in seiner Wählerzielgruppe sind dann längst gesetzt.

Demokraten beflügeln US-Aktien
Herbert Hoover (November 1928 - November 1932)
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Herbert Hoover musste die größten Kursverluste aller US-Präsidenten hinnehmen. Während seiner Regentschaft brachen die Kurse um fast ein Viertel ein. Schuld daran war die Weltwirtschaftskrise im Jahre 1929, die eine Deflationsspirale, eine Bankenkrise und massenhafte Arbeitslosigkeit verursachte.

Franklin Roosevelt (November 1932 - November 1948)
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Nach der Weltwirtschaftskrise erholten sich die Börsen dann deutlich. In der 16-jährigen Amtszeit des Demokraten Franklin D. Roosevelt kletterten die Kurse um 24,4 Prozent.

Harry S. Truman (November 1948 - November 1952)
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Das Foto vom Juli 1945 zeigt den amerikanischen Präsidenten Harry S. Truman (Mitte) mit dem sowjetischen Regierungschef Josef Stalin (r.) und Winston Churchill während der Potsdamer Konferenz. In seiner Amtszeit kletterten die Aktienkurse in den USA um 10,2 Prozent nach oben.

Dwight Eisenhower (November 1952 - November 1960)
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Dwight D. Eisenhower ist einer der wenigen republikanischen Präsidenten, die in all ihren Amtszeiten Kurssteigerungen an den Börsen vermelden konnten. Von 1952 bis 1956 kletterten die Kurse um 17,9 Prozent, die darauffolgenden vier Jahre immerhin um 3,7 Prozent.

John F. Kennedy (Januar 1961 - November 1963)
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Er gilt als Legende unter den Demokraten und auch an den Börsen lief es während seiner Amtszeit gut: Um 11,5 Prozent stiegen die Kurse.

Lyndon B. Johnson (November 1963 - Januar 1969)
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Lyndon B. Johnson trat nach dem Tod von Kennedy ein schweres Erbe an. Doch die US-Wirtschaft brummte während seiner Regentschaft: In der ersten Amtszeit des Demokraten kletterten die US-Börsen um 11,5 Prozent, in der zweiten um 4,9 Prozent.

Richard Nixon (Januar 1939 - August 1974)
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Der damalige US-Präsident Richard M. Nixon gab auch Elvis Presley die Hand. An der Börse ging es weit weniger ruhmreich zu: In seiner ersten Amtszeit stiegen die Kurse um gerade einmal 2,5 Prozent. In der zweiten Amtszeit des Republikaners, in der er später von Gerald Ford abgelöst wurde, fielen die Aktienkurse gar um 2,5 Prozent.

„Sollte irgendjemand Zweifel daran haben, wie schmutzig der Wahlkampf in den nächsten Wochen werden wird – Donald Trump hat sie zerstreut“, schreibt das Fachmagazin „Politico“. „Very fishy“, „ziemlich schlüpfrig“ nennt der Immobilienmogul aus New York etwa den Selbstmord von Vince Foster, einen ehemaligen Berater von Präsident Bill Clinton im Weißen Haus. Der Jugendfreund Clintons hatte sich 1993 mit einer Pistole in den Mund geschossen, fünf unterschiedliche Untersuchungen bestätigten die Suizid-Annahme. Verschwörungstheorien hielten sich, vor allem gespeist durch das konservative „Arkansas Projekt“. In dem südlichen Bundesstaat war Clinton einst Gouverneur.

Trump veröffentlichte einen Werbespot, in dem die Stimmen zweier Frauen zu hören sind – beide behaupten, von Bill Clinton sexuell belästigt worden zu sein. Beide Fälle liegen Jahrzehnte zurück, zumindest in einem Fall gab es kein juristisches Vorgehen gegen Clinton. Paula Jones, Monica Lewinsky – da war doch was. Trump verstieg sich sogar zu der These, Hillary Clinton habe die Seitensprünge ihres Mannes erst ermöglicht – also eine Mittäterin. „Widerlich“, nennt Trump das und gibt sich kaum Mühe, seine Scheinheiligkeit zu verbergen, wenn er sich auf die Seite der Frauen – immerhin 53 Prozent der Wählerschaft, wenn es am 8. November an die Urnen geht.

Clinton zeigt, dass sie zurückschlagen kann
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