Trump gegen Clinton
Nach dem Wahlkampf droht die nächste Schlacht

Wenige Stimmen können das Rennen um das Weiße Haus entscheiden, wie die Wahl 2000 lehrte. Dieses Jahr bringen sich die Kandidaten Trump und Clinton in Stellung, die Wahl genau zu beobachten – und eventuell anzufechten.
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WashingtonDie ganze Welt schaute im Jahr 2000 gebannt auf Florida. Wochenlang war nach der Abstimmung unklar, wie das Wahlergebnis im „Sunshine State“ ausgefallen war – und somit die Präsidentschaftswahl nicht entschieden.

George W. Bush und Al Gore, wer war der Sieger? Eine große Zahl nicht richtig gelochter Wahlkarten ließ Zweifel aufkommen, ob das Ergebnis in dem Bundesstaat richtig ausgezählt worden war. Mehr als einen Monat währte die Hängepartie. Dann erst entschied Bush mit ganzen 537 Stimmen Vorsprung den Bundesstaat für sich. Selbst der Oberste Gerichtshof war eingeschaltet worden.

Was die Sorge vor einem erneuten Florida-Szenario – oder eine Variante davon – verstärkt hat: In den vergangenen Wochen ist der Vorsprung der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton gegenüber ihrem republikanischen Rivalen Donald Trump in einigen Umfragen geschrumpft. Und Trump hatte in einer der drei großen Fernsehdebatten angekündigt, eine mögliche Wahlniederlage am Abend des 8. November oder in den frühen Morgenstunden des 9. Novembers nicht zu akzeptieren.

Trump hat wiederholt gesagt, dass die Wahl „manipuliert“ sein dürfte – und sogar für möglich gehalten, dass Post-Mitarbeiter Briefwahlstimmen für ihn verschwinden lassen könnten. Im ganzen Land werden Anwälte und andere Freiwillige die Stimmabgabe im Auftrag einer der beiden Kampagnen überwachen – und mögliche Unregelmäßigkeiten melden.

Hillary Clinton ruft auf ihrer Website auf, im „Voter Protection Team“ mitzumachen. „Als Wahlbeobachter arbeiten Sie mit unserem Team zusammen, um sicherzustellen, dass das Wahlrecht fair angewandt wird, melden Probleme in den Wahlbüros und helfen der Kampagne, solche Problem zu beheben.“ Wie viele sich für diesen Dienst gemeldet haben, teilt Clintons Team nicht mit, aber vor allem in solchen Bundesstaaten mit wahrscheinlich knappem Wahlausgang sollen Beobachter positioniert werden: Florida, North Carolina, Pennsylvania und so weiter. Ein weiterer Auftrag: Beobachten, ob mögliche Wähler vom gegnerischen Lager bedroht werden und so von der Wahl abgehalten.

Auf der Seite Trumps versucht die „Republican National Lawyers Association“ bis zu tausend Anwälte in Position zu bringen, und auch in solchen Gegenden die Wahl beobachten zu lassen, in denen die Abstimmung besonders knapp ausfallen dürfte. Finanziell wird diese Aktion unter anderem von Hedgefonds-Manager Robert Mercer unterstützt, der der Gruppe 500.000 Dollar gespendet hat. „Wir kämpfen für eine offene, faire und ehrliche Wahl“, so der Verbandschef Michael Thielen zur Nachrichtenagentur Bloomberg.

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Auch vor der Wahl sind bereits Gerichte involviert

Kommentare zu " Trump gegen Clinton: Nach dem Wahlkampf droht die nächste Schlacht"

Alle Kommentare

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  • @ Herr Marc Hofmann

    >> ich wusst schon lange das Sie an der..............
    Aber dieser Kommentar übertrifft es noch >>

    Haben sie auch Argumente zur Sache ?

    Warum sind sie denn von Putin angetan ?

    Weil er das Russische Volk belügt, in dem er vortäuscht, gegen die AMIS ETWAS ZU UNTERNEHMEN ?

    Selbst die Russischen Staatsgelder in Hunderten Milliarden $ Größe Richtung USA für 0,5 % Zinsen verschiebt ( US-Staatsanleihen kauft ) und GLEICHZEITIG von amerikanischen Banken sich Kredite für 4,5 % holt ?

    Oder haben sie sonstige Gründe, warum sie von dem verlogenen KGB-Oligarchen angetan sind, ohne dass wir etwas mitbekommen haben ?

  • "Putin bescheißt das Russische Volk genauso, wie das die amerikanischen Macher tun !"

    @ Vinci Verwirrti

    ich wusst schon lange das Sie an der..............
    Aber dieser Kommentar übertrifft es noch!

    HERR, LASS HIRN REGNEN UND KAPPE MANCHEM BESSER DAS INTERNET !!!

  • >> „Papiertiger“ nannte Mao Tse Dong die Vereinigten Staaten und empfahl seinen sowjetischen Verbündeten vor einem halben Jahrhundert, den Kampf gegen die USA auch militärisch zu führen. Die Kremlführung war entsetzt. Amerika war unbesiegbar. Ein Krieg gegen die USA drohte zum globalen Desaster zu geraten. Daran hat sich bis heute nichts Entscheidendes geändert. Militärisch sind die USA nach wie vor jedem anderen Staat weit überlegen. Und nach wie vor sind die Vereinigten Staaten die größte Volkswirtschaft. Amerikanische High Tech-Firmen wie Microsoft, Google, Facebook beherrschen das Internet und den digitalen Markt. Dennoch gleichen die USA in Hinsicht auf ihre Infrastruktur sowie auf die politische Kultur zunehmend einem Dritt-Welt-Land.

    Ja, man könnte God’s own country mit Fug und Recht durchaus einen Papiertiger nennen. >>

    Mehr unter :

    http://www.tichyseinblick.de/kolumnen/rafael-seligmann-stringent/usa-phrasen-statt-problemloesungen/

    Und was bieten dem amerikanischen Volke die zwei Greis-Pappnasen bzw. die Zwei Clowns.......?

    NIX !

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