TV-Debatte der Republikaner Donald Trump zeigt erstmals Schwächen

In der letzten TV-Debatte der US-Republikaner vor dem „Super Tuesday“ punkten die Trump-Herausforderer Rubio und Cruz. Der bisherige Favorit auf die Präsidentschaftskandidatur könnte Probleme mit der Steuer bekommen.
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Der republikanische Präsidentschaftsanwärter gerät zum ersten Mal ins Straucheln – allerdings nur ein bisschen. Quelle: dpa
Donald Trump

Der republikanische Präsidentschaftsanwärter gerät zum ersten Mal ins Straucheln – allerdings nur ein bisschen.

(Foto: dpa)

San FranciscoEs war die letzte Debatte der republikanischen Bewerber für eine Präsidentschaftskandidatur vor den wichtigen Wahlen am 1. März, dem Super Tuesday. Dann werden an einem Tag in elf Bundesstaaten zusammen 595 von 1237 Stimmen vergeben, die für eine Nominierung notwendig sind. Fünf Kontrahenten hatten sich für die Diskussionsrunde am Donnerstag in Huston, Texas, qualifiziert. Am Ende geriet praktisch alles außer Kontrolle. Wer hat davon profitiert, wer wird jetzt gehen? Die Kandidaten im Check:

Der Kandidat: Donald Trump. Immobilienunternehmer und TV-Reality-Star. Alter 69, Geboren am 14. Juni 1946 in Queens, New York City, New York. Verheiratet in dritter Ehe, Kinder.

Die Position: Unangefochtener Spitzenreiter bei den Umfragen unter den Kandidaten für eine republikanische Präsidentschaftskandidatur. Derzeit 79 Wahlstimmen.

Jüngstes Problem: Republikaner Mitt Romney hat offiziell vor einem „Sprengsatz“ in Trumps Steuererklärungen gewarnt. Wenn er seine Steuerunterlagen veröffentlichen würde, würde sich entweder zeigen, dass er nur eine lächerliche Steuerrate auf seine riesigen Vermögen und Einkommen zahle oder, anders als behauptet, sich nicht um Veteranen und Arme gekümmert habe, sprich kaum oder nichts etwas gespendet habe. Ein wütender Trump kartete am Donnerstag mit einem wahren Twitter-Sturm zurück.

Die aktuelle Herausforderung: Das Momentum von drei Siegen in vier Vorwahlen am Leben erhalten und den Boden bereiten, um am 1. März Ted Cruz in seinem Heimatstaat Texas zu schlagen. Alleine dort werden über 150 Stimmen verteilt. Schon in Nevada hat sich Trump als ultimativer Waffenfreund geoutet, um die Stimmung für Texas anzuheizen. Texas hat auch eine Grenze zu Mexiko, dem Land, zu dem Trump eine Mauer bauen will.

Was hat er in der Diskussion gesagt: Trump bleibt Trump: „Ich glaube kein Wort, das Telemundo sagt“, er erklärte den spanischen Sender schlicht für unglaubwürdig, die Radioshow eines der Moderatoren „hört doch sowieso keiner“, seine Mitbewerber sind Lügner und „Clowns“, die Mauer zu Mexiko wird noch höher als geplant. Die Schlagwörter sind immer die gleichen. Überraschend: Schwere Angriffe gegen die Krankenversicherer. „Die machen ein unfassbares Geld“, Obamacare müsse weg – das sagen alle Kandidaten –, aber Kunden mit Vorerkrankungen will Trump weiter versichert sehen. Die Versicherer müssten zudem landesweit verkaufen dürfen. Heute gibt es bundesstaatliche Vertriebsgrenzen. Anders als alle anderen Kandidaten setzte er sich für „Planned Parenthood“ ein, die Organisation steht wegen Abtreibungskliniken in der Kritik. Staaten wie Japan und Deutschland müssten endlich für den militärischen Schutz bezahlen, den die USA ihnen gewähre. Den kommenden Waffenstillstand in Syrien hält er für wahrscheinlich nicht wirksam.

Was hat er erreicht: Trump hat keinen Schritt vorwärts gemacht. Das haben seine Kontrahenten verhindert. Sobald es um Details ging, sahen praktisch alle Kandidaten besser aus als er. Die Probleme mit seiner Steuererklärung bekam er nicht aus dem Weg. Seine Erklärung, vier Jahre Steuererklärungen würden immer noch von den Behörden geprüft, und darum könnte er sie nicht veröffentlichen rief nur wieder Romney auf den Plan.
Der glaubt, da liegt noch viel mehr im Argen. Aber insgesamt hat Trump seinen Anhängern die Show geboten, die sie sehen wollen.

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24 Kommentare zu "TV-Debatte der Republikaner: Donald Trump zeigt erstmals Schwächen"

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  • DERZEITIGES, nicht "derzeitliches", natürlich. Hrmpf.

  • Besser als die Schadenskanzlerin Merkel sind alle Kandidaten im US-Wahkkampf

  • Trump wird die Nominierung der Republikaner nicht mehr zu nehmen sein. Besser als der korrupte Kriegstreiber Rubio oder der Bibelschueler Cruz ist er allemal.
    Auf der anderen Seite der Traumtaenzer Sanders oder die korrupte Wall Street Marionette und Kriehstreiberin Clinton die mal schnell fuers Labern $675000 von Goldman-Sachs eingestrichen hat.
    Also ich unterstuetze Sanders, wenn das nichts wird hat Trump meine Stimme.. Wengistens sind Sanders und Trump keine Kriegstreiber wie die anderen Kandidaten, hier meine ich besonders Clinton, Rubio und Cruz.

  • "Als die Nordamerika im Erdkundeunterricht dran was" ???????

  • Wer sind die "Westmallierten"?????
    Steht das in den "Bestzungsverträgen" ????

  • @Rainer von Horn - 26.02.2016, 10:35 Uhr

    ²Dann müssten wir allerdings ..."

    Ja, so ist das.

    - der Waffenindustrie ist´s eal, wohin sie die Waffen liefert.
    - keine Waffenexporte --> erhöhte Sicherheitslage in allen Krisenherden der Welt, dafür erhöhte eigene Sicherheit
    - bezahlen kann man das (zumindest teilweise) mit der Reduktion unseres Polit-Kasperletheaters in Berlin und Kappung der Pensionen von Politikern (zur Errinnerung: C.Wulff bekommt 200.000 € /Jahr für´s Nichtstun). Und ich hätte auch nichts dagegen, wenn Steuergeld für eine einsatzfähige Armee veverwendet würde und die Amis dafür weg wären.
    - die Wiedereinführung der Wehrpflicht ist billiger und wirkt beruhigender auf unsere europäischen Freunde als ein stehendes Heer

  • Mir ist es doch vollkommen Wurst wer in den USA Präsident wird. Obama hat nichts geschafft, Bush hat den ganzen Nahen Osten zerstört, schlimmer kann es doch nicht kommen. Eins haben uns die Amis aber voraus, es gibt nur Republikaner oder Demokraten und wenn die Mehrheit der Amis der Meinung ist, sie wollen Trump, dann ist es eben so. Nicht so wie bei uns,wenn es mit dem nicht reicht, dann nehme ich mir eben noch ein bis zwei Kandidaten mit ins Boot Hauptsache Merhrheit und die Diäten sind wieder für 4 Jahre gesichert.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Sie glauben doch wohl nicht ernsthaft das unser Witzfigurenkollektiv uns schützen kann. Weichgepülte, hirngewaschene, entgenderte Dünnbrettbohrer und Waldorfschüler mit Vollkaskoversorgungsmentalität, deren gösster Feind nicht IS&Co ist, sondern die wahre, eigenverantwortliche freie Marktwirtschaft, und die sich deshalb für so einen Staatsposten entschieden haben. Der Materialzustand der Bundeswehr ist nur ein Sekundärproblem

  • Einen besseren Beweis dafür, wie marode unser derzeitliches Politiksystem ist als die Tatsache, dass ausgerechnet dieser Typ in den ach so fortschrittlichen USA bei den Vorwahlen bislang meist die Nase vorn hatte kann es doch gar nicht geben, oder?

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