US-Präsidentschaftswahlkampf
Trump liegt in einer Umfrage vorne

In einer landesweiten Umfrage unter US-Wählern hat Donald Trump nach dem Aufflammen einer E-Mail-Affäre seiner Rivalin Hillary Clinton die Oberhand gewonnen. Zu viel Grund zur Freude darf das Trump aber nicht geben.

WashingtonZum ersten Mal seit Mai liegt Donald Trump in einer Umfrage des Senders ABC und der „Washington Post“ vor Hillary Clinton. Der Republikaner kommt nach den am Dienstag veröffentlichten Zahlen mit 46 Prozent auf einen Punkt mehr als die Demokratin. Die Fehlerbandbreite der Umfrage liegt bei plus/minus 2,5 Prozent.

Die Umfragewerte schwanken je nach Erhebungsmethode jedoch deutlich. Am Vorabend hatte NBC News eine frische Umfrage veröffentlicht, wonach Clinton unverändert mit einem Vorsprung von sechs Prozentpunkten (47:41) gegenüber Trumpf führe.

Dennoch hat Trumps Kampagne zuletzt an Momentum gewonnen. Als Grund wird ein abnehmender Enthusiasmus für Clinton vermutet. Während Trumps Werte seit der neuen FBI-Veröffentlichung zu E-Mails aus Clintons Umfeld am Freitag zugenommen hätten, seien Clintons abgesunken.

ABC wies darauf hin, dass die Wählerpräferenzen eine Woche vor der Wahl nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf das Abstimmungsverhalten selbst zuließen. So habe auch Mitt Romney bei der Wahl 2012 um diese Zeit einen Punkt vor Barack Obama gelegen, ebenso wie John Kerry 2004 vor George Bush. Romney und Kerry verloren ihre Wahlen.

Entscheidend ist weiter die Zahl der Wahlmänner, die die Kandidaten in allen Bundesstaaten auf sich vereinigen können. Hier liegt Clinton in den Umfragen weiter deutlich vor Trump.

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Martin Dowideit, Leiter Digitales, Handelsblatt.
Martin Dowideit
Handelsblatt / Leiter Digitales
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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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