US-Wahl 2016
Clinton und Sanders suchen gemeinsame Linie

In einem Ziel sind sich Hillary Clinton und Bernie Sanders einig: Beide wollen Donald Trump stoppen. Ansonsten haben die beiden Demokraten aber nicht viel gemeinsam. Das wollen sie nun ändern.

WashingtonNach Abschluss der US-Vorwahlen bei den Demokraten versuchen die Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton und ihr Rivale Bernie Sanders, eine gemeinsame Linie für die Wahl im November zu finden. Beide kamen am Dienstag zu einem 90-minütigen Gespräch in einem Hotel in der US-Hauptstadt Washington zusammen. Das Treffen sei „positiv“ gewesen, hieß es von Mitarbeitern beider Lager. Clinton hatte in Washington DC auch die letzte der demokratischen Vorwahlen gewonnen. Damit ist der fünfmonatige Vorwahlprozess bei den Demokraten beendet.

Obwohl Clinton bereits über genügend Stimmen für die Nominierung als demokratische Präsidentschaftskandidatin im Juli verfügt, wollte Sanders bis zuletzt nicht aus dem Rennen ausscheiden. Es wird erwartet, dass er für seine Unterstützung einer Kandidatin Clinton inhaltliche Zusagen fordert. Sanders hatte im Vorwahlkampf vor allem Zulauf bei jüngeren und linken Demokraten gefunden. Er fordert zudem eine Reform der demokratischen Partei.

Clinton und Sanders seien sich einig im Ziel, den wahrscheinlichen republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump zu stoppen, hieß es nach dem Treffen. „Es war eine positive Diskussion über die Gefahr, die Donald Trump für die USA bedeutet und die Frage, wie man mehr Menschen in den politischen Prozess integrieren kann“, sagte Sanders' Sprecher Michael Briggs. An dem Treffen nahm unter anderem Clintons Kampagnenchef John Podesta teil. Zuletzt hatte sich auch US-Präsident Barack Obama öffentlich hinter Clinton gestellt und zugleich Trump mehrfach scharf angegriffen.

Das neue Staatsoberhaupt der USA wird am 8. November gewählt. Obama wird noch bis Januar 2017 im Amt sein. Bei den US-Republikanern gilt eine Nominierung des Immobilien-Milliardärs Trump als Präsidentschaftskandidat mittlerweile als sehr wahrscheinlich.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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