US-Wahl 2016
Republikaner-Kandidaten würden Trump unterstützen

Eine Fernsehdebatte zeigt, wie tief gespalten die Republikaner sind. Die Parteiführung will einen Kandidaten Trump verhindern. Die Kandidaten gehen mit Wucht aufeinander los. Doch der Abend findet ein unerwartetes Ende.

WashingtonDie jüngste TV-Debatte der Republikaner endete in der Nacht zum Freitag mit einer faustdicken Überraschung: Alle Bewerber im Rennen um das Weiße Haus versprachen, am Ende der Vorwahlen jeden Präsidentschaftskandidaten der Partei zu unterstützen – auch wenn dies Donald Trump sein sollte. Seine verbliebenen Konkurrenten Ted Cruz, Marco Rubio und John Kasich sagten dies dem Milliardär für den Falle seines Sieges nach den Vorwahlen zu.

Dieses Signal der Einigkeit war so nicht erwartet worden. Führende Parteivertreter versuchen seit Tagen mit Macht, einen Kandidaten Trump zu verhindern. Das Unterstützungs-Versprechen aller Kandidaten läuft dieser Strategie vollkommen zuwider.

Ein viel beachteter Auftritt Mitt Romneys in Utah hatte zuvor die Spaltung der Republikaner belegt. Der 2012 im Rennen gegen den Demokraten Barack Obama gescheiterte Präsidentschaftsbewerber rief dazu auf, Trump keinesfalls für die Kandidatur zu nominieren.

Trump sei ein Trugbild, sagte Romney. Seine Innenpolitik führe in eine Rezession, seine Außenpolitik mache die USA und die Welt unsicherer. „Er hat weder die Veranlagung noch das Urteilsvermögen, um Präsident sein zu können.“

Es ist unklar, ob Romneys vehementer Auftritt Trump wirklich schaden kann – oder ob er ihm gar nutzt. Zumindest den Anhängern Trumps gilt Romney als Inbegriff genau jenes Establishments, das sie vehement ablehnen.

Weite Teile der Debatte in Detroit bestanden aus heftigen gegenseitigen Anwürfen sowie dem erfolglosen Versuch, den führenden Bewerber Donald Trump niederzuringen. Bei der elften TV-Auseinandersetzung der Republikaner handelte es sich weniger um eine echte inhaltliche Debatte als einmal mehr um eine regelrechte Donald-Trump-Show, obwohl der Milliardär nicht seinen besten Abend hatte.

„Dieser kleine Junge verbreitet ständig Lügen über mich“, sagte Trump an die Adresse Marco Rubios und nannte ihn öfter „kleiner Marco“. „Wir werden die Partei Lincolns und Reagans nicht an jemanden aushändigen, der keine konservativen Werte teilt“, gab Rubio zurück. Er gilt als jener Bewerber, der am ehesten die Linie des Partei-Establishments vertritt.

„Donald Trump hat die Korruption in Washington jahrelang unterstützt“, sagte der erzkonservative Kandidat Ted Cruz über Trump. „Herumzubrüllen und zu fluchen, macht einen noch nicht zu einem starken Mann.“

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Republikaner-Kandidaten würden Trump unterstützen

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Keine geeinte Front gegen Trump

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